FORMALE GRAMMATIK

Gramática formal

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Formale Logik / Kalkül / Formale Sprachen

 

Formale Grammatik

„Eine Grammatik ist also ein Algorithmus, der genau die grammatischen Sätzen einer Sprache erzeugt oder auch entscheiden kann, ob eine vorliegende Kette aus A* ein Element aus L ist, ob sie also unter unserer Interpretation zur Menge der grammatischen Sätze einer natürlichen Sprache gehört.“ (Heringer 1972: 48)

„Gegeben sei eine (formale) Sprache L über einem Alphabet A (oder einem Vokabular B). L sei die Menge der Wörter (oder Sätze), die zum freien von A (oder B) erzeugten Monoid A* (B*) gehören. Die Sprache L stellt die Menge der zulässigen Wörter (Sätze) dar, das heißt, die Menge der syntaktisch korrekten. Man stellt durch A*\L die Menge der nicht zulässigen oder nicht korrekten Wörter, durch B*\L nicht zulässige Sätze dar. Das Ziel einer Grammatik ist es dann, die Regeln anzugeben, die es erlauben, ein wohlgeformtes Wort (einen korrekten Satz) zu konstruieren, oder sie erkennen, ob eine Folge von Buchstaben (von Wörtern) ein wohlgeformtes Wort (ein korrekter Satz) ist oder nicht. Mit anderen Worten: das Ziel einer Grammatik ist es, diejenigen Wörter (Sätze), die zu einer Sprache gehören, zu charakterisieren. Eine formale Grammatik erscheint deshalb als ein Algorithmus (eine Menge von Regeln, die es erlauben, eine Sprache zu charakterisieren).“ (Gross/Lentin 1971: 44)

[Abraham, Werner: Terminologie zur neueren Linguistik. Tübingen: Niemeyer, 1988, Bd. 1, S. 248-249]