ERKENNUNGSGRAMMATIK

Gramática recognitiva

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Erzeugungsgrammatik / Kategorialgrammatik / Phrasenstrukturgrammatik

 

Erkennungsgrammatik

[Auch: Analysegrammatik, Identifikationsgrammatik, Rekognitionsgrammatik].

Grammatisches Regelsystem, das vorgegebenen Sätzen schrittweise Strukturbeschreibungen zuordnet und sie dadurch als Sätze einer spezifischen Sprache »erkennt«, d.h. identifiziert. Die Ableitung erfolgt im Strukturbaum von unten nach oben, d.h. zunächst werden den Elementen der Ausgangskette des Satzes Kategoriensymbole zugeordnet, die dann schrittweise zu übergeordneten Kategorien zusammengefasst werden. Wird das Endelement das Symbol S ( = Satz) erreicht, so handelt es sich um einen wohlgeformten Satz der entsprechenden Sprache. Den umgekehrten Weg von oben nach unten (mit dem Satzknoten S beginnend) verfolgt der Ableitungsprozess einer Erzeugungsgrammatik. In diesem Sinn ist die Kategorialgrammatik eine E., während Phrasenstrukturgrammatiken zum Typ der Erzeugungsgrammatik zählen.“ [Bußmann, H., S. 221]