ENTHYMEM

Entimema

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Topos

 

Enthymem [gr. enthýmema ‘das Erwogene’, ‘das Beherzigte’]

Von Aristoteles in der Rhetorik eingeführter Terminus der Argumentationslehre für ein verkürztes Schlussverfahren, das nicht der logischen Deduktion, sondern der alltagssprachlichen Begründung und Durchsetzung von Meinungen dient („rhetorischer“ oder „dialektischer“ Schluss). Im Unterschied zum „analytischen“ Schluss des Syllogismus können die Beweisglieder des E. unausgesprochen bleiben (z. B. Sokrates ist ein Mensch, also sterblich) und müssen nicht wahr, sondern nur plausibel sein. Das charakteristische Argument eines E. ist der Topos.“ [Bußmann, H., S. 213]

Entimema (gr. enthúmema)

Una forma argumentativa del tipo: „¿Existe gente que se muere de hambre y tú no te quieres comer la verdura?“ [Cardona, H., p. 96]