DISTRIBUTION  

Distribución

(Recop.) Justo Fernández López

 

Distribution: Unter der Distribution einer sprachlichen Einheit (mit Ausnahme des Saztes und ‘übersatzmäßiger’ (‘transphrastischer’) Einheiten) verstehen wir die Menge (Klasse) aller (möglichen) satzinternen Umgebungen (environments) oder linguistischen Kontexte, in denen diese sprachliche Einheit vorkommt bzw. vorkommen kann.“ [Welte, W., Bd. 1, S. 115-116]

Distribution [lat. distribuere ‘verteilen’. - Auch: Konkomitanz, Kookkurrenz]. Gesamtheit der Umgebungen festgelegter Eigenschaften. Im amerikanischen Distributionalismus (Harris) ist D. ds ausschlaggebende Kriterium zur Gewinnung und Klassifizierung sprachlicher Einheiten.

Auf der Basis von Aussagenlogische und Mengenlehre lassen sich folgende D.-Typen unterscheiden:

(a)  Äquivalente Distribution: Zwei Elemente kommen in gleicher Umgebung vor, und zwar entweder als „freie Varianten“, oder in kontrastiver, d. h. bedeutungsunterscheidender Funktion: Gasse, Kasse, Tasse.

(b)  Partiell äquivalente Distribution: Zwei Elemente kommen in weitgehend, aber nicht ausschließlich gleicher Umgebung vor.

(c)  Komplementäre Distribution. Zwei Elemente kommen nie in gleicher Umgebung vor.

Die Distribution dient der Gewinnung und Definition verschiedener linguistischer Grundeinheiten.“ [Bußmann, H., S. 192-193]

Distribution (Verteilung, Taxonomie): Gemeint ist die Verteilung sprachlicher Einheiten in einem Corpus. Sie ist die Summe der Umgebungen, die ein Element haben kann, oder die Menge der syntagmatischen  + paradigmatischen Beziehungen, in denen ein Element stehen kann. Z. S. Harris ist zum Begründer des amerikanischen Distributionalismus geworden. Er will die sprachlichen Elemente allein aus ihrer Verteilung erkennen. Phoneme wie Morpheme werden bei ihm nur durch Feststellung ihrer möglichen Umgebung definiert, wobei die Bedeutung ausgeschaltet bleibt. Segmentierung + Klassifizierung sind für ihn die wesentlichen Aufgaben der Linguistik. Sein Hauptwerk Methods in Structural Linguistics, 1951, ist zum Hauptwerk des nachbloomfieldianischen Strukturalismus in USA geworden. Die Distributionsanalyse gehört sicher zu den großen Entdeckungen des Strukturalismus. Ihre Grenzen hat Harris jedoch selbst entdeckt, weshalb er zur Transformationsanalyse überging, denn Gleichheit der Distribution bedeutet noch nicht Gleichheit der Bedeutung (vgl. Er badet in einem Fluss : er spricht in einem Fluss). Andere große Vertreter des taxonomischen Strukturalismus waren Ch. C. Fries, H. A. Gleason, C. F. Hockett.“

[Heupel, C., 54]

«Distribución

Conjunto de todos los contextos en los que puede aparecer una unidad lingüística.

Distribución complementaria

Dos unidades lingüísticas se encuentran en distribución complementaria cuando nunca aparecen en los mismos contextos. En lo que respecta a las unidades fónicas, comprobar si dos o más segmentos se encuentran en distribución complementaria es una de las pruebas que nos permite saber si son o no alófonos de un mismo fonema en una lengua determinada.»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 68]

«Toda unidad ha de constar de un elemento, pero, en algunos casos, puede constar de varios; entre esos elementos, en el interior de una unidad, existe una relación; cuando la relación es de dependencia o inclusión hablamos de función.

Al mismo tiempo, las unidades, por su parte, están sometidas a restricciones dentro de su contexto y en función de los contextos de que pueden formar parte: las unidades tienen una distribución, que, de acuerdo con las expresiones de la teoría de conjuntos, puede ser: equivalente, complementaria, de inclusión, de intersección

[Marcos Marín, Francisco: Curso de gramática española. Madrid: Cincel, 1980, 155]