DISSEMINATION nach Derrida

(Recop.) Justo Fernández López

 

Dissemination

In Jacques Derridas Buch La Dissemination (1972a) steht der Begriff Dissemination für die endlose Streuung und die potentielle Entstehung von BEDEUTUNG, wodurch, so Derrida, in Abwesenheit von SIGNIFIKATEN das Spiel der SIGNIFIKANTEN bestimmt wird. Nach Gayatri Chakravorty Spivak, der Derridas Grammatologie ins Englische übersetzt hat, bezieht sich die Dissemination auf 'die Saat, die weder befruchtet noch vom Vater zurückgenommen, sondern die weithin verstreut wird' (Derrida 1976, xi). Die Dissemination unterscheidet sich von Empsons AMBIGUITÄT insofern, als der Strom neuer Bedeutungen niemals versiegen kann und die Bedeutungen in keiner Weise einem AUTOR beigelegt werden können: Sie sind das Produkt der Sprache.“

[Hawthorn, Jeremy: Grundbegriffe moderner Literaturtheorie. Tübingen und Basel: Francke, 1994]