DISKURSREPRÄSENTATIONSTHEORIE

(Recop.) Justo Fernández López

 

Diskursrepräsentationstheorie [Abk.: DRS].

Von H. Kamp entwickelte Variante der Diskurssemantik, die einfachen Diskursen (nämlich Folgen von Deklarativen Sätzen) in einem ersten Schritt sog. Diskursrepräsentationsstrukturen (DRS) und diesen dann Wahrheitsbedingungen zuordnet. Zentral ist dabei der Begriff des Diskursreferenten, eine Art von Platzhalter für Objekte, auf die die verschiedenen Textprädikationen, auch in verschiedenen Sätzen (Textanaphern) bezogen werden und die dann in den Wahrheitsbedingungen als existenzquantifizierte Variablen behandelt werden. Der Skopus (Bezugsbereich) eines Diskursreferenten wird graphisch durch ein Rechteck (box) veranschaulicht.

Unabhängig von Kamp und zur gleichen Zeit hat I. Heim in ihrer »file change semantics« eine ähnliche Diskurssemantik entwickelt.“ [Bußmann, H., S. 191]