DIEGESE

 Diégesis

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Geschichtengrammatik / Geschichtengrammatik  / Schema-Basiertes Textverstehen / Narrative Strukturen / Narrativik / Superstruktur /  Thematische Entfaltung / Schema

 

Diegese / Diegetisch  ·  Diégesis / diegético

 

Diegese:

Darstellung, Erzählung, Bericht (gr. diegesis ‘Erörterung’, ‘Erzählung’). Diegetisch: Darstellend, erzählend.“

[Wahrig: Deutsches Wörterbuch]

Diegese:

Ausführung, weitläufige Erzählung, Lebensbeschreibung, auch Inhaltsangabe.“

[Wilpert, Gero von: Sachwörterbuch der Literatur. Stuttgart: Kröner, 51969, S. 173]

„Der mit „Discours du récit“ überschriebene letzte Teil der Aufsatzsammlungen Figures I-III (1966-72) nimmt eine besondere Stellung ein, dass er sich als Entwurf einer Analysemethode vorstellt. Durch die Untersuchung von Poust  À la recherche du temps perdu versucht Genette, vom Individuellen zum Allgemeinen zu gelangen und Regeln, Funktionsweisen und Strukturen der Erzählung als solcher zu bestimmen. Er unterscheidet dabei drei Bedeutungen der Erzählung: eine narrative Aussage oder Äußerung, d.h. den mündlichen oder schriftlichen Diskurs (diesen nennt er weiterhin Erzählung, „récit“), dann eine Folge von Ereignissen, die Gegenstand dieser Aussage sind (Geschichte, „histoire“), und schließlich das Ereignis, dass jemand etwas erzählt (Narration, „narration“). Die Analyse, die Genette vorschlägt, hat die Erzählung in ihrer Beziehung zur Geschichte und zur Narration zum Gegenstand. Drei Klassen von Bestimmungen gewinnen hier Bedeutung: die Zeit, der Modus und die Stimme. Die Analyse der Zeit, d.h. der temporalen Beziehungen zwischen Erzählung und „Diegese“ (so die Bezeichnung der reinen Erzählung), und des Modus, d.h. der Art der erzählerischen Repräsentation, betreffen die Beziehungen zwischen Erzählung und Geschichte. Die Analyse der Stimme als narrativer Instanz hat dagegen die Beziehungen zwischen Narration und Erzählung bzw. Geschichte zum Gegenstand. Unterscheidet man zwischen eine Pseudo-Zeit der Erzählung (der Erzählzeit) und der Zeit der Geschichte (erzählte Zeit), so kann man drei zentrale Aspekte bestimmen: Ordnung, d.h. die Beziehungen zwischen den Zeitordnungen in einem Text und ihrer Disposition in ihm, Dauer, d.h. das Verhältnis zwischen der Dauer der Ereignisse der Geschichte und der Pseudo-Dauer ihrer Beziehung in der Erzählung, und schließlich Frequenz als Beziehung der Wiederholungen der Geschichte und der Erzählung. Damit hat Genette die zentralen Beschreibungskategorien benannt, die in Detailanalysen diversifiziert werden müssen. Die Ordnung der Zeit konstituiert sich durch verschiedene Anachronien, d.h. von Nichtübereinstimmungen von Erzählung und Geschichte. Neben homo- und heterodiegetischen (auf die gleiche bzw. auf eine unterschiedliche Ebene der Geschichte als die Grunderzählung verweisenden) Analepsen (Rückgriffen) und Prolepsen arbeiten und doppeldeutige Zeitstrukturen schaffen. [...] Weil Genette ein Schema entwirft, das sowohl die Ebene der Narration als auch ihre Verzahnung mit der Erzählung beinhaltet, kann man zwischen einer extra- und einer intradiegetischen Ebene der Narration unterscheiden. Die erste befindet sich außerhabl der reinen Erzählung, der Diegese (so. Z. B. Homer), die zweite situiert sich in ihr (so z. B. im Fall von Odysseus, wenn er als Textfigur erzählt). Zudem kann die Beziehung zwischen Narration und Erzählung hetero- und homodiegetisch sein. Analog können auch die temporalen Beziehungen zwischen Narration und Erzählung bestimmt werden.“ 

[Renner, R. G. und Habekost, E.: Lexikon literaturwissenschaftlicher Werke. Stuttgart: Kröner, 1995,  S. 99-100]

Diegese und Mimesis

Im dritten  Buch von Platons Staat verwendet Sokrates die beiden Begriffe zur Unterscheidung von zwei Arten der Rede. Als Diegese bezeichnet er die Fälle, in denen der Dichter selbst der Sprecher ist und dies auch nicht verheimlichen will, als Mimesis dagegen jene, in  denen der Dichter die Illusion schaffen will, dass er nicht der Sprecher ist. Wenn eine Figur in einem Theaterstück spricht, würde es sich demnach um Mimesis handeln, wenn der Dichter ’selbst’ über Figuren spricht, dagegen um Diegese. Durch moderne Konzepte wie etwa das des impliziten AUTORS wird die Sache allerdings beträchtlich verkompliziert.

In seiner Poetik dehnte Aristoteles den Begriff der Mimesis auch auf die Nachahmung von Handlungen aus, und nachdem diese natürlich in der indirekten Rede wiedergegeben werden konnten, wurde damit Platons doch sehr klare Unterscheidung sehr abgeschwächt.

Im Anhang zur englischen Ausgabe von Aristoteles’ Poetik (Poetics, Oxford 1968) stellt D. W. Lucas fest, dass für Platon und Aristoteles nicht nur Dichtung, Malerei, Bildhauerei und Musik Formen von Mimesis waren, sondern ebenso der Tanz. Er weist außerdem auf die große Bedeutungsbreite des Begriffs hin und die damit verbundene Schwierigkeit festlegen zu wollen, was die Griechen mit Mimesis genau meinten, wenn sie vom Tun der Dichter und Künstler sprachen. Je nach Zusammenhang, so Lucas weiter, ist Mimesis daher mit unterschiedlichen Begriffen wie 'nachahmen', 'hinweisen', 'andeuten' oder 'ausdrücken' zu übersetzen, obwohl die genannten Wörter sich alle auf menschliches Handeln ('Praxis') beziehen.

Seit Aristoteles haben beide Begriffe in verschiedene Terminologien Eingang gefunden, und ihre ursprüngliche klare Bedeutung wurde entsprechend ausgeweitet und modifiziert. So bezeichnet man heute als 'Mimesis' die allgemeine Fähigkeit der Literatur, die Realität nachzuahmen, wobei der Begriff im Sprachgebrauch jener, die in dieser Nachahmung das Wesentliche der Kunst sehen, gelegentlich einen polemischen Beigeschmack erhält – etwa im Sprachgebrauch marxistischer Kritiker, in deren Augen Literatur und Kunst die außerliterarische Realität 'widerspiegeln'.

Mit der Entwicklung der modernen Erzähltheorie ist vor allem der Begriff der Diegese wieder in den Vordergrund gerückt. Verschiedene Theoretiker sprechen im Sinne von Diegese und Mimesis von telling und showing, die beiden Begriffe gehen auf Henry James zurück wurden in der Folge aber von Percy Lubbock übernommen und vereinfacht.

Die Bedeutung von Diegese hat sich damit allerdings stark verschoben. in einem Roman wie zum Beispiel Jane Austens Pride and Prejudice erfährt der LESER Dinge auf dem Wege der Erzählung (telling), nicht durch eine Aufführung, wie im Fall eines Theaterstücks. Man könnte daher das Werk in toto als Beispiel von Diegese betrachten, da selbst die direkte Rede der literarischen Figuren dem Leser erzählt wird. Jedoch wird jeder Leser des Romans zugeben, dass er bei Passagen, in denen durch den Dialog und die Interaktion der Figuren eine dramatische Wirkung erzielt wird, die Existenz des ERZÄHLERS vergisst und das Gefühl hat, unmittelbar Zeuge des Geschehens zu sein. (Man beachte, dass es hier nicht mehr um den Autor, sondern um den Erzähler geht.) Von einer James'schen Perspektive aus gesehen würde man derartige Passagen als showing und nicht telling kategorisieren, so dass, wenn man Diegese und Mimesis als Äquivalente dazu auffasst, Pride and Prejudice nicht ein Beispiel reiner Diegese ist, sondern sowohl diegetische als auch mimetische Elemente enthält. Gérard Genette schreibt dazu:

[K]eine Erzählung kann die Geschichte, die sie erzählt, 'zeigen' oder 'nachahmen'. Sie kann sie nur detailliert, genau, 'lebendig' erzählen und dadurch mehr oder minder die Illusion von Mimesis schaffen, und das ist die einzige narrative Mimesis, denn eine Erzählung, ob mündlich oder schriftlich, ist ein Sprachfaktum, und Sprache übermittelt Bedeutung ohne Nachahmung. (1972a, 185)

In der modernen Erzähltheorie werden die beiden Begriffe auch noch in einer anderen Bedeutung verwendet, nämlich im Sinne von STORY und PLOT, so dass die diegetische Ebene die Ebene der 'Realität' der Story, der erzählten Ereignisse, ist und die mimetische Ebene die des 'Lebens und Bewusstseins des Erzählers'. Genette und Rimmon‑Kenan verwenden beide Diegese als 'im großen und ganzen äquivalent zu „story“ (Rimmon‑Kenan 1983, 47). Durch diese Begriffsausweitung ergeben sich einige terminologische Widersprüche. Wenn nämlich Diegese gleichbedeutend mit Story ist, dann heißt extradiegetisch 'außerhalb der Story' und könnte uns auf das telling der Geschichte verweisen, auf die Kommentare eines Erzählers, der nicht der Welt der Geschichte angehört. Aber damit sind wir beim Gegenteil dessen, womit wir begonnen haben: Sokrates bezeichnete als Diegese jene Fälle, in denen der Dichter selbst der Sprecher ist, was wir im großen und ganzen eben als extradiegetisch definiert haben! In den Schriften von Erzähltheoretikern wie Shlomith Rimmon‑Kenans oder Gérard Genettes ist daher ein extradiegetischer Erzähler ein Erzähler, der, wie in Pride and Prejudice, auf einer anderen narrativen Ebene existiert als die erzählten Ereignisse oder die Story, während ein intradiegetischer Erzähler so dargestellt wird, als existiere er auf derselben Realitätsebene wie die Figuren in der Geschichte, die erzählt wird: ein Beispiel dafür wäre Esther Summerson in Charles Dickens' Bleak House. Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang ist der nicht‑personalisierte Erzähler, wobei es aber auch in diesem Fall noch möglich ist, von einer 'extradiegetischen Erzählung' zu sprechen, da die Erzählung von Dingen 'weiß', von denen die Figuren nichts wissen bzw. wissen können.

In seinem Buch Figures III verwendet G&ard Genette, um, wie er zugibt, die Sache noch weiter zu komplizieren, den Begriff metadiegetisch zur Beschreibung 'des Universums der zweiten Erzählung' und den Begriff Metaerzählung für 'eine Erzählung in der Erzählung' (1972a, 239 Anm. 1).

Die Verwirrung kommt daher, dass eine METASPRACHE eine Sprache über eine Sprache ist – also mit anderen Worten eine 'Rahmensprache', nicht eine Sprache, die ihrerseits in einen Rahmen gesetzt wird. Wohl aus diesem Grund konnten sich Genettes Definitionen bis jetzt nicht weiter durchsetzen (man vergleiche etwa Jean‑François Lyotards Definition der Postmoderne als 'Skepsis gegenüber den Metaerzählungen', womit er Erzählungen über andere und nicht innerhalb von anderen Erzählungen meint: Moderne und Postmoderne). Dabei ist Genette selbst nicht konsequent und folgt in den in Figures I gesammelten Aufsätzen einer anderen Terminologie: Metasprache definiert er darin als 'Diskurs über einen Diskurs' (er nennt als Beispiel die Kritik), Metaliteratur als 'eine Literatur, der als Gegenstand eben die Literatur aufgegeben ist' (1972b, 71). Weniger verwirrend ist der von Rimmon‑Kenan geprägte Terminus hypodiegetisch für die Ebene der eingebetteten Erzählung (1983, 92).

In jüngster Zeit kam von einigen Erzähltheoretikern der Vorschlag, Mimesis und Diegese nicht als zwei einander ausschließende Kategorien zu betrachten, sondern als Kontinuum mit einem vom Erzähler minimal gefärbten und einem vom Erzähler maximal gefärbten Ende.

Weitere Komplikationen ergeben sich auch aus Gerard Genettes Wortprägungen homodiegetisch und heterodiegetisch, mit denen er verschiedene Formen der ANALEPSE oder Rückblende bezeichnet: Während eine homodiegetische Analepse Informationen über dieselbe literarische Figur oder Ereignisfolge oder Umgebung liefert, um die es bereits bis zu diesem Punkt im Text gegangen ist, verweist eine heterodiegetische Analepse auf eine andere Figur, eine andere Ereignisfolge oder eine andere Umgebung zurück als die, um die es bisher gegangen ist. 'In Anbetracht des seltsamen Verhaltens Johns ist es wohl notwendig, einiges über seine Kindheitserlebnisse zu erfahren', leitet eine homodiegetische Analepse ein; 'Wir müssen nun dreißig Jahre zurückgehen, um die Bekanntschaft eines Mannes zu machen, der in unserer Erzählung bisher noch nicht aufgetaucht ist', leitet eine heterodiegetische Analepse ein. Die beiden und eine Reihe verwandter Begriffe lassen sich auch in einem allgemeineren Sinn verwenden. In seinen Ausführungen über die Erzählungen des RAHMENerzählers und Marlows in Heart of Darkness nennt Robert Burden einige dieser Begriffe:

der erste Ramhen-Erzähler ist extradiegetisch und homodiegetisch (als Erzähler steht er außerhalb der Hauptgeschichte, an der er als Adressat aber teilnimmt). Marlow ... ist ... intradiegetisch und autodiegetisch (er befindet sich als Erzähler in der Hauptgeschichte, während er auch deren Hauptprotagonist ist). (1991, 54)

Die Berechtigung dieser Terminologie sei unbestritten, doch ist sie in vielerlei Hinsicht eher verwirrend als klärend (worauf schon die Erläuterungen in den Klammern hindeuten).“

[Hawthorn, Jeremy: Grundbegriffe moderner Literaturtheorie. Tübingen und Basel: Francke, 1994]

Narration

Façon dont, dans un récit, les événements sont relatés par un sujet dit narrateur. Dans une œuvre littéraire, le narrateur est distinct de l'auteur, l'écrivain, même s'il lui arrive d'entretenir avec lui des relations privilégiées. Le narrateur peut se manifester comme tel dans la narration. On parle alors de narration intradiégétique, comme dans Le Grand Meaulnes d'Alain Foumier. Il peut au contraire en être complètement effacé, n'être qu'une voix anonyme qu'on ne sait pas exactement à qui attribuer, par exemple dans les romans de Flaubert. Il est alors extradiégétique. Le narrateur peut être un personnage du récit, comme c'est nécessairement le cas dans l'autobiographie, mais aussi dans certains romans, comme Manon Lescaut Des Grieux est tout à la fois narrateur et personnage. On dit alors qu'il est homodiégétique. Il peut au contraire en etre distinct, tel le narrateur des Faux‑Monnayeurs de Gide. Il est alors hétérodiégétique. Ces catégories peuvent se combiner: ainsi le narrateur du Moulin de Pologne de Giono est‑il tout à la fois intradiégétique et hétérodiégétique, puisque, s'il se manifeste dans la narration, il ne joue pas de rôle dans l'histoire. La relation du narrateur au personnage détermine le point de vue. Le narrateur s'adresse, implicitement, ou explicitement, à un destinataire, que l'on appelle parfois un narrataire. Il est intéressant dans une narration d'étudier l'image de ce destinataire, figure du lecteur dans le texte. Il peut être évoqué dans le texte, comme dans La Modification de Butor qui s'adresse à  un vous omniprésent, qui est en même temps un personnage du roman. Il peut à l'inverse ne représenter qu'une sorte d'horizon, et n'être constituable qu'à travers les détails choisis par le narrateur, qui agence son récit en partie en fonction de lui.“

[Gardes‑Tamine, J. / Hubert, M‑C.: Dictionnaire de critique littéraire. Paris: Armand Colin, 1993, p. 130]

Diégesis

Diégesis es un término de origen griego (diégesis) comúnmente emparejado con el de mímesis. Significa, respectivamente, relativo e imitación y se emplean hoy en la estilística y, por supuesto, en teoría de la literatura para designar grados diferentes de distancia narrativa (Genette, 1966: 193-95; Genette, 1972: 162-63). En su República, Platón diferencia tres tipos de discurso: el diegético, el mimético y el compuesto (392d-394c). En el primero de ellos, el poeta habla en su propio nombre; en el segundo, el poeta habla pero haciéndonos creer que oímos la voz de sus personajes; y en el tercero se da una combinación de ambos. Esta dualidad entre ‘diégesis’ y ‘mímesis’ resurgió a principios del siglo XX en la crítica anglonorteamericana de la narración bajo las denominaciones de telling y showing, es decir, el tipo de novela dominada por un narrados omnisciente clásico frente a la novela dramática patrocinada por el novelista Henry James y sus seguidores (Álvarez Amorós, 1991: 9-10 y 102-107). A partir del término ‘diégesis’, Gérard Genette acuñó los adjetivos homodiegético, heterodiegético, extradiegético e intradiegético con los que llevar a cabo una taxonomía del narrador (1972: 227-31 y 243-62). Los dos primeros equivalen, de modo respectivo, a los narradores en primera y tercera personas, mientras que los dos últimos se aplican, también respectivamente, al narrador que cuenta el nivel principal del relato y a aquel que actúa dentro de dicho nivel (por ejemplo, el narrador principal de Canterbury Tales, Geoffrey Chaucer, frente a los múltiples narradores que cuentan sus propios relatos dentro de esta obra).”

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 181-182]

“Los conceptos de poiesis y de mímesis son centrales en la teoría de Aristóteles. El primer término engloba a la poesía, la música y la danza, aunque es poco claro respecto de las artes plásticas. Se usa, más restringidamente, como arte verbal. El quehacer específico del artista, lo que lo define como tal, es la acción de mimetizar. Por su parte, la mímesis refiere al carácter modelizador de los sistemas artísticos. No es mera construcción imitativa, como la diégesis platónica, sino la elaboración de un modelo nuevo del mundo, obtenido en y mediante un proceso de deconstrucción y manipulación del código de la lengua regido por el código literario particular adoptado por el artista.

Aristóteles asume la propuesta de su maestro, pero la transforma. Platón define la poesía como diéguesis de cosas pasadas, presentes o futuras. Es decir, como la construcción imitativa que presenta o expone cosas pasadas, presentes y futuras. Platón distingue tres tipos de diéguesis que sirven de partida para la delimitación de los géneros: en primer lugar, la diégesis simple, que se caracteriza porque las acciones verbales y no verbales de los personajes son referidas por el poeta, porque hay una drástica reducción de la información escénica y porque hay una total hegemonía de la voz de un informante que absorbe y traduce en su registro todos los discursos de sus personajes. El ejemplo que usa Platón para este género es el ditirambo. En segundo lugar, la diégesis a través de la mímesis, que se caracteriza porque las acciones verbales y no verbales de los personajes son ejecutadas por éstos sin mediación de las palabras del poeta... como en la tragedia y la comedia.

Por último, la diégesis mixta en la que alternan los relatos de acciones (diéguesis simple) con la presentación inmediata de las acciones de los personajes (discurso directo de la diéguesis a través de la mímesis), como en la epopeya.

Para Aristóteles la diégesis simple y la diégesis mixta de Platón son subsumidas en una única categoría mayor, y por tanto, de los tres géneros usuales aceptados modernamente - el épico, el lírico y el dramático -, sólo habría dos grandes tipos justificables desde las fuentes griegas. La moderna lírica no existiría en este esquema. La narración supone que es posible mimetizar las mismas cosas narrándolas tanto en discurso indirecto, como hace Homero en su diégesis simple, o en una mezcla de discurso directo e indirecto, como en la epopeya de diégesis mixta. El segundo género aristotélico, el drama, corresponde a la diégesis a través de la mímesis y presenta a los mimetizados obrando, en acción, como en la tragedia.”

[Alfredo Elejalde F [Lima]. En: http://macareo.pucp.edu.pe/~elejalde/cursos/aristoteles.html]