COMPUTERLINGUISTIK

Lingüística computacional

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Kognitive Linguistik / Gerhirn / Gehirn und Sprache / Sprache und Realität

 

Computerlinguistik

[Auch: Automatische Sprachbearbeitung, Informationslinguistik, Linguistische Datenverarbeitung, Linguistische Informationswissenschaft, Maschinelle Sprachverarbeitung, Prozedurale Linguistik, Sprachdatenverarbeitung].

Disziplin zwischen Linguistik und (angewandter) Informatik, die sich mit der maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprachen (auf allen Beschreibungsebenen) befasst. Forschungsschwerpunkt:

(a)  Entwicklung von Formalismen zur präzisen und maschinell interpretierbaren Repräsentation linguistischer Erkenntnisse bzw. Modelle (Definite-Clause-Grammar, Wissensrepräsentation);

(b)  Entwicklung von Analyse- und Generierungsverfahren für natürlich-sprachliche Texte (Parsing, Maschinelle Übersetzung, Sprachgenerierung);

(c) Modelle zur Simulierung sprachlichen Verhaltens (z. B. für Dialogstrategien, Frage-Antwort-Systeme);

(d)  Werkbanken für Grammatikmodelle u. ä., die das Austesten von Regel(systeme)n ermöglichen, und

(e)  Programme zur Sammlung und statistischen Auswertung großer Mengen von Sprachdaten, z.B. für automatische Lemmatisierung (Zuweisung von Wortformen zu den jeweiligen Lexemen), zur Erstellung von Häufigkeitswortlisten, für die automatische Indexierung nach bestimmten Stichwörtern, zur Erstellung von Konkordanzen (Wortlisten mit Kontext).“  [Bußmann, S. 153-154]