CARTESIANISCHE LINGUISTIK

Lingüística cartesiana

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Mentalismus / Innatismus / Behaviorismus / Generative Transformationsgrammatik / Ideen / Angeborene Ideen / Platonismus / Chomsky / Logizismus / Begriff / Energeia

 

Cartesianische Linguistik

Besonders von N. Chomsky wieder entdeckte Sprachtheorie Descartes’, nach der die angeborenen Ideen nicht aus den äußeren Objekten, sondern aus der Denkfähigkeit des Menschen hervorgehen. Eine ähnliche Auffassung vertritt die Grammatik von Port Royal (Arnauld 1662) und die Sprachtheorie W. v. Humboldts, nach dem das Wesen der Sprache in der Energeia gründet.“ [Heupel, Carl, S. 41]

Cartesianische Linguistik [Cartesius = latenischer Name von Descartes].

Bezeichnung von N. Chomsky für jegliche an dem frz. Philosophen R. Descartes (1598-1650), der Schule der Grammatik von Port Royal, J. G. Herder und W. v. Humboldt orientierte (rationalistische) Sprachauffassung, wie sie seinem Modell der generativen Transformationsgrammatik zugrunde liegt. Die C. L. die hinsichtlich der kognitiven (speziell der sprachlichen) Entwicklung des Menschen von „angeborenen Ideen“ ausgeht, steht im Gegensatz zu empiristischer Sprachauffassung, die die sinnliche Wahrnehmung (also Erfolg und Lernen) als Quelle jeglicher Erkenntnis postuliert. Zur Kritik an Chomskys Rückgriff auf den Rationalismus vgl. E. Bense (Mentalismus in der Sprachtheorie Noam Chomskys. Kronberg, 1973).“ [Bußmann, H., S. 145]