AUGMENTATIVA  

Aumentativos

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Amplifikation

 

=

Vergrößerungsformen 

¹

Diminutiva / Verkleinerungsform

 

„Den Gegensatz zu den Diminutiva bilden die Augmentativa (von lat. augmentare ‘vermehren’); sie bezeichnen nicht die ‘Kleinheit’, ‘Vertrautheit’ usw. einer Sache oder eines Lebewesens, sondern im Gegenteil dessen ‘Größe’, ‘Fremdheit’ oder sogar ‘Bedrohlichkeit’. Im Deutschen ist im Gegensatz zu anderen Sprachen [z. B. Spanisch] kein durchgehendes Bildungsverfahren für Augmentativa vorhanden. Die einzige morphologische, zugleich jedoch eng begrenzte Möglichkeit zur Bildung von Augmentativa besteht in der Verwendung des Präfixes Un-: Unmenge, Unsumme, Untiefe, Unzahl. Da dieses Präfix jedoch gleichzeitig verwendet werden kann, um den semantischen Gehalt eines Wortes zu negieren (unschön, unsicher usw.), ist sein Gebrauch zur Bildung von Augmentativa im wesentlichen auf die genannten Beispiele beschränkt.

Die fehlende systematische Möglichkeit zur Augmentativbildung kann im Deutschen gelegentlich durch Bildungen mittels riesen-  oder über- ersetzt werden (Riesenmenge, Überfülle), die häufig als Augmentativa bezeichnet werden; aber auch diese Möglichkeit ist begrenzt.“ 

[Hentschel / Weydt: Handbuch der deutschen Grammatik, S. 175-176]

«Augmentativbildung

[Auch: Amplifikation, Vergrößerungsform]

1.    Desubstantivische oder Deadjektivische Ableitungen mittels bestimmter Suffixe (vor allem in den südromanischen Sprachen), die eine Vergrößerung des ursprünglich bezeichnenten Gegenstandes anzeigen, vgl. ital. naso vs. nasone (“große Nase”), span. hombre vs. hombrote “großer Mann”.

2.    Im Dt. wird dieser Terminus auf eine große Zahl emotional gefärbter Präfixoide angewandt, die (bes. in der Jungendsprache) der Ausdrucksverstärkung dienen, z.B. Riesen., Spitzen-, Bomben-, Höllen-, Mord-, Pfunds-; sau-, hoch-, tod-, stock-, vgl. Risenspaß, Spituengehalt, Mordshunger; sauwohl. Auch Präfixe können den Basisinhalt steigern: Un-menge, ur-plötzlich, erz-reaktionär.» [Bußmann, H., S. 111]

«Aumentativo

[A. Vergrößernd; I. Augmentative, Amplificative; F. Augmentatif]

1.    Sufijo aumentativo. Es el que añade al nombre la noción de gran tamaño. Son en español: -ón, -azo, -acho, -ote, con los femeninos correspondientes.

2.    Con este término se designa el nombre provisto de sufijo aumentativo: hombrón, caserón, son aumentativos.»

[Lázaro Carreter, F.: Dicc. de térm. filológ., p. 67]

«Aumentativo

1. Afijo que expresa la noción de “tamaño grande”, v.g. cas-aza, mujer-ona, muchach-ote. Los afijos aumentativos a menudo tienen un carácter apreciativo: Luis-ón, pi-azo, guis-ote. (Cf. Apreciativo, Despectivo, Diminutivo.)

2. Palabra derivada que incluye un afijo aumentativo.»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 55]