ATTRIBUTSÄTZE  

Oraciones subordinadas adjetivas

(Recop.) Justo Fernández López

 

= Satzartige Konstrukte in der Funktion eines Attributs.

 

Vgl.:

 Oraciones sustantivas

 

Attributsätze: Gliedsätze (Nebensätze), die ein Nomen/Substantiv (Haupt-, Ding-, Namen- bzw. Nennwort) näher bestimmen. Es gibt zwei Formen:

§                    - den Relativsatz (Bezugssatz), der mit der, die, das; welcher, welche, welches eingeleitet wird,

§                    - den eingeschobenen Hauptsatz, der Parenthese (Einschub) heißt

§                    (Der Einschub [inciso] wird oft durch Gedankenstriche statt durch Kommas gekennzeichnet).

§         [Bünting, K.-D. / Eichler, W.: Grammatik-Lexikon. Frankfurt a. M.: scriptor, 1989, S. 27]

Satzgefüge

Ein Satzgefüge bilden heißt, Sätze in andere Sätze einfügen und unterordnen. Die untergeordneten Sätze stehen an der Stelle von Satzgliedern und heißen deshalb Gliedsätze; in manchen Grammatiken nennt man sie Nebensätze. 

dass-Sätze > Gliedsätze (Nebensätze), die an der Stelle von notwendigen Satzgliedern stehen. Weil die dass-Sätze Inhalte von notwendigen Satzgliedern wiedergeben, nennt man sie auch Inhaltssätze.

dass-Sätze können an der Stelle von Subjekt (Satzgegenständen), Objekten (Ergänzungen) oder Prädikativen (Satzaussagen mit ist) stehen. Man nennt sie deshalb auch Subjektsätze, Objektsätze und Prädikativsätze.

Sätze an der Stelle von Subjekten, Objekten und Prädikativen:

1.         Dass du mitkommst, freut mich.                                                           

            Frage: Wer / was freut mich? Dass du kommst  = Dein Mitkommen.         Also: Subjektsatz

2.         Der Wetterbericht sagt voraus, dass die Sonne scheint.

            Frage: Wen / was sagt der Wetterbericht voraus? Dass die Sonne schient =

            Der Wetterbericht sagt den Sonnenschein voraus.     Also: Objektsatz für Akkusativobjekt

3.         Pech ist, dass du den Fuß verstaucht hast.

            Frage: Wer / was ist Pech?  Dass du den Fuß verstaucht hast  = 

            Pech ist der verstauchte Fuß.   Also: Prädikativsatz

4.  Besonderheit: es gibt Sätze mit dass, die Adverbialsätze sind. Bei diesen Sätzen kann man für dass auch  damit gebrauchen:  Ich habe das Radio angestellt, dass/damit ich den Wetterbericht hören kann.

Sätze an der Stelle von Attributen:

Beispiel eines Attributsatzes (Gliedsatz an der Stelle einer Beifügung):

Tina, die fast nie zu spät kommt, hat heute den Bus verpasst  =

Die fast nie zu spät kommende Tina hat ...

Weil die Attributsätze meistens mit einem Relativpronomen (Beziehungsfürwort) eingeleitet werden, heißen sie auch Relativsätze (Bezugssätze).

Sätze an der Stelle von Adverbialen:

Beispiel eines Adverbialsatzes (Gliedsatz an der Stelle einer Umstandsbestimmung):

Weil es stark schneite,

 

 

nahmen wir die Straßenbahn.

Wegen des starken Schneefalls

 

Weil die Adverbialsätze meistens durch eine Konjunktion eingeleitet werden, heißen sie auch konjunktionale Gliedsätze.“   

[Bünting, K.-D. / Eichler, W.: Grammatik-Lexikon. Frankfurt a. M.: scriptor, 1989, S. 148-149]

Attributsätze sind satzartige Attribute. Attribute sind Satelliten von beliebigen Wörtern außer Verben. Attributsätze kommutieren mit einfachen Attributen:

 

Die Frau, die am 7. Juli 1962 geboren wurde.

Die am 7. Juli 1962 geborene Frau.

Die Frage, was aus deiner Schwester geworden ist.

Die Frage nach dem Schicksal deiner Schwester.

 

Attributsätze werden oft verwechselt mit Gliedsätzen (Ergänzungs- oder Angabesätzen), die ein Korrelat haben. Zwar haben Attributsätze jeweils ein Bezugselement im Obersatz, das dem Korrelat entspricht, aber Korrelate lassen sich auf Grund ihrer begrenzten Selbstständigkeit und ihrer dominierenden Verweisfunktion leicht aussondern. Attribute, und damit auch Attributsätze, liegen nur vor, wenn ihr Bezugselement kein Korrelat ist. Der Unterschied zwischen Attributsätzen und Ergänzungs- bzw. Angabesätzen mit Korrelat wird aus folgenden Beispielpaaren deutlich:

Attribut: Mich beunruhigt die Tatsache, dass er so viel trinkt.

Subjektsatz mit Korrelat: Mich beunruhigt es, dass er so viel trinkt.

Attributsatz: Wir bekommen die Wohnung nur unter der Voraussetzung, dass sie unterschreibt.

Konditionalsatz mit Korrelat: Wir bekommen die Wohnung nur dann, wenn sie unterschreibt.

Ausdrucksform der Attributsätze sind Subjunktorsätze, Infinitivsätze, Interrogativsätze mit Fragwort, Hauptsätze in Nebensatzfunktion, Relativsätze und Partizipialphrasen (als Apposition).

Attributsätze stehen prinzipiell rechts von ihrem Bezugswort.“ [Engel, U.: Deutsche Grammatik, S. 290]

Attributsatz. Nebensatz (Gliedteilsatz, Konstituentensatz) in der syntaktischen Funktion eines Attributs. In formaler Hinsicht werden Attributsätze realisiert als Relativ-, Konjunktional-  oder Komparativsatz.“ [Bußmann, H., S. 109]

Attributsätze sind Nebensätze, die sich als Attribute auf einen anderen Satzteil beziehen. Sie können durch Relativpronomina (Der Spion, der aus der Kälte kam), Pronominaladverbien mit wo- (Das, worauf ich anspiele) und Konjunktionen wie z.B. als in Der Moment, als seine Mutter hereintrat eingeleitet werden. Uneingeleitete (asyndetische) Relativsätze wie im Englischen (The man I saw yesterday) gibt es im Neuhochdeutschen nicht mehr; es gab sie aber im Althochdeutschen, wo Konstruktionen des Typs den weg sie faran scoltun, ‘den Weg, den sie reisen sollten’ durchaus anzutreffen sind. Darüber, ob solche Bildungen eine ältere Form der Relativsätze repräsentieren, die ursprünglich im Germanischen vorherrschte, gehen die Meinungen auseinander. [...] Helbig/Buscha (1984: 670) sind der Meinung, dass alle Nebensätze außer den weiterführenden Attribute zu einem Wort des übergeordneten Satzes darstellen und dass jeder Nebensatz einen Attributsatz darstellt; Bezugswort könne auch ein nicht realisiertes Korrelat sein. So werden von Helbig/Buscha (1984: 671) Subjektsätze als Hinzufügungen zu einem Korrelat oder einem bedeutungsarmen Substantiv aufgefasst. Z. B. würde der Subjektsatz in Dass du morgen Geburtstag hast, freut mich als Bestimmung zu einem nicht realisierten Korrelat (etwa: die Tatsache) aufgefasst (Die Tatsache, das du morgen Geburtstag hast, freut mich). Entsprechend würde der Objektsatz Ich will, dass du kommst als Bestimmung eines Korrelats es (Ich will (es), dass du kommst) angesehen, und ein temporales Adverbialsatz würde ein nicht realisiertes dann näher bestimmen: Er kam (dann), als alles längst vorbei war.

Diese Interpretation ist angreifbar. Man kann dagegen anführen, dass man in einigen Fällen Korrelate einsetzen muss, die den Satz nicht vervollständigen, sondern unhandlich und unidiomatisch machen (Ich weiß (es), dass du keine Lust hast). Außerdem ist diese Lösung inkohärent, da ja auch bei den normalen Korrelaten die davon vertretene Satzteile nicht Attribute darstellen. Statt also Subjektsätze als Attribute zu nicht realisierten Korrelaten zu interpretieren, fassen wir sie als normale Subjekte auf und behandeln dass du morgen kommst in dass du morgen kommst, freut mich in der gleichen Weise als Subjekt wie Dein Kommen oder Deine Ankunft in Dein Kommen/deine Ankunft freut mich. Entsprechendes gilt für die übrigen Gliedsätze.“ [Hentschel / Weydt, 1994, S. 376-378]

«Attributsatz im engeren Sinn

Alle Nebensätze gelten als Attributsätze im weitesten Sinne des Wortes. Attributsätze im engeren Sinne sind Sätze, die verbunabhängig sind und sich n der Oberfläche auf ein Substantiv beziehen (ebenso wie Attribute selbst Ergänzungen zu einzelnen Wörtern, nie zum Verb sind). Dabei sind 3 Klassen zu unterscheiden:

(1) Attributsätze im engeren Sinne, die sich auf ein vollsemantisches Substantiv beziehen, der Verknüpfung nach Relativsätze sind und zusammen mit dem übergeordneten Satz auf zwei Grundstrukturen zurückzuführen sind:

Ich brauche das Buch, das im Schaufenster liegt.

< Ich brauche das Buch. Das Buch liegt im Schaufenster.

(2) Nebensätze, die nur an der Oberfläche Attributsätze sind, der Verknüpfung nach Konjunktionalsätze darstellen, sich auf Nominalisierungen von Verben beziehen und in der Grundstruktur als Objekt- bzw. Subjektsätze anzusehen sind:

Er hat die Hoffnung, dass sie kommt.

< Er hofft, dass sie kommt.

(3) Nebensätze, die ebenfalls nur an der Oberfläche Attributsätze sind, der Verknüpfung nach Konjunktionalsätze darstellen, sich jedoch auf bedeutungsleere (nicht vollsemantische, sonder weglassbare) Substantive beziehen, die sich ähnlich wie Nominalisierungen von Verben verhalten:

Die Tatsache, dass er kommt, hat mich überrascht.

> Dass er kommt, hat mich überrascht.

Bei den unter (1) genannten Attributsätzen im engeren Sinne (die Relativsätze sind) ist in inhaltlicher Hinsicht zwischen 2 Subklassen zu differenzieren:

(1) Ein restriktiver Attributsatz liegt vor, wenn der Hauptsatz ohne den eingebetteten Nebensatz im gegebenen Kontext missverständlich ist, der Nebensatz also einen Gegenstand von anderen Gegenständen der gleichen Klasse unterscheidet, d.h. spezifiziert oder einschränkt.

Ich kaufe das Buch, das im Schaufenster liegt.

> Ich kaufe dasjenige Buch, das im Schaufenster liegt.

(2) Ein nicht-restriktiver Attributsatz ist eine vom Kontext her nicht notwendige Ergänzung, ist ein zweites logisches Prädikat, bieten eine zusätzliche Information zur Sache und erläutert sie. An Stelle des bestimmten / unbestimmten Artikels beim Bezugswort im Hauptsatz kann das demonstrative Artikelwort dieser / jener stehen. Der nicht-restriktive Attributsatz hat Parenthese-Intonation, d.h., es entsteht eine Pause zwischen Hauptsatz und Nebensatz.

Das Auto, das mit großen Kisten beladen war, fuhr an uns vorüber.

> Dieses Auto, das mit großen Kisten beladen war, fuhr an uns vorüber.»

[Helbig, G. / Buscha, J.: Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Berlin:  Langenscheidt, 141991, § 18.4.2.6]

„Las oraciones transpuestas a sustantivo por la conjunción que son susceptibles de cumplir todas las funciones propias de aquel, y adoptan en cada caso los índice oportunos. Dejando ahora las oraciones transpuestas a función de adyacente circunstancial (que coinciden con las adverbiales), se considerarán ahora los casos en que las oraciones transpuestas  desempeñan el papel de sujeto explícito o de objeto directo, indirecto o preposicional. Se elimina la posibilidad de que la oración transpuesta aparezca en el oficio de atributo, ya que los ejemplos que se aducen son discutibles. Así, en la oración Mi mayor deseo es que mi obra triunfe, el segmento segregado que mi obra triunfe no puede ser atributo: si lo fuese, sería posible su sustitución por el referente pronominal de esa función y se diría Lo es mi mayor deseo, que resulta expresión anómala; en cambio, sí sería normal Lo es que mi obra triunfe, donde lo representa al atributo mi mayor deseo y donde que mi obra triunfe actúa como sujeto explícito.“

[Alarcos Llorach, E.: Gramática de la lengua española. Madrid, 1994, p. 326]

Terminología de Alarcos Llorach:

Oración transpuesta = Nebensatz / untergeordneter Satz

Atributo o predicado nominal = Prädikatsnomen

La oración de relativo puede desempeñar también funciones de atributo 1, si bien casi siempre en caso de estructuras ecuacionales.

Es el poeta quien suele ver más claro en el futuro.

Nuestro siglo es, acaso, el que más se ha escuchado a sí mismo.

La resignación de Segovia es la que tienen los monarcas en sus palacios.

Lo que hay que mirar en un hombre es lo que hay dentro de su cabeza.

Mi acento cerrado sería lo que chocase en mí.

Cuando en estas construcciones el sujeto explícito es un sustantivo personal de primera o segunda persona, puede ocurrir que el verbo de la oración relativa sustantivada en función de atributo adopte la concordancia de persona. Así, en este ejemplo de Cervantes:

Yo, Dorotea, soy el que me hallé presente a las sinrazones de don Fernando, y el que aguardó a oír el sí que de ser su esposa pronunció Luscinda.

coexisten las dos posibilidades: la concordancia de persona (yo - soy - hallé) y la no concordancia (yo - soy - aguardó). Ambas son usos generales, determinados probablemente por la actitud más o menos afectiva y participadora del hablante. Otros ejemplos:

No fui yo quien mató a Peter Anderson.

He sido yo la que los ha pedido.

Si es que fui yo la que pedí los cacahueses.

[Alarcos Llorach, E.: Gramática de la lengua española. Madrid, 1994, p. 335]

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1       Emilio Alarcos Llorach verteht unter atributo das ‘Prädikatsnomen’, und unter adyacente das ‘Attribut’ (Beifügung)

«Oración subordinada adjetiva

Oración subordinada que desempeña la función de un adjetivo con respecto a un nombre.

Habitualmente, este término se usa como sinónimo de ‘oración subordinada de relativo’. Nótese, no obstante, que hay oraciones adjetivas, como las oraciones participiales

el libro escrito por Cervantes,

que no tienen la forma de una oración de relativo, así como oraciones de relativo que no son adjetivas, como las relativas apositivas que modifican a una oración

Llegó tarde, lo cual nos molestó mucho

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 86]

«Oración subordinada de relativo o relativa

Oración subordinada introducida por un pronombre o un adverbio relativo. Puede ser especificativa, si restringe el conjunto de elementos denotado por el nombre al que modifica (Los estudiantes que fueron aceptados en la Facultad celebraron su triunfo), o explicativa, si funciona como una aposición (Los estudiantes, que fueron aceptados en la Facultad, celebraron su triunfo).»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 87]