ANALOGIE

Analogía

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Symbol / Mythos / Begriff / Bild / Phantasie / Ideologie  / Metapher

 

Analogiewirkung (gr. analogie = Übereinstimmung)

Systemimmanente Angleichungstendenz einander ähnlicher sprchl. Elemente zugunsten größerer Einheitlichkeiten; z.B.: (des) nachts in Analogie zu (des) tags, abends, morgens, obwohl Gen. des alten femininen Wurzelnomens Nacht noch heute der Nacht_ lautet; Analogiewirkung ist wichtige Ursache historischen Sprachwandels; z.B.: mhd. ich half, wir hulfen > nhd. ich half, wir halfen.“

[Winfried Ulrich: Wörterbuch.. Linguistische Grundbegriff., S. 14]

„Wittgenstein findet in Spengler nicht nur einen Verwandten des Geistes, der sine Entfremdung von der zivilisatorischen Umwelt mit den Niedergangserscheinungen weltgeschichtlicher Epochen erklärt, sondern den Schöpfer jener Gedankenbewegung, die ihm als das methodologische Werkzeug der Untersuchung von Sprachspielen am geeignetsten scheint.

Das Postulat, das Wittgenstein dabei benützt, lautet: «Nimm nicht die Vergleichbarkeit, sondern die Unvergleichbarkeit als selbstverständlich hin.» (Wittgenstein, L.: Vermischte Bemerkungen. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1977 (1948), p. 141). D. h., um überhaupt zwei Phänomene miteinander zu vergleichen, bedarf es eines Prinzips, das die Vergleichbarkeit dieser Phänomene rechtfertigt. In der Tat rechnet Wittgenstein zu seinen wichtigsten Methoden, sich «dem historischen Gang der Entwicklung unseres Gedanken anders vorzustellen, als er in Wirklichkeit war» (p. 77). Um das zu tun, muß man, so meint er, die kausale Betrachtungsweise verlassen, die einen immer nur dazu führt, zu sagen, «so müsste es geschehen», und zu jenem Möglichkeitsraum vordringen, der verschiedenen Realisierungen eine Platz einräumt.”

[Haller, Rudolf: Fragen zu Wittgenstein und Aufsätze zur Österreichischen Philosophie. Amsterdam: Rodopi, 1986, S. 177-178]

Analogisch – Katalogisch - Dialogisch

Aus Vergleichen von Träumen mit Märchen, mit Sagen und Mythen sind mir drei unterscheidbare Denkweisen aufgefallen, ohne zu wissen, dass schon de Saussure «Sprache» von «Gesprochenem» differenziert hatte. Lévi-Strauss nimmt an, dass sich diese Differenzierung «mit Hilfe von Zeitsystemen» begreifen ließe, denn «auch der Mythos» ließe sich «durch ein Zeitsystem definieren».

Die drei Denkweisen, die ich als «analogisch», «katalogisch» und «dialogische Denkweise» bezeichnet habe, schienen mir mit den drei Seinsweisen der Sprache, die Buber formuliert hatte, verwandt zu sein. Ebenso entsprachen die Buberschen Vorstellungen denen von de Saussure, die Lévi-Strauss als «komplementäre Aspekte» der Sprache bezeichnet hat, zu denen ich als drittes – zu «Sprache» und «Gesprochenem» – «die Sage» hinzufügen möchte. Lévi-Strauss schrieb, dass die Sprache «ins Gebiet einer umkehrbaren Zeit, und das Gesprochene in das einer nicht umkehrbaren Zeit gehöre». Nur aus nicht umkehrbarer Zeit kann gefolgert werden. Aus der Umkehrbarkeit der Zeit dagegen ergibt sich als Schluss – der Zufall.

Der «potentielle Wortbesitz» erweist sich als Ausdruck des analogischen Denkens, und in dem «präsenten Wortbestand» äußert sich katalogisches Denken. Die dialogische Denkweise endlich «weiß» von dem «Wort, das gesprochen wird» - in der Sage. Das Wort, das so gesagt wird, dass es analogisch und katalogisch so gehört werden kann, wie es gesprochen wurde, stiftet den Dialog.

Heute verstehen wir unter «logisch», dem Logos folgend, einen Ablauf, eine dem Kausalgesetzt unterworfene Folge in der Zeit. Davon muss unterschieden werden, was wir analogisch begreifen, was unabhängig von einem zeitlichen Ablauf in Analogie, in Entsprechung zu etwas, steht. Dazu verdanken wir Lukian ein klassisches Beispiel:

Die Kelten hätten sich Herakles als Greis vorgestellt und ihn künstlerisch festgehalten, wie er eine stattliche Menge von Menschen hinter sich herziehe. Alle diese Menschen waren an ihren Ohren mit zarten Gold- und Bernsteinfäden angebunden, deren andere Enden an der Zungenspitze des Helden mündeten. Ein Kelte habe ihn vor diesem Bild gelehrt, dass sein Volk sich Logos nicht wie die Griechen in Hermes, sondern in Herakles vorstelle.

Aus diesem Bild wird unter anderem deutlich, dass Individuum und Sozietät in einer Entsprechung steht und nur analogisch begreifbar bzw. dialogisch verständlich sein kann. Lévi-Strauss schreibt: «Nichts ähnelt dem mythischen Denken mehr als die politische Ideologie» (Strukturale Anthropologie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1967, S, 23).

Abwertend wird dieses Denken als akausal oder als prälogisch bezeichnet, aufwertend oder überbewertend wird es als symbolisch oder archaisch verstanden. Ich unterscheide zwischen ana- und katalogischem Denken, um den Gegensatz zu verdeutlichen. Analogisch denken Kinder  und lassen sich Träume Erwachsener einsehen. Analogisch verläuft keine Zeit. Katalogisch dagegen wird, zeitlich von – bis, denkend vorangeschritten, aus Ursachen kann auf Wirkungen geschlossen werden – und Träume erscheinen als Schäume.

Das sogenannte naturwissenschaftliche Denken ist katalogisches Denken. Aus ihm ist eine Verständigung besonders dann erschwert, wenn ein Gesprächspartner z.B. von seinen – analogisch geprägten – Wahnideen berichtet.

Aus katalotischem Denken wird den Dingen und Prozesse ein Name gegeben. Heraklit hat mit Recht davor gewarnt; denn Namen treffen entweder zufällig, d.h. analogisch zu – nomen est omen -, oder sie resultieren aus einer Allegorie. In katalogischen Denken darf es aber keinen Zufall geben. Zufall versteht sich als etwas, das im Raum – in einem Augenblick – zusammenfällt. Und der «Augenblick» ist zwar ein zeitentsprechender, aber ein analogischer Begriff.

In und aus analogischem Denken gibt es keinen Zeit-«Verlauf», sondern Dauer. Das heißt z.B. im Märchen, «und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute». Wenn es keinen Zeitablauf gibt, sind Ursachen und Wirkungen umkehrbar. Daher gilt, statt des Kausalgetzes des katalogischen Denkens, in dem analogischen Denken «das Umkehrgesetz». Aus ihm begründet sich Sinn und Gegensinn des Denkens und der Worwahl.

Parmenides liess einst nur katalogisches Denken gelten. [...] Heraklit, weniger alternativ als Parmenides denkend, hat vor einem Zusammenhang von Gegensätzem geschrieben und angenommen, dass die Menschen irrten, wenn sie den Dingen einen Namen gäben. Sie sagten etwa «Tag» und vergäßen, dass «Tag» etwas sei, das aus der «Nacht» entstanden sei und in der «Nacht» wieder vergehe. [...] Heraklit vermengte die beiden Denkweisen. Analogisch sind Tag ohne Nacht und Nacht ohne Tag nicht denkbar, aber katalogisch geht der Tag weder aus der Nacht hervor noch vergeht er in ihr. In dialogischem Denken dagegen entspricht «der Tag» des Heraklit dem Bewusstsein eines Menschen, der aus dem Schoss der Mutter, wie aus dem Dunkel einer Nacht – auferstanden nach seinem Tod als Fetus – geboren wird und das in einer Nacht, wie in dem Dunkel des Todes  sterbend – vergeht.

Aus ana- und dialogischem Denken stammen viele Anthropomorphismen, die missverstanden werden müssen, wenn sie katalogisch verwendet werden. Der Spaltung des Denkens in ana- und katalogisches Denken, aus der dialogisches Denken erschwert, wenn nicht unmöglich ist, hat Bleuler – wenn auch aus völlig anderer Entsprechung – mit dem Begriff «Schizophrenie» einen – analogisch zutreffenden – Namen gegeben.

Aus analogischem Verständnis stehen Tag und Nacht zeitlos neben-, gegen- und füreinander, sich gegenseitig bedingend in einem «Gegensinn der Urworte», von dem Abel berichtet hat. Freud hat sich auf ihn berufen, als er «Die Traumdeutung» schrieb. Dort heißt es, «das Verhalten des Traumes gegen die Kategorie von Gegensatz und Widerspruch» sei zufällig. Dieser werden «schlechtweg vernachlässigt», das «Nein» schiene es «für den Traum nicht» zu geben. «Gegensätze werden mit besonderer Vorliebe zu einer Einheit zusammengezogen oder in einem dargestellt. Der Traum nimmt sich auch die Freiheit, ein beliebiges Element durch seinen Wunschgegensatz darzustellen, so dass man zunächst von keinem eines Gegenteils fähigen Element weiss, ob es in dem Traumgedanken positiv oder negativ enthalten» sei.

In vielen Wörtern und Begriffen kommt der Gegensinn dessen zum Ausdruck, was sie eigentlich logisch, katalogisch beinhalten. Beispielsweise lässt das Wort «Ab-Sicht» wortgemäß Hinsicht oder gar Zuversicht verstehen, obwohl es aussagt, dass derjenige, der etwas absichtlich macht, davon absieht. Weniger im Wort als aus der emotionellen Stimmung, die das Wort oder der Begriff auslöst, wird eine Enttäuschung meist negativ regristriert, obwohl sie doch eine Täuschung beseitigt, also positiv erfass werden könnte.

In einer weiteren Arbeit, «Über den Gegensinn der Urworte», zitiert Freud nochmals Abel: «Wenn das ägyptische Wort ken ‘stark’ bedeuten soll, steht hinter seinem alphabetisch geschriebenen Laut das Bild eines aufrechten, bewaffneten Mannes; wenn dasselbe Wort ‘schwach’ auszudrücken hat, folgt den Buchstaben ... das Bild eines hockenden lässigen Menschen.» [...]

Freud (Gesammelte Werke, vol. 8, pp. 219f., London: Imago, 1953) beschreibt Beispiele «des ägyptischen, indogermanischen und arabischen» Gegensinnes: Im Lateinischen hiesse «altus hoch und tief, sacer heilig und verflucht». Freud kennzeichnet Gegensätze durch Beispiele: «wie clamare schreien – clam leise, still; siccus trocken – succus Saft». Und er kommt zu dem Resultat: «Unsere Begriffe entstehen durch Vergleichung. Wäre es immer hell, so würden wir zwischen hell und dunkel nicht unterscheiden und demgemäß weder den Begriff noch das Wort der Helligkeit haben können ... Da jeder Begriff somit der Zwilling seines Gegensatzes ist, wie könnte er zuerst gedacht, wie könnte er anderen, die ihn zu denken versuchten, mitgeteilt werden, wenn nicht an seinem Gegensatz.»

Mythen und Sagen sind voll von solchen «Zwillingen».”

[Wittgenstein, O. G.: “Von Sinn und Gegensinn der Wortwahl”. In: Hofer, G. / Kisker, K. P. (Hrg.): Die Sprache des Anderen. Gedenkschrift für Theodor Spoerri. Basel, München, Paris, London, u. a.: Karger, 1976, S. 38-41]

Analogía

Este es el planteamiento que hace Menéndez Pidal: «El sonido y el pensamiento que formen el lenguaje son de naturaleza tan distinta, que están entre sí, la mayor parte de las veces, en la relación del signo a la cosa significada, es decir, en una relación puramente arbitraria, establecida por una larga tradición, siendo por lo común indiferente cualquier sonido para representar cualquier idea, y cualquier idea para encarnar en cualquier sonido. Sin embargo, hay muchos casos en que el hablante no se limita a usar de la palabra como de signo indiferente fijado y animado por la tradición, sino que la contamina con alguna otra representación psíquica concurrente, que viene a alterar la articulación de la palabra. Esta deformación fonética viene del deseo, por lo común inconsciente, de hacer resaltar con el sonido la analogía verdadera o supuesta que se descubre entre dos o más voces, avecinando el sonido de una al de otra, o confundiendo en una dos voces de significado análogo. Dos voces de significado semejante o correlativo, que se suelen usa en serie o juntas en la conversación, inducen al que habla a modificar la una según el patrón de la otra. En vez de decir en una enumeración primarius y postrerus, se dijo en el vulgar primarius y *postrarius, de donde primero y postrero». Por igual señala don Ramón que «la influencia analógica tiene su principal campo de acción en la morfología, pues actúa principalmente para asimilar categorías de palabras que desempeñan igual función gramatical, por ejemplo, igualando la terminación de los singulares, de los femeninos o las diversas formas del verbo».

Antonio Tovar ha evocado el surgir del concepto de analogía en los estudiosos de las décadas últimas del XIX: «En esta época –escribe– de los setenta y tantos, si se fijaba el concepto de ley fonética con todo rigor, surgía el principio de la analogía. Reconocer la analogía como actuante en una zona de leyes fonéticas que tenían valor de fatales y “naturales” en el sentido de las ciencias típicamente desarrolladas por el positivismo, equivalía a dejar entrar en un concepto fatalista y “positivo” un elemento humano. La formulación de este principio de analogía –llamado por el descubridor “falsa analogía”– se debe a W. Scherer, que llegó a formular: “Los cambios fonéticos que podemos observar en la historia de la lingüística documentada proceden conforme a leyes fijas, las cuales no sufren alteración, sino de acuerdo con otras leyes”».

En fin, Gil Gaya trata de analogía y sintaxis a propósito del uso de la preposición a con complementos directos de persona: «La preposición –dice– facilita la distinción entre sujeto y complemento, aunque se altere el orden de colocación (María vio a tu hermano o A tu hermano vio María), y de aquí se pasó a usarla con complementos directos de cosa siempre que puedan confundirse con el sujeto de la oración (El entusiasmo venció la dificultad o El entusiasmo venció a la dificultad). Pero antes de que hubiese podido llegar a normas fijas, la analogía propagó el empleo de a en complementos de nombres geográficos (he visto a Cádiz), aunque no con regularidad».

[Abad, Francisco: Diccionario de lingüística de la escuela española. Madrid: Gredos, 1986, p. 50-51]

«Analogía

Relación de semejanza, proporción o correspondencia que se establece entre cosas de distintos géneros. La analogía no implica similitud, pues los conceptos que aproxima tienen puntos semejantes y puntos diferentes.

Y como la vida de un hombre copia la vida de una nacionalidad, y como son unas las mismas pasiones, en el hombre individual y en los pueblos colectivos, que a pueblos y hombres mueven, así copian naciones e individuos la selva confusa en su nacimiento, el arroyo tranquilo en su curso, el llano en sus edades de paz, el torrente en sus horas de inquietud, la montaña en sus horas de revolución.

(José Martí, Cuadernos de apuntes)

El autor establece en el ejemplo una identidad analógica entre los actos de la naturaleza y los del hombre, así como entre las acciones humanas individuales y las colectivas.»

[Rafael del Moral: Diccionario práctico del comentario de textos literarios. Madrid: Verbum, 1996, p. 31]

«Analogía

1. Antiguamente se indicó con este término la coherencia de formas en el lenguaje. El principio de analogía rigió durante siglos la gramática griega y latina. El principal representante de esta concepción es Aristarco (siglo III a. J. C.). Según él, el lenguaje es un sistema coherente de signos, estructurados en paradigmas regulares, y gobernado por leyes que rigen la relación entre las formas lingüísticas y las categorías lógicas. Tal idea se apoya en una concepción filosófica representada por Heráclito, Demócrito y, probablemente, Platón, según la cual el lenguaje significaba phýsei (φύσει), es decir, según una correspondencia natural, no arbitraria, entre concepto y palabra. Nigidio, p. ej. (siglo I a. J. C.), encontraba una admirable concordancia natural entre la palabra vos y la segunda persona, ya que al pronunciar dicho vocablo dirigimos el soplo expiratorio hacia nuestro interlocutor. Así, pues, si el lenguaje procedía de la naturaleza, debía mostrar en su organización la regularidad fatal de la naturaleza, es decir la analogía.

2. Parte de la Gramática que estudia la forma de las palabras. Tal designación es anticuada y ha dejado paso modernamente a la de Morfología. Fue introducida en la terminología española por Fr. Benito de San Pedro (1769) y aceptada por la Gramática de la Real Academia Española (que la conserva aún) a partir de 1796. La Gramática anterior prefirió la designación Etimología.

3. En la actualidad, el término se emplea casi exclusivamente para designar ciertas alteraciones que sufren determinadas palabras con el fin de acomodarse a un modelo morfológico que les atribuye el hablante, pasando así a hacerse semejantes a otra forma más normal o abundante en la lengua. Saussure ha descrito gráficamente el fenómeno: “Una forma analógica es una forma hecha a imagen de otra o de otras muchas, según una regla determinada”. Grammont distingue entre analogía morfológica (adhesión a un paradigma), como el español vulgar vistes, dijistes, formas influidas analógicamente por ves, dices, o bien andé andaste(s), incorporadas al paradigma amé, amaste...; y analogía léxica (adaptación a la forma de otra u otras palabras), como invierno (de hibernum), adaptada a las palabras que empiezan por in-, o lámpara (de lampada), adaptada a cándara, cántara, etc. La analogía supone, pues, una actividad espiritual del hablante en contra de las leyes mecánicas del lenguaje. Los lingüistas alemanes dan el nombre de Leitwort o Analogiemuster a la forma que ha servido de modelos para la acción analógica.»

[Lázaro Carreter, F.: Diccionario de términos filológicos. Madrid: Gredos, 51981, p. 43-44]