ADJEKTIV  

Adjetivo

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Determinans / Attribution vs. Prädikation / Relationsadjektiv / Epitheton ornans / Attribut / Prädikat

 

Adjektiv (von lat. adiectum ‘das Hinzugefügte’, Übersetzung des gleichbedeutenden griech. epitheton) wird in der deutschen Terminologie auch „Artwort“, „Eigenschaftswort“ und „Beiwort“ genannt. Adjektive sind Wörter wie gut, schnell, leise, grün usw. Ihre semantische Funktion besteht darin, etwas als ‘Eigenschaft von etwas’ auszudrücken.

Semantischen Klassifikation

Relative (und absolute) Adjektive:

In semantischer Hinsicht unterscheidet man relative und absolute Adjektive. Relative Adjektive drücken Qualitäten aus, die dem bezeichneten Gegenstand nur in Bezug auf andere Gegenstände zukommen. Klein ist beispielsweise ein relatives Adjektiv, denn es gibt keine Klasse von an sich kleinen Gegenständen. Ein kleiner Elefant ist nur mit normalen Elefanten verglichen klein; im Vergleich mit einem Bernhardiner oder einer Ameise ist er immer noch ein großes Tier. Eisenberg nimmt an, dass als Bezugspunkt der relativen Adjektive immer eine Vorstellung von der durchschnittlichen Eigenschaft der betreffenden Gegenstände dient. Dies trifft sicher auf viele Einzelfälle zu, kann aber nicht verallgemeinert werden, wie man leicht sieht, wenn man Beispiele wie Dieser Kreis ist groß, und dieser ist klein betrachtet; es gibt eben keine durchschnittliche Größe für Kreise.

Im Gegensatz zu den relativen Adjektiven ordnen absolute Adjektive den benannten Gegenständen Eigenschaften zu, die nicht auf Vergleichen mit anderen Objekten beruhen, sondern an sich zukommen. So kann man von einem Blatt sagen, dass es grün ist, unabhängig davon, welche Farbe andere Gegenstände des Kontextes haben.

Da der Begriff „relatives Adjektiv“ nicht einheitlich verwendet wird, sei auf weitere Verwendungen hinweisen. Helbig/Buscha (1984:309) unterscheiden relative und qualitative Adjektive. Qualitativ sind bei ihnen Adjektive wie groß, klug und heilbar, die die Merkmale eines Objektes „direkt durch die eigentliche Bedeutung“ ausdrücken. Relativ sind dagegen väterlich (in: väterliches Haus), bulgarisch, gestrig, also Adjektive, die lexikalisch ein Merkmal eines Objekts durch dessen Beziehung zu einem anderen Referenzobjekt ausdrücken, so väterlich durch Bezug auf Vater, gestrig durch Bezug auf gestern. Bei Eisenberg (1986: 231) wird diese Art „relational“ genannt. Solche Adjektive lassen sich im allgemeinen nicht graduieren (*gestriger, am *gestrigsten). Es handelt sich also bei den relativen Adjektiven, wie Helbig/Buscha sie verstehen, um abgeleitete Adjektive. Admoni (1986: 146) verweist mit einem gewissen Recht darauf, dass hier die etymologische Aussage über das Entstehen des Wortes und seine semantische Funktion vermischt werden.

Eine weitere, diesmal syntaktische Bedeutung von „relativ“ findet man bei Behaghel (1923: 144), der als „relativ“ die Adjektive bezeichnet, die für sich keinen vollständigen Sinn ergeben und deshalb auch syntaktisch weitere Ergänzungen fordern. Relativ in diesem Sinn sind Adjektive wie gleich, wert  und ähnlich. *In dieser Hinsicht ist König Gunther ähnlich (aber In dieser Hinsicht ist König Gunther Donald Duck ähnlich). In die gleiche Richtung geht die Verwendung des Begriffes im Duden (1984: 275), der in Analogie zu den absoluten und relativen Verben die Adjektive, die einen Kasus regieren, als relativ, die anderen als absolut bezeichnet.

Polare Adjektive:

Nach semantischen Eigenschaften sind auch die polaren Adjektive (oft auch Dimensionsadjektive) benannt. Sie nehmen Graduierungen auf einer Skala, einer so genannten Dimension, vor. Dabei besetzen zwei Adjektive, die in Opposition zueinander stehen (groß - klein, lang - kurz, billig - teuer), die beiden Endpunkte einer Skala der auszudrückenden Eigenschaft. Das Adjektiv, das das uneingeschränkte Vorhandensein der Eigenschaft ausdrückt, gilt als unmarkiert und funktioniert zugleich als „neutralisierte“ Form, die verwand wird, wenn es rein um die betreffende Eigenschaft geht, ohne das ausgedrückt würde, dass sie in starkem Maße vorhanden sein muss. So fragt man selbst nach dem „Alter“ von Säuglingen Wie alt ist er denn? (nicht *Wie jung ist er denn?) und erkundigt sich nach einem kurzen Weg: Wie weit (*kurz) ist es von Tübingen bis Lustenau?

Syntaktische Funktionen

Es gibt drei verschiedene syntaktische Verwendungsweisen des Adjektivs:

·      attributiv: die schnelle Läuferin

·      prädikativ: die Läuferin ist schnell

·      adverbial: sie läuft schnell

Im Deutschen wird das attributiv verwendete Adjektiv im allgemein dekliniert; prädikativ und adverbial verwendete Adjektive bleiben dagegen endungslos. Einige Adjektive auch bei attributiver Verwendung unflektiert. Hierher gehören die von Ortsnamen abgeleiteten Adjektive auf -er: Berliner Dialekt. Bei diesen Adjektiven handelte es sich ursprünglich um den Genetiv Plural von Substantiven, die die Einwohner der betreffenden Orte bezeichneten. So bedeutete der Kölner Dom ‘der Dom der Kölner’. Zu den unflektierbaren Adjektiven gehören ferner auch einige Farbbezeichnungen wie rosa, lila, beige, orange. Das prädikativ verwendete Adjektiv bildet in den meisten Fällen zusammen mit der Kopula sein, zuweilen auch mit anderen Kopulaverben wie werden, bleiben, scheinen, wirken usw. das Prädikat: Donald ist/scheint/wirkt/bleibt weiterhin optimistisch. Innerhalb des Prädikats stellt es das Prädikativ. Im Standardfall der adverbialen Verwendung bezieht sich das Adjektiv auf ein Verb. Man spricht dann syntaktisch von einem Adverbialadjektiv: Donald singt falsch.“ [Hentschel / Weydt, S. 178-182]

Prädikativ verwendetes Adjektiv:

Mit dem Substantiv durch ein Verb  verbunden: El viento  sopla  fuerte.   

Sei es subjekt- oder objektbezogen, in Verbindung mit einem kopulativen oder prädikativen Verb. 

Adjektiv [lat. Übersetzung von griech. epítheton ‘das Hinzugefügte’.- Auch: Beiwort, Eigenschaftswort].

Grammatische Kategorie (Wortart), die Wörter umfasst, die syntaktisch beim Nomen stehen (attributive Verwendung, vgl. der grüne Zaun) oder von einer Kopula regiert werden (prädikative Verwendung, vgl. Der Zaun ist grün) und zum Teil auch Valenz aufweisen (vgl. seiner Überzeugung sicher sein, der Idee dienlich sein). In vielen Sprachen weisen A. Komparationsformen auf. Im Dt. unterliegt das A. in attributiver Funktion aufgrund von Kongruenz den grammatischen Kategorien des Nomens Genus, Numerus und Kasus (das neue Buch vs. der neuen Bücher), wobei zwischen starker (auch: pronominaler) und schwacher (auch: nominaler) Deklination unterschieden wird. Der Gebrauch der unterschiedlichen Deklinationsweisen entspricht dem Prinzip der »monoflexivischen Kooperation«, d.h. die starke (determinierende) Form wird dann verwendet, wenn die syntaktische Form der durch das A. modifizierten Nominalphrase nicht bereits durch andere (pronominale) Elemente wie Artikel, oder durch Genusmarkierung des Substantivs gekennzeichnet ist: grüner Apfel vs. der grüne Apfel. Nicht alle A. können alle syntaktischen Funktionen wahrnehmen: es gibt

(a) A., die sowohl attributiv als auch prädikativ verwendet werden können (rot, groß, neu), aber nicht graduierbar sind (tödlich, ledig); es gibt

(b) A., die nur attributiv gebraucht werden (der ehemalige Präsident vs. *der Präsident ist ehemalig), und

(c) solche, die nur prädikativ zu verwenden sind (Die Regierung ist schul vs. *die schulde Regierung).

In semantischer Hinsicht besteht zwischen A. und Adverb eine gewisse Ähnlichkeit, da beide Kategorien ihre Kern-Konstituente hinsichtlich bestimmter Eigenschaften modifizieren: lesbar schreiben : eine lesbare Schrift haben. Liegt bei A. dieser Charakterisierung explizit oder implizit eine bestimmte Norm zugrunde (wie bei groß, klein, dick), so spricht man von »relationalem« oder »relativem« A.; diese Bezeichnung wird gelegentlich auch für Bezugsadjektive (wie schulisch) verwendet.“ [Bußmann, H., S. 47]

«Adjektiv oder Adverb

Der Name Adjektiv – aus lat. adiectivum – bedeutet wörtlich ‘das Hinzugeworfene’, gemeint ist: das dem Substantiv Hinzugefügte. In dem Beispiel

Der bayrische Landtagsabgeordnete spricht,

weist das Adjektiv bayrisch auf die Herkunft des Landtagsabgeordneten hin. Dagegen sagt es nichts darüber aus, wie der Abgeordnete spricht. Wie könnte er denn sprechen? Laut, klar, überzeugen, undeutlich, leicht verständlich oder, da er aus Bayern kommt, bayrisch. Was nun? Wir haben gerade festgestellt, bayrisch sei ein attributives (beifügend gebrauchtes) Adjektiv, das sein Substantiv näher erklärt? Aber in dem Satz

Der Abgeordnete spricht bayrisch

ist bayrisch eindeutig die nähere Erklärung des Zeitwortes sprechen und hat mit dem Hauptwort nichts zu tun. Sollte dieses zweite bayrisch etwa kein Adjektiv sein? Eine wichtige Frage.

Wer seit fünfundzwanzig Jahren die Schule hinter sich hat, wird sagen: Nein, ein Adjektiv, das ein Verb näher bestimmt, gehört ad verbum (= zum Verb) und wird deshalb Adverb genannt. Inzwischen denken die Deutschlehrer hierüber anders, sie rechnen heute die ungebeugten Adjektive (spricht bayrisch) nicht mehr zu den Adverbien, sondern genauso zur Wortart Adjektiv wie die gebeugten (der bayrische Abgeordnete).

Das hat viel für sich, solange es um die deutsche Sprache geht. Wer aber Englisch oder Französisch lernen will, kommt um die alte Unterscheidung kaum herum. Anders als im Deutschen unterscheiden sich nämlich in den beiden Sprachen die zum Verb gehörenden Adjektive von denen, die ein Substantiv näher bestimmen, durch eine Endung; im Englischen ist es ‘-ly’, im Französischen ‘-ment’.

Doch uns geht es ja hier um unsere Muttersprache. Um sie richtig gebrauchen zu lernen, dürfen aber auch wir nicht alle Adjektive in einen Topf werfen. Wir müssen sehr wohl unterscheiden zwischen gebeugten und ungebeugten Eigenschaftswörtern, zwischen solchen, die attributiv verwendet werden, und solchen, die als Artangabe stehen. Schließlich ist ein entschieden jüngerer Mann nicht dasselbe wie ein entschiedener, jüngerer Mann. Bei wesentlich anderen Gesichtspunkten haben wir es mit völlig anderen, bei wesentlichen, anderen mit bedeutenden, anderen Gesichtspunkten zu tun.»

[Hallwass, Edith: Gutes Deutsch in allen Lebenslagen. Düsseldorf, Wien: Econ-Verlag, 1967, p. 280-281]

«Adjektiv

Wörter wie einsam, flott, schön, blau und ungeschickt, mit denen man Lebewesen, Dinge und Begriffe, Zustände, Vorgänge und Tätigkeiten charakterisieren kann, nennt man Adjektive (Eigenschaftswörter). Sie sind deklinierbar und im allgemeinen zur Bildung von Vergleichsformen fähig. Ein Substantiv können sie unmittelbar (schöne Jacke, blaue Augen) oder in Verbindung mit sein, bleiben u. a. näher bestimmen (Sie ist / wird krank). Im ersten Fall spricht man von attributiver, im zweiten von prädikativer Verwendung des Adjektivs. Attributive Verwendung liegt darüber hinaus auch in Verbindung mit Adverbien (weit draußen) und anderen Adjektiven (abscheulich kalt) vor.

Adverbial nennt man demgegenüber den Gebrauch eines Adjektivs, das ein Verb näher bestimmt (Der Motor läuft gleichmäßig). In älteren Grammatiken wurde ein Adjektiv, wenn es zu einem Verb gehört (Er läuft schnell. Sie spricht laut), auch Adverb genannt. Die neueren Grammatiken tun dies zum großen Teil nicht mehr, weil die in althochdeutscher Zeit noch vorhandenen Adverbformen der Adjektive heute geschwunden sind. Wichtig für die Abgrenzung des Adjektivs vom Adverb ist es, zwischen der Einteilung der Wortarten und der syntaktischen Verwendung, d. h. der Verwendung im Satz, zu unterscheiden. Einteilung der Wortarten: Verb, Substantiv, Adjektiv (z. B. schön, laut, schnell), Adverb (z. B. dort, oft, sehr), Interjektion usw. Verwendung im Satz: attributiv: das schöne Mädchen; prädikativ: das Mädchen ist schön; adverbial: das Mädchen singt schön.

Adverb

Wörter wie hier, bald, trotzdem, eilends, die das im Satz genannte Geschehen räumlich und zeitlich, im Hinblick auf Gründe und Folgen, Qualität und Intensität u. ä. näher bestimmen, nenn man Adverbien (Umstandswörter). Wie das Adjektiv kann auch das Adverb in Verbindung mit Substantiven (das Haus dort), Adjektiven (sehr schnell), anderen Adverbien (besonders gern) und Verben (unten anstoßen) gebraucht werden, ist aber nicht deklinierbar und im allgemeinen nicht zur Bildung von Vergleichsformen fähig.

In älteren grammatischen Darstellungen wird auch ein Adjektiv, wenn es beim Verb steht (z. B. Er lief schnell. Sie singt schön) Adverb genannt. In diesem Falle bezeichnet der Terminus Adverb nicht die Wortart, sondern die Verwendung im Satz.»

[DUDEN Band 9. Richtiges und gutes Deutsch. Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. Mannheim: Dudenverlag, 1985, S. 22-23 und 33]

Bezugsadjektiv [Auch: Relationsadjektiv, Zugehörigkeitsadjektiv]

Klasse von abgeleiteten Adjektiven (im Dt. überwiegend Suffixbildung auf -isch, -lich), die semantisch eine Beziehung/Zugehörigkeit zwischen ihrem nominalen Grundmorphem und den Bezugsnomen ausdrücken (schulischer Druck, schulische Anpassung, schulische Leistung). Ihre Verwendung ist stark eingeschränkt, sie können weder prädikativ (*die Anpassung ist schulisch) noch appositiv (*die Anpassung, schulisch wie sie nun einmal ist) verwendet werden, sind nicht steigerbar (*seine Anpassung ist schulischer als die von Jakob) oder graduierbar (*seine selten schulische Anpassung). Die rasche Ausbreitung und häufige Verwendung von B. im Nhdt. (deren Gebrauch seit dem 19. Jh. von Sprachkritikern und Stilistikern bekämpft wird) ist einerseits auf lat. Lehneinfluss zurückzuführen, entspricht des Ndh. zum verknappenden Nominalstil.“ [Bußmann, H., S. 133-134]

[Siehe dazu ausführlicher unten RELATIONSADJEKTIV]

Klassifizierung der Adjektive im Spanischen:

Gili Gaya unterteilt wie die meisten spanischen Grammatiken die Adjektive in zwei große Klassen: die adjektivos determinativos und die adjetivos calificativos. Die adjetivos determinativos bilden als Determinanten mit dem nachfolgenden nominalen Nukleus ein Syntagma, ohne dabei jedoch dessen semantischen Inhalt in irgendeiner Form zu modifizieren. Sie werden dem Substantiv üblicherweise vorangestellt. Zu den adjektivos determinativos werden u. a. alle adjektivisch gebrauchten Demonstrativ-, Possessiv-, Indefinitpronomina gerechnet.

Die Aufgabe der adjetivos calificativos besteht darin, den durch das Substantiv benannten Gegenstand zu präzisieren, ihn nach Merkmalen und Eigenschaften zu charakterisieren. Hieraus ergeben sich die syntaktische Rolle und die morphologische Gestalt des charakterisierenden Adjektivs. Es wird im Bereich des Verbs als Prädikativ und im Bereich des Nomens als Attribut verwendet und bringt diese Funktionen mittels Kongruenz in Genus und Numerus zum Ausdruck:

la mesa blanca > La mesa es blanca.

Das Deutsche lässt im allgemeinen nur eine Voranstellung des attributiven Adjektivs zu, das Spanische bietet hingegen die Möglichkeit der Voran- und Nachstellung. Das heißt jedoch nicht, dass die Wortstellung des adjetivo calificativo beliebig ist: Die syntaktische Position hat hier eine semantische Funktion, und diese Funktion bestimmt im Zusammenwirken mit der Eigenbedeutung der Elemente der Attributkonstruktion, ob das Adjektiv vor oder nach dem Substantiv steht. Bereits Bello (1922: 13) beschreibt diese semantische Funktion und nimmt eine Subklassifizierung der adjetivos calificativos in adjetivos explicativos (vorangestellt) und adjetivos especificativos (nachgestellt) vor:

De dos maneras puede modificar el adjetivo al sustantivo; o agregando a la significación del sustantivo algo que necesaria o naturalmente no está comprendido en ella, o desenvolviendo, sacando de su significación, algo de lo que en ella se comprende, según la idea que nos hemos formado del objeto (Bello 1922: 13).

Das hierzu von Bello angeführte, bereits klassische Beispiel der mansas ovejas und animales mansos (Bello 1922: 13) schreibt den beiden syntaktischen Positionen der Voran- und Nachstellung folgende semantische Funktionen zu: In mansas ovejas präzisiert das attributive Adjektiv mansas nur unerheblich die Bedeutung des Substantivs ovejas; die Eigenschaft „zahm“ ist im Begriff „Schaf“ eigentlich enthalten, ihre Aufgabe hat eher redundanten Charakter. Das Adjektiv beschreibt und malt aus, es tendiert zum schmückenden Beiwort (Epitheton) und weist geringen Informationswert auf.

In animales mansos „die zahmen Tiere“ wird das Substantiv zusätzlich bestimmt. „Zahm“ kommt als Eigenschaft nicht allen Tieren zu, das Adjektiv hebt aus der Menge der Tiere eine Teilmenge hervor, der diese Eigenschaft zukommt; es präzisiert den semantischen Inhalt des Substantivs und hat in erster Linie darstellende und unterscheidende Funktion. Den beiden Positionen des attributiven Adjektivs können somit zusammenfassend folgende semantische Gegensatzfunktionen zugeordnet werden:

adjetivo explicativo

adjetivo especificativo

(Voranstellung)

(Nachstellung)

beschreibend

unterscheidend

bewertend

darstellend

subjektiv

objektiv

charakterisierend

kategorisierend

Wenn, um ein anderes Beispiel zu nennen, im Syntagma muchacho bravo das postponierte Adjektiv bravo das Substantiv muchacho modifiziert, und diese semantische Funktion als Charakteristikum einer Nachstellung gelten soll, so müsste dies auch auf Beispiele zutreffen wie:

visita presidencial

institución estatal

cita semanal

Ohne Zweifel hat man es hier ebenso mit einem Syntagma Substantiv-Adjektiv zu tun. Semantisch betrachtet wird jedoch nicht das Substantiv durch das Adjektiv modifiziert, es geht nur darum, einen Bezug herzustellen zwischen den Substantiven visita, institución, cita und der Substantivbasis der nachfolgenden Adjektive: presidente, estado, semana. Allgemeiner formuliert: In Syntagmen wie visita presidencial, institución estatal, cita semanal dienen die Adjektive nicht der Präzisierung/Modifizierung des Substantivs, sie legen lediglich einen Bezug zu einer Person, einem Objekt oder einem Gegenstandsbereich fest. Sie haben rein relationellen Charakter, daher auch die Bezeichnung „Relationsadjektiv“.

In der spanischen Literatur wird man allerdings vergeblich nach dem Terminus „adjetivo relational“ suchen, so wie auch die Beschäftigung mit dieser besonderen Kategorie von Adjektiven zu wünschen übrig lässt.  [...] Das Relationsadjektiv ist im Deutschen wissenschaftlich erheblich besser dokumentiert als im Spanischen. Die Terminologie ist dabei nicht einheitlich: Sie reicht von „Zugehörigkeitsadjektiv“ über „Bezugsadjektiv“ oder „Beziehungsadjektiv“ zu „relationales Adjektiv“, „Relativadjektiv“ oder „Relationsadjektiv“. [...] Formal beschreibt Schäublin Bezugsadjektive so: sie seien Transpositionen von Substantiven, ließen sich in substantivische Attribute umwandeln, seien nicht prädikativ verwendbar, nicht graduierbar und nicht ergänzungsfähig (Schäublin 1972: 88). Einen Kernbereich bildeten die von geographischen und Völkernamen abgeleiteten Adjektive, sie reichten aber weit darüber hinaus. Neben den Bezugsadjektiven und den gewöhnlichen Adjektiven gebe es auch „ambivalente Adjektive (Adjektive, die als Bezugsadjektive oder als gewöhnliches Adjektiv gebraucht werden können)“, wobei häufig nur im Kontext zu entscheiden sei, welcher Kategorie sie angehörten:

a)  Die plastische Kunst ist die Kunst der bildenden Künste (= die Kunst der Plastik).

b)  Er strebt nach einer plastischen Kunst ...

Der Begriff „relatives Adjektiv“ wird in der deutschen Literatur nicht einheitlich verwendet. Bei Eisenberg drücken relative Adjektive – im Gegensatz zu den absoluten Adjektiven – Qualitäten aus, die dem bezeichneten Gegenstand nur in Bezug auf andere Gegenstände zukommen. Was beispielsweise „hoch“ oder „niedrig“ ist, steht nicht ein für allemal fest, sondern ist abhängig von den in Rede stehenden Objekten (ebenso: lang, schmal, dünn etc.).

Bei Helbig/Buscha (1991: 309) entspricht „relatives Adjektiv“ wieder dem von mir gewählten Begriff „Relationsadjektiv“. Sie unterscheiden relative und qualitative Adjektive. Qualitativ sind bei ihnen Adjektive wie „groß“, „klug“ oder „heilbar“, die Merkmale eines Objekts „direkt durch die eigentliche Bedeutung“ ausdrücken. Relativ sind dagegen „väterlich“ (in: väterliches Haus), „bulgarisch“, „gestrig“, also Adjektive, die lexikalisch ein Merkmal eines Objekts durch dessen Beziehung zu einem anderen Referenzobjekt ausdrücken. Auch in der Grammatik von Sommerfeldt/Starke (1988: 137ff.) wird klar zwischen „semantisch-qualitativen“ und „semantische-relativen“ Adjektiven unterschieden. „Semantisch-relative“ Adjektive geben „das Verhältnis des durch das Beziehungswort bezeichneten Dinges zu einem anderen an“.  [...]

Im allgemeinen werden RA durch ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren definiert:

1. Der semantische Faktor, d.h. die Beziehung zum Substantiv, das sie determinieren.

2. Morphologische Faktoren.

3. Das syntaktische Verhalten.

Die semantische Beziehung zum Substantiv:

In einem Syntagma S-Adj liegt dann ein RA vor, wenn das Substantiv durch das Adjektiv nicht hinsichtlich seines Wesens oder augenblicklichen Zustands charakterisiert wird; es wird vielmehr nur eine Kategorie von Personen, Objekten oder Gegenstandsbereichen festgelegt. In einem Syntagma wie visita presidencial soll nicht der Besuch als typisch für den Präsidenten charakterisiert werden; ebenso wenig in steuerliche Pflichten Pflichten als typisch für die Steuer; hier wird lediglich eine Relation von einem Nominalinhalt zu einem anderen, von visita zu presidente bzw. von Pflichten zu Steuer hergestellt, oder eine Kategorie der Besuche, der Pflichten festgelegt.

Morphologische Faktoren:

a)    RA entstehen immer durch Ableitung, d.h. durch die Verbindung eines Nomens mit einem Suf- fix, das dieses in die Klasse der Adjektive überführt: presidente + -al >  presidencial; Steuer + -lich > steuerlich.

b)    RA dienen prinzipiell nicht als Basis für weitere Nominalisierungen, bei CA ist dies im allgemeinen möglich oder zumindest denkbar. Vgl. exacto > exactitud; einfach > Einfachheit. Aber: presidencial > *presidencialidad; steuerlich > *Steuerlichkeit.

Syntaktische Faktoren:

a)     RA können im allgemeinen nicht wie CA prädikativ, sondern nur attributiv verwendet werden1.

 

attributiv

prädikativ

CA

una película interesante

La película es interesante.

 

ein seltsamer Traum

Der Traum war seltsam.

 

 

 

RA

una visita presidencial

*La visita es presidencial.

 

die steuerlichen Pflichten

*Die Pflichten sind steuerlich.

Dazu ist anzumerken, dass ein prädikativer Gebrauch bei adjektivischen Ethnika u. U. möglich ist.

b)     RA können nur im Positiv verwendet, aber nicht gesteigert werden. Ebenso ausgeschlossen ist die Graduierung durch Adverbien:

*una visita muy (más) presidencial

*die sehr steuerlichen (steuerlicheren) Pflichten

Hingegen mit CA:

 

una película muy interesante

Es la película más interesante (que he visto).

ein sehr seltsamer Traum       

Es ist der seltsamste Traum (den ich hatte).

Damit hängt auch zusammen, dass RA im Spanischen nicht durch Präfixe wie anti- oder im Deutschen durch un- negativ graduiert werden können, ohne sofort zu CA zu werden:

RA

CA

progreso social          

medidas antisociales

wirtschaftliche Probleme

unwirtschaftliches Verfahren

Das unter b) Gesagte hängt mit dem Bezugscharakter dieser Adjektive zusammen: Steigern, positiv oder negativ graduieren lassen sich nur Eigenschaften, aber nicht Beziehungen oder Kategorien.

c)     Ein RA kann nicht durch eine beiordnende Konjunktion mit einem CA verbunden werden:

*los problemas económicos y graves

*die wirtschaftlichen und schweren Probleme

Möglich ist hingegen eine Koordination von RA unter sich:

los problemas económicos y sociales

die wirtschaftlichen und sozialen Probleme

d)     RA haben im allgemeinen postnominale Stellung. Der bewertende, beschreibende Charakter des vorangestellten Adjektivs schließt im Spanischen eine pränominale Stellung der RA aus. Die gilt nicht für das Deutsche, da hier die Möglichkeit einer prä- und postnomonalen Position von vornherein nicht gegeben ist und das Adjektiv – ausgenommen in (archaisierenden) dichterischen Fügungen – in der Regel vor dem Substantiv steht.“

[Holzer, Peter: Das Relationsadjektiv in der spanischen und deutschen Gegenwartssprache. Wilhelmsfeld: Eggert, 1996, S. 8-18]

____________________________________

1  Die Nichtverwendbarkeit als Prädikativ wird in fast allen einschlägigen Publikationen als eine der wichtigsten syntaktischen Besonderheiten des RA genannt. Das RA ist demnach nur attributiv verwendbar, der prädikative Gebrauch dem charakterisierenden Adjektiv vorbehalten. Betrachten wir unsere Beispiele, so finden wir diese Feststellung vielfach bestätigt. [...] Die von Chomsky (1964: 72) aufgestellte Behauptung, alle attributiven Adjektive könnten nach dem Muster T-N-is-Adj. d.h. article-noun-is-adjective, auf prädikative zurückgeführt werden, wird dadurch eindeutig in Frage gestellt. Allerdings finden sich auch Fälle, bei denen ein prädikativer Gebrauch ohne weiteres zu akzeptieren ist. Vielfach trifft dies auf Ethnika-Ableitungen zu:

vino español

este vino es español

deutsches Gebiet

> dieses Gebiet ist deutsch

Nicht immer lässt sich dabei so leicht ersehen, ob mit dem prädikativen Gebrauch nicht auch gleichzeitig eine Bedeutungsveränderung des jeweiligen Adjektivs verbunden ist.

[Holzer, Peter: Das Relationsadjektiv in der spanischen und deutschen Gegenwartssprache. Wilhelmsfeld: Eggert, 1996, S. 118 f.]

Adjektiv / adjective / adjectif

Definitionsversuche:

(a) nach semantischen Kriterien:

     Adjektive sind Wörter, die Eigenschaften bezeichnen („Eigenschaftswort“). Nach Zugrundelegung einer solchen semantisch orientierten „Definition“ müssten jedoch auch Nomina wie Schrank, Flasche u.a. als Adjektive identifiziert werden, da diese Wörter Gegenstände bezeichnen, die die Eigenschaft haben, ein ‘Schrank’ bzw. eine ‘Flasche’ zu sein. Auch eine kategoriale Differenzierung zwischen Wortpaaren wie mutig/Mut, geduldig/Geduld u.a. (z.B. in: Hans ist mutig; Hans hat Mut) würde zu Komplikationen führen.

(b) nach funktionalen Kriterien:

     Adjektive sind Wörter, die Nomina modifizieren („näher bestimmen“) (cf. die dt. Bezeichnung „Beiwort“). Diese „Definition“ akzeptieren hieße allerdings, z.B. für das Englische, bad und bank in einen Topf zu werfen, da beide als Modifikatoren von beispielsweise robber fungieren können (a bad robber, a bank robber).

(c) nach distributionellen bzw. formalen Kriterien:

Adjektive sind Wörter, die eine bestimmte Distribution gemeinsam haben, etwa:

The ________ concert was _______. (Fries)

     bzw.:   It’s _______ in here. (Bach)

Dabei ist zu berücksichtigen, dass zum einen solche (Distributions-)Analysen stets nur auf ein gegebenes Korpus bezogen sind und zum andern die Menge aller potentiellen Kontexte einer sprachlichen Einheit wie z.B. good (mit hoher Wahrscheinlichkeit) infinit ist.

Auch die Kombinierbarkeit mit very und die Möglichkeit der Bildung einer -ly-Form reichen im Englischen nicht aus, um die Klasse der Adjektive eindeutig von anderen Kategorien zu trennen. Schließlich muss auch der Versuch, bei der Abgrenzung von Adjektiven auf die Möglichkeit der Flexion zu rekurrieren als gescheitert angesehen werden.

Alle bisher aufgeführten Definitionsansätze setzen übrigens stillschweigend voraus, dass der Begriff „Wort“ genau definiert bzw. definierbar sei.

Neue Impulse aus der generativen Transformationsgrammatik:

Nachdem sich alle Bemühungen, die Kategorie Adj. (Adjektiv) intensional zu definieren, als nicht sehr erfolgreich erwiesen haben, wollte man Adj in der Anfangsphase der TG extensional definieren:

Adj ®  {old, tall, ...}  (cf. Chomsky 1957, p. 72f.).

Da jedoch eine exhaustive Aufzählung aller Elemente der Menge der Adjektive auf praktische Schwierigkeiten stößt, kann man eher davon ausgehen, dass die Kategorie Adj durch ihre Position im System der Regeln der syntaktischen Komponente einer generativen Transformationsgrammatik definiert wird.

Um die zwischen Relativsätzen und attributiven Adjektiven bestehenden Beziehungen ausdrücken und die Formulierung von Selektionsrestriktionen zwischen Adjektiven und Nomina vereinfachen zu können, nahm Chomsky an, dass attributive Adjektive aus prädikativen ‘abzuleiten’ seien. Die aus der Inkompatibilität (Unverträglichkeit) der Merkmale der Subjektsnominalphrase eines kopulativen Satzes wie

(1)    *The gnat is obvious.

mit den Merkmalen des Prädikativs resultierende Ungrammatikalität weist automatisch auch die Verwendung des Adjektivs in attributiver Funktion (z.B. in

(2)    *The frog ate the obvious gant.)

als ungrammatisch aus.

Nach Integration der Rekursivität in die Basis-Subkomponente wurden (attributive) Adjektive nicht mehr durch generalisierte Transformationen, sondern durch eingebettete (Einbettung) Relativsätze eingeführt. Um die Ambiguität von Sätzen wie

(3)    Die fleißigen Bienen sammeln Honig (Rohrer)

erklären zu können

((3-1) Nur die fleißigen Bienen sammeln Honig

(3-2) Alle Bienen sind fleißig und alle Bienen sammeln Honig),

nimmt man an, dass adjektivische Attribute entweder aus restriktiven („notwendigen“) oder aus appositiven (nicht-restriktiven; „nicht-notwendigen“) Relativsätzen abgeleitet werden müssen.

Auf die Tatsache, dass nicht alle attributiven Adjektive von prädikativen abgeleitet werden können, haben z.B. für das Deutsche W. Motsch (1967) und für das Englische D. Bolinger (1967) hingewiesen. Man betrachtet hierzu für das Französische etwa folgende Fälle:

(4) l’année scolaire - *l*année est scolaire

(5) le sommeil hibernal - 'le sommeil est hibernal'

(6) la boisson nationale - 'la boisson est nationale'.

Einen neuen Ansatz schlug G. Lakoff (1965) vor. Er fasste die in der traditionellen Terminologie als „Verb“ und „Adjektiv“ bezeichneten grammatischen Kategorien zusammen in VERB (bei Jacobs/Rosenbaum (1968): VERBAL):

Für seine Hypothese einer „Archikategorie“ (VERB), der die Kategorien Adjektiv und Verb zugrunde liegen, bringt Lakoff folgende Argumente:

(a) Viele Verben sind durch Kopula + Adjektiv substituierbar. Beispiele:

regret/be sorry about

forget/be oblivious of

desire/be desirous of

hope/be hopeful

fear/be fearful

consider/be considerate of

harm/be harmful to

know about/be cognizant of/be aware of

(7)  Aretha likes soul music

 

(8)  Aretha is fond of soul music

 

Zwischen Aretha und soul music besteht die gleiche Relation (was auch in einer prädikatenlogischen Notierung zum Ausdruck käme), die lediglich eine verschiedene sprachliche Realisierung erfährt. Dass in (8) eine Präposition auftritt, ist irrelevant, da Lakoff Präpositionen als inhärente Merkmale von Verben annimmt, die meist getilgt werden, bei Nominalisierungen jedoch an der Oberfläche erscheinen (cf. I fear rain/My fear of rain).

(b) Adjektive und Verben unterliegen nach Lakoff denselben Kontext- bzw. Selektionsrestriktionen:

(9) Fritz ist arbeitsam  (10) Fritz arbeitet

(11) *Der Tisch ist arbeitsam   (11) *Der Tisch arbeitet.

       Man könnte nun auch von ‘transitiven’ und ‘intransitiven Adjektiven’ sprechen.

(c) Adjektiven kann man ebenso wie Verben das Merkmal STATIV (stative; non-active) zuordnen, das bestimmte Regeln zulässt bzw. verbietet.

T. Givon (1970) stellt in einer Untersuchung zur semantischen Struktur englischer Adjektive die Hypothese auf, dass

„... English adjectives are not semantic primitives, but rather are semantically based upon or derived from nouns or verbs“ (p. 816).

Seiner Meinung nach zerfallen Adjektive in morphologisch (von Nomina bzw. Verben) abgeleitete und in morphologisch nicht-, dafür aber semantisch (von Nomina bzw. Verben) abgeleitete Adjektive. Z. B. ist large in

 

(13)

The table is large

auf

(14)

The table has great size und

 

(15)

a fast horse

auf

(16)

The horse runs fast  zurückführen, also ist large „noun-based“ und fas „verb-based“.

 

Attributives Adjektiv / attributive adjective / adjectif épithète:

Adjektive heißen ‘attributiv’ (lat. attribuere = zuteilen), wenn sie Konstituenten der syntaktischen Fügung Det Adj N bzw. Det N Adj sind,

z.B.

langweiliges

in

ein langweiliges Buch;

 

officious

in

an officious policeman  oder

 

scabreux

in

un sujet scabreux.

(Zur transformationellen Herleitung von attributiven Adjektiven aus prädikativen in eingebetteten Sätzen siehe oben.)

Modales Adjektiv / modal adjective / adjectif modal:

Modale Adjektive sind nicht-prädikative, nichtgraduierbare und morphologisch nicht abgeleitete Adjektive wie z.B. als in (17) ein alter Spielverderber (cf: *Der Spielverderber ist alt; *ein älterer Spielverderber); sowie

wahr in (18) ein wahres Genie; rein in  (19) ein reiner Zufall;

total in (20) a total stranger; chief in  (21) the chief reason;

ancien in (22) un ancien professeur; simple in (23) une simple robe.

Prädikatives Adjektiv / predicative adjective / adjekctif attribut:

Adjektive heißen ‘prädikativ’, wenn sie nach kopulativen Verben stehen können; sie sind graduierbar und werden im Rahmen der TG durch die Phrasenstrukturregeln der Basis generiert.

Alle Adjektive mit dem Merkmal [+präd(ikativ)] können im Deutschen (und nach U. Stephany 1970, p. 20 auch im Französischen (unter Vernachlässigung der eventuell auftretenden semantischen Differenzierungen)) auch attributiv verwendet werden, jedoch nicht umgekehrt. Man betrachte vergleichsweise folgende Beispiele aus dem Englischen:

(24)

John was afraid; aber: *an afraid boy.

(25)

Father ist content; aber: *a content father.

(26)

Betty ist ill; aber: *an ill girl (‘ill’ in der Bedeutung ‘krank’).

An der Oberfläche können prädikative Adjektive als Modifikatoren sowohl des Subjekts als auch des Objekts fungieren, wobei sich die objektsbezogenen prädikativen Adjektive auf subjektsbezogene in eingebetteten Sätzen zurückführen lassen. Cf. hierzu:

(27)

Der Pförtner ist freundlich.

(28)

Er nannte ihr Benehmen albern.

(29)

This bar is disreputable.

(30)

He made his theory clear.

(31)

Ce vin est capiteux.

(32)

Je trouve ce vin capiteux.

Relationales Adjektiv / relational (relative) adjective / adjectif relatif:

Adjektive heißen ‘relational’ oder ‘relativ’, wenn sie

„... specify a certain parameter and indicate that the object(s) referred to exceed (or fall short of) a certain point  within that parameter“ (M. Bierwisch, in M. Bierbisch, K. E. Heidolph (eds) 1970, p. 43).

Relationale Adjektive sind beispielsweise im Englischen big, heavy, high, long, loud, tall, old und ihre Antonyme. Einen Satz wie

(33)

This table ist high.

paraphrasiert Bierwisch als

(33’)

This table is higher than a certain (expected) norm.

Darüber hinaus stellt Bierwisch fest, daß

   „... adjectives like high, long, wide, tall, etc. do not relate directly to objects, but rather to particular dimensions of objects“ (p. 173).

Für (33) schlägt Bierwisch somit letztendlich folgende Paraphrase vor:

(33’’)  This X is a table and Y is the height of X and Y is greater than the normal value of Y.

Man beachte auch, dass die Normwerte (‘Erwartungsnormen’) gegenstandsbedingt sind. Cf. (34) My tea is cold. (35) My feet are cold.

Die derzeit wohl rezenteste und eingehendste (sich formallogischer Methoden und Notierungen bedienende) Analyse relationaler Adjektive lieferten R. Bartsch und T. Vennemann (Semantic Structures, (Frankfurt/M., 1972)) im Rahmen einer neuen linguistischen Theorie. Sie gehen dabei aus von Sätzen wie (36) bis (39):

(36)

John is tall.

(36’)

Mary is tall.

(36’’)

Peter’s sons are tall.

(37)

John is taller than Mary.

(38)

John is as tall as Mary.

(39)

John is the tallest of Peter’s sons.

Das entscheidende Argument gegen die bisher (besonders im Rahmen der TG) vorgeschlagenen Beschreibungsansätze besteht im wesentlichen darin, dass (36) und (36’) nicht als Konstituenten von (37) oder (38) angenommen werden dürfen, da – semantisch-logisch gesehen – (37), (38) und (39) noch (36’) noch (36’’) implizieren, trotzdem aber zwischen (36) bis (39) gewisse intuitiv einsichtige semantische Beziehungen bestehen, die eine grammatische Theorie zu explizieren imstande sein muss.

In einer Fußnote auf p. 48 definieren Bartsch/Vennemann:

„We use the expression ‘relative adjectives’ to refer to adjectives like tall, long, beatiful, intelligent, and their antonyms, i.e. for adjectives A for which sentences like This is A are meaningles without some contextual characterization of the reference set to which the object denoted by this belongs.“

Transitives Adjektiv / transitive adjective / adjectif transitif:

Ein Adjektiv heißt 'transitiv' (lat. transire = hinübergehen), wenn es von einem zugrundeliegenden transitiven Verb abgeleitet ist, z. B.

indicative

in (40)

This fact is indicative of our own limitations.

 

(cf. (41)

This fact indicates our own limitations.)  oder

envious

in (42)

He is envious of her success.

(cf. (43)  He envies her her success.)

Dagegen ist alive in (44) John ist alive. ein ’intransitives’ Adjektiv. Konstruktionen vom Typ (40) sind eine strukturelle Eigenheit des Englischen, die überdies auf bestimmte Register (insbesondere wissenschaftlichen Jargon) beschränkt ist.“

[Welte, W.: Moderne Linguistik. Terminologie..., Bd. 1, S. 23-28]

Adjetivo

Hay que distinguir, al menos, adjetivos determinativos o determinantes (este, algún) y adjetivos calificativos. En este sentido el adjetivo calificativo comprende una clase de palabras que comparten los siguientes rasgos:

(1)  pueden actuar como modificadores directos del sustantivo en un sintagma nominal y presentar concordancia con su núcleo, si la lengua así lo permite;

(2)  constituyen una clase abierta, esto es, teóricamente ilimitada en cuanto al número de unidades que la integran;

(3)  no pueden funcionar como determinantes. [...]

Los diferentes tipos de adjetivos que se mencionan en los estudios gramaticales reflejan los distintos puntos de vista que se han adoptado para clasificarlos:

(a)     Atendiendo a la noción que expresan: 'adjetivos valorativos' (extraordinario), de clase (aristócrata), 'de cualidad física' (blanco), 'de cualidad moral' (valiente), etc.

(b)    De acuerdo con sus propiedades combinatorias, asociadas también a sus propiedades semánticas: 'relacionales' (paterno), 'clasificadores' (francés), 'cualitativos' (blanco), 'perfectivos' (lleno), 'imperfectivos' (imposible).

(c)     Según su derivación morfológica, se habla de adjetivos 'denominales' (presidencial), 'deverbales' (amable), 'deadverbiales' (cercano).

(d)    Atendiendo a la función sintáctico-semántica que adopten en un sintagma nominal concreto, se distinguen: explicativos o no restrictivos («Los blancos caballos trotaban por la playa»), especificativos o restrictivos («Los caballos blancos trotaban por la playa»), epítetos («La blanca nieve caía»).

(e)     Por último, según la modificación sobre el sustantivo se realice con o sin intervención de un elemento verbal, se diferencia entre adjetivo 'adjunto' («Los blancos caballos») y adjetivo 'predicativo' («Los caballos son blancos»).”

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, pp. 21-22]

Adjetivo relacional

Los adjetivos relacionales, también llamados referenciales, son los adjetivos derivados generalmente de un sustantivo, como «presupuestario», «agrario», «sindical», «policial»,  que cuando modifican a un nombre, expresan una relación entre dos entidades nominales: la designada por el nombre al que se adjuntan y la aludida por el sustantivo del que derivan. Por ejemplo, «la propuesta sindical» es equivalente a «la propuesta del sindicato», construcción en la que queda patente la relación entre dos entidades nominales.

Además de esta característica común, los ‘adjetivos relacionales’ presentan ciertas peculiaridades sintácticas que los diferencian de otros tipos de adjetivos:

(1)  En español aparecen siempre pospuestos al nombre («*el presupuestario debate»);

(2)  no admiten intensificación («*la moderación muy salarial»); y

(3)  se utilizan, al menos en su sentido puramente relacional, sólo como modificadores del nombre y no como atributos: «la situación agraria» pero no «*la situación es agraria».”

[Alcaraz Varó, Enrique / Martínez Linares, María Antonia: Diccionario de lingüística moderna. Barcelona: Editorial Ariel, 1997, p. 24]

Adjetivo (lat. adiectivum nomen, trad. del gr. epítheton ‘añadido’). En algunas lenguas, una clase de formas que modifica la clase de los nombres, distinta de sus propiedades y que es variable como el nombre si bien puede tener sus paradigmas (para la doble declinación atributivo y predicativo). La del a. no puede ser considerada una categoría universal, ya que en muchas lenguas figuras de significado como las expresadas por nuestros aa. son expresadas en cambio con un verbo o una forma verbal, como si dijésemos ‘rojea’ en lugar de ‘es rojo’. Según una posible clasificación <en e> podemos distinguir entre adjetivos

calificativos

·      calificativos con sentido pleno, como bello, feo, que pueden ser graduable: más, menos, igualmente bello, feo.

·      de relación, que derivan de un nombre como anual, dentista.

determinativos

·      posesivos.

·      interrogativos y exclamativos.

·      indefinidos.

·      numerales ordinales.“

    [Cardona, G. R., p. 6]

„Los nombres designan clases y los adjetivos denotan propiedades. Advirtamos, no obstante, que no todos los adjetivos denotan propiedades. Los de relación (como, por ejemplo: presidencial, estudiantil, ecuestre, etc.) no denotan propiedades sino que clasifican.

Aunque se puedan distinguir rasgos en un sustantivo («hombre», por ejemplo, posee los de ‘ser humano’, ‘adulto’ y ‘varón’), la función semántica básica del nombre consiste en singularizar un cierto tipo de entidad. La suma de rasgos, por muchos que sean, no constituye una clase. El adjetivo, en cambio, que sí designa cualidades, sólo denota una única propiedad y nunca clases de objetos.

Hay, sin embargo, nombres que, además de denotar clases, poseen claramente en su sentido propiedades determinadas. Este hecho llega a permitir en algunas ocasiones su cuantificación con adverbios, como si se tratara de adjetivos. Así podemos escuchar que alguien es muy hombre o muy torero. Para Ignacio Bosque no estamos ante una recategorización de nombres en adjetivos, sino ante el hecho de que «algunos sustantivos a los que históricamente se asocian significados culturales estereotipados tienen la posibilidad de pasar a formar parte de las entidades léxicas que denotan cualidades o propiedades» (1989, p. 124).”

[Portolés, José (Universidad Autónoma de Madrid): “La metáfora y la lingüística: Los atributos metafóricos con un enfático”. En: Demonte, Violeta: Gramática del español. México: El colegio de México (Centro de Estudios Lingüísticos y Literarios), 1994, p. 538]

«Podemos concluir con la definición funcional del adjetivo: «Son las palabras que tienen la función privativa de modificadores directos de sustantivo.» (A. M. Barrenechea).»

[Marcos Marín, Francisco: Curso de gramática española. Madrid: Cincel, 1980, p. 199]

«Los adjetivos relacionales

Normalmente se piensa que un adjetivo es aquella parte de la oración que sirve para indicar cualidades de los nombres: forma, color, tamaño, edad, evaluación, etc. Sin embargo, no todos los adjetivos realizan este tipo de adscripción. En efecto, hay adjetivos que indican propiedades que la entidad objeto de modificación adjetiva posee por su relación con algo externo a ella:

discurso papal,

reforma constitucional,

control parlamentario,

casa real, etc.

Los adjetivos de estos ejemplos no denotan cualidades ni propiedades de los objetos a los que acompañan, sino que expresan, en un sentido amplio, relaciones. Así, no podemos decir que en un discurso papal, papal exprese una cualidad de un discurso, sino que indica un tipo o clase de discurso: en este caso, el realizado por el Papa. Existen ejemplos en los que un mismo adjetivo se puede interpretar como denotador de propiedades o de relaciones. Estamos acostumbrados a que los periodistas y publicistas jueguen con el doble significado del adjetivo real, por ejemplo, en un sintagma como casa real: dicho adjetivo significa en su lectura calificativa ‘casa verdadera, existente’, mientras que en su lectura relacional expresa ‘casa de o vinculada a la realeza’.

Características

Si bien los adjetivos calificativos son graduables: muy alto, bastante interesante, los de relación no lo son, puesto que no denotan propiedades. [...]

Los adjetivos relacionales nunca actúan como predicados; por ello suelen ser extraños como predicados de una oración copulativa: *La obra de teatro es musical (con el sentido de ‘es un musical’), *La reconstrucción dental (‘una reconstrucción de los dientes’).

Es común encontrar pares de adjetivos: calificativos-relacionales, construidos sobre una misma raíz pero con sufijos diferentes: Cívico-civil, paternal-paterno, provinciano-provincial, musculoso-muscular. El primer miembro de estos pares se comporta como un adjetivo calificativo, pues puede ser graduado; mientras que el segundo actúa como un adjetivo relacional.

Los adjetivos relacionales nunca aparecen antepuestos, frente a los adjetivos calificativos. [...]

Tipos

Dentro de los adjetivos relacionales podemos hablar de dos clases: adjetivos clasificativos y adjetivos argumentales o temáticos (Bosque 1993). Los primeros son adjetivos de relación no argumentales, mientras que los segundos se comportan como argumentos seleccionados por los nombres. De esto se deduce que los adjetivos relacionales argumentales sólo podrán acompañar a nombres que posean estructura argumental:

Adjetivos clasificativos:

Revista mensual (‘revista que sale cada mes’).

Coche solar (‘coche que se mueve por energía solar’).

Ataque nuclear (‘ataque mediante armas nucleares’).

Adjetivos argumentales:

Construcción naval (‘construcción de barcos’) (Tema).

Extracción dental (‘extracción del diente’) (Tema).

Viaje presidencial (‘viaje del presidente’) (Agente). [...]

El orden que establecen entre sí los adjetivos clasificativos y temáticos tiende a ser fijo (Bosque 1989). En general, los clasificativos son más restrictivos que los argumentos que el predicado selecciona, por lo que requieren aparecer adyacentes al nombre, ocupando los argumentales la posición siguiente. Esta regla permite dar cuenta de las diferentes lecturas que encontramos en secuencias como:

El fracaso europeo parlamentario

(‘El fracaso del parlamento relativo a Europa’).

El fracaso parlamentario europeo

(‘El fracaso de Europa en lo que respecta a su parlamento’).

Ambos ejemplos muestran que el esquema existente en español es adjetivo clasificativo y adjetivo argumental. En cuanto a la secuencia de dos adjetivos argumentales, en general, el agente suele ser más externo que el tema, que requiere adyacencia con el nombre:

La producción vinícola riojana (de vino realizado por la Rioja, o en la Rioja).

*La producción riojana vinícola.

En estos ejemplos vemos que el adjetivo temático riojano, que representa el agente, nunca puede situarse delante del adjetivo vinícola, que representa el tema.

Si los dos adjetivos son clasificativos, pueden alterar su orden:

Proyecto multidisciplinar bianual =

Proyecto bianual multidisciplinar.»

[Rodríguez Ramalle, Teresa María: Manual de sintaxis del español. Madrid: Editorial Castalia, 2005, pp. 171-175]

Definición del adjetivo:

«El adjetivo, como categoría gramatical, puede ser atributo o modificador del nombre o sustantivo; unido a él, y a sus determinantes y cuantificadores, forma una frase nominal en la cual ha de concordar en género y número con el nombre modificado.

El adjetivo comparte con los determinantes y cuantificadores la obligación de concordar con el sustantivo. Se diferencia de ellos, sin embargo, en que su sola presencia no es suficiente para capacitar al nombre como expresión referencial, apta para ocupar en la oración las posiciones de sujeto, complemento directo y demás:

Entró una clásica señora discreta.

*Entró clásica señora discreta. [...]

Casi todos los adjetivos que funcionan como predicados en oraciones copulativas caracterizadoras pueden ser también modificadores. No todos los adjetivos modificadores, empero, concurren en posiciones predicativas y son por tanto equivalentes a predicados, tal como muestran los siguientes ejemplos: El viaje presidencial. / *El viaje es presidencial.

Un adjetivo modificador adscribe propiedades cuya especificación sirve para

La característica fundamental de los adjetivos, tanto atributivos como predicativos, es que son términos generales y por ello pueden aplicarse a múltiples objetos (libro verde, niño verde, árbol verde).

Una característica semántica típica de los adjetivos (aunque no todos la poseen) es que son graduables y medibles y pueden por ello ser modificados por adverbios que indican el grado o la extensión de la propiedad expresada por el adjetivo; al ser graduables pueden asimismo aparecer en construcciones comparativas.

Entre los adjetivos modificadores hay algunos que no adscriben propiedades a objetos, que no son caracterizadores, y por ello no pueden funcionar como predicados. Son, pues, modificadores pero, en sentido estricto, no son atributivos ni predicativos:

El viaje presidencial a Nicaragua.

*El viaje es presidencial.

El adjetivo presidencial expresa el actor o agente de ese viaje. En La antigua casa de Enrique el adjetivo antiguo expresa indica el tiempo (la «casa» que tenía antes Enrique) y posee un valor casi adverbial. La casa de Enrique es antigua sólo puede significar «la casa es vieja».

La existencia de esta segunda forma de relación entre los adjetivos y los nombres está relacionada con el hecho de que los sustantivos no sólo describen objetos sino que pueden también designar acontecimientos o situaciones espacio-temporales (el proceso de viajar, el lugar donde alguien vive).

Si concebimos una realidad constituida ontológicamente por tres clases de entidades: objetos físicos o mentales (cosas que tienen ‘existencia’), acontecimientos (cosas que ‘tienen lugar’ en el espacio y en el tiempo) y propiedades o ‘características’ de esos objetos o acontecimientos, podemos pensar que los sustantivos, los verbos, y los adjetivos junto con los adverbios representan en el lenguaje a esos tres tipos de entidades. Como bien señala Lyons, a quien se debe aproximadamente la observación que acabamos de hacer, a esta triple distinción le corresponden sólo ‘típicamente’ ciertas clases de palabras, pues esa correspondencia no es absoluta. Así, hay nombres que designan propiedades: belleza, nombres que expresan acciones o estados: carrera, paz, o adjetivos que designan conjuntos de propiedades, esto es, clases naturales: rural, gallego.

Lyons (1977: § II.3) señala que existe un marco ontológico neutral que permite identificar entidades de diverso orden o rango: objetos físicos o entidades de primer orden, entidades de segundo orden o acontecimientos, procesos y estados de cosas que ocurren en el tiempo y en el espacio, y entidades de tercer orden o proposiciones (que están fuera del tiempo y el espacio).

Podemos definir el adjetivo a través de los siguientes rasgos: generalidad o independencia del objeto, capacidad para adscribir propiedades o características a los objetos y a los acontecimientos y graduabilidad. Estos rasgos son típicos y, junto a muchos otros, su ausencia o presencia permite establecer clases de adjetivos y explicar su funcionamiento sintáctico.»

[Demonte, Violeta: „El adjetivo: Clases y usos. La posición del adjetivo en el sintagma nominal“. En: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe, 1999, vol. 1, p. 133-136]

«Determinante. Determinativo que introduce un sintagma nominal y hace posible que dicha sintagma funcione como sujeto oracional preverbal, v.g. este en este libro o muchos en muchos libros. Atendiendo a sus propiedades semánticas básicas, los determinantes pueden ser identificadores o cuantificadores. La función de los determinantes identificadores es indicar la entidad o entidades a las que se refiere el hablante. Los determinantes cuantificadores expresan, por su parte, la cantidad de entidades denotadas por el sintagma nominal que los incluye. Son determinantes identificadores en español el artículo determinado, los demostrativos, los posesivos y algunas otras piezas léxicas, como el determinativo de contraste otro y el identificador impreciso cierto. Entre los determinantes cuantificadores están los indefinidos y los numerales cardinales.»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 66]

«Determinantes

Suele aceptarse hoy que los artículos, los demostrativos y los posesivos constituyen la clase gramatical de los DETERMINANTES o DETERMINATIVOS. Si se interpreta este término en un sentido amplio, de forma que dé cabida a otras unidades que legitiman a los sustantivos como argumentos de un predicado, la clase de los determinantes se amplía para dar cabida a los cuantificadores prenominales (alguna, tres, muchos, etc.). Los POSESIVOS se asimilan en parte a los artículos y los demostrativos, en cuanto que ocupan a veces la misma posición inicial en el grupo nominal ante los adjetivos, como en {mi ~ esta ~ la} pequeña casa. Esta coincidencia del español actual es, sin embargo, relativamente accidental, puesto que la pauta que representa la mi casa era posible en la lengua antigua, como lo es hoy en italiano, catalán y otras lenguas románicas. También lo es en algunas variantes del español europeo. Asimismo, la construcción esta mi casa (don «demostrativo + posesivo») es hoy arcaica, pero no inusitada. Los posesivos aportan, por otra parte, informaciones características de los pronombres personales (mío = ‘de mí’).»

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Madrid: Espasa Libros, 2009, § 1.9r]

«Adjetivo

Categoría que denota una cualidad o propiedad del sustantivo al que modifica o del que se predica.

Adjetivo calificativo: Adjetivo que denota una cualidad o propiedad del sustantivo al que modifica o del que se predica, v.g. chico alto. Los adjetivos calificativos son, por lo general, graduables: un chico muy alto.

Adjetivo clasificador o relacional. Adjetivo que establece un vínculo entre lo denotado por el nombre al que modifica y algún otro nombre, v.g. industria pesquera (cf. industria de pesca). Los adjetivos relacionales se distinguen de los adjetivos calificativos en que no son graduables (*una industria muy pesquera), se posponen necesariamente al nombre (*una pesquera industria) y no funcionan generalmente como atributo (*Esa industria es pesquera).

Adjetivo de dos terminaciones: Adjetivo variable en cuanto al género, v. g. amarillo, contento, lento.

Adjetivo de una terminación: Adjetivo invariable en cuanto al género, v.g., gris, triste, veloz.

Adjetivo determinativo: Adjetivo que contribuye al establecimiento de la referencia del sintagma nominal del que forma parte o expresa la cantidad de entidades mencionadas por el sintagma nominal, v.g. mismo en el mismo problema o muchos en los muchos problemas que tengo.

Adjetivo especificativo: Adjetivo que sigue al nombre y restringe su extensión, v.g., mis alumnos destacados.

Adjetivo explicativo: Adjetivo que generalmente precede al nombre y destaca un rasgo de este, que puede ser consustancial con él (la blanca nieve) o no serlo (mis destacados alumnos).

Adjetivo incidental: Adjetivo separado del sustantivo por una pausa, v.g., la mujer, inquieta... (Cf. Aposición, Inciso).»

[Eguren, Luis / Fernández Soriano, Olga: La terminología gramatical. Madrid: Gredos, 2006, p. 48-49]

«Adjetivos y determinantes

Mientras que los adjetivos modifican la INTENCIÓN nominal, los determinantes afectan a su EXTENSIÓN, puesto que convierten el grupo nominal en una expresión referencial. Contrastes simples como {El niño ~ Aquel niño ~ *Niño ~ *Niño travieso} lloraba sin parar ponen de manifiesto que el adjetivo (a diferencia del artículo y del demostrativo) no convierte por sí solo el sustantivo en una expresión referencial y, por consiguiente, en argumento de un predicado.»

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Madrid: Espasa Libros, 2009, § 17.2g]

Adjetivos determinativos

«El término adjetivo se suele usar en un sentido laxo y en otro restrictivo. El primero, más frecuente en los estudios tradicionales, es el resultado de privilegiar los dos criterios formales que caracterizan a esta clase de palabras: la CONCORDANCIA con el sustantivo y su función como MODIFICADOR de este. Este sentido abarcador del adjetivo da cabida en esta clase de palabras a todos los elementos subrayados en la relación siguiente:

esa calle estrecha, algunos árboles frondosos, sus mismos tres presuntos cómplices italianos, muchos músicos entusiastas, mis antiguos compañeros, nuevo tripe empate, demasiadas falsas promesas, ciertas personas discretas, cuya segunda intención.

Las voces que se recogen en esta relación se agrupan tradicionalmente en dos clases: la de los ADJETIVOS CALIFICATIVOS, que designan cualidades, y la de los ADJETIVOS DETERMINATIVOS, que introducen el grupo nominal y delimitan su denotación especificando a cuántas y cuáles de las entidades designadas por el nombre hace referencia el hablante. Para algunos tratadistas clásicos los artículos constituían una subclase de los adjetivos determinativos. El sentido restrictivo de la categoría adjetivo excluye estos, que pasar a ser DETERMINANTES (también DETERMINATIVOS para algunos autores) y CUANTIFICADORES. No se considera correcto identificar como adjetivos calificativos a los que resultan de suprimir de esta relación los adjetivos determinativos (esa, algunos, sus, mismos, muchos, etc., en el grupo de ejemplos que precede). En efecto, no son adjetivos calificativos presuntos, italianos o antiguos, ya que no denotan cualidades o propiedades de los individuos de los que se habla. [...]

La clase tradicional de los adjetivos determinativos abarca los demostrativos (este, esas, aquellos), los posesivos (mi, tus, nuestros), los indefinidos (algunos, ciertas, ninguno), los numerales (uno, cuatro, setecientas), así como algunas palabras exclamativas (como qué en ¡Qué calor!), relativas (cuyo) o interrogativas (¿Qué calor?). Los adjetivos determinativos también se diferencian notablemente de los calificativos en la posición que ocupan en el grupo nominal.

A pesar de que se acepta hay que los adjetivos determinativos pertenecen a la clase de los determinantes, que puede abarcar la de los cuantificadores, suele hablarse de USOS ADJETIVOS de algunas de estas expresiones, en oposición a usos PRONOMINALES o SUSTANTIVOS. Corresponden a estos últimos las secuencias subrayadas en Ya llegó ese; No vino ninguno; Solo quiero algunos, no todos, que no inciden sobre sustantivos. Por el contrario, pertenecen a los primeros las que se marcan en estas otras: Ya llegó ese amigo tuyo; No vino ninguna paciente; Solo quiero algunos discos

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Madrid: Espasa Libros, 2009, § 13.1c-f]

«Los tradicionalmente llamados ADJETIVOS DETERMINATIVOS se suelen agrupar hoy con los determinantes y con los cuantificadores. Permanece, sin embargo, la cuestión de dilucidar el grado en que estas voces mantienen en la sintaxis algunas de sus propiedades adjetivales, y –en consecuencia– la medida en que se GRAMATICALIZAN de manera total o parcial. Este proceso conlleva la pérdida de parte de su sentido original en favor de propiedades características de los determinantes, los cuantificadores o varios tipos de pronombres. Aun así, en algunos de estos casos no se percibe un cambio absoluto de categoría gramatical, sino más bien la manifestación, en grados variables, de comportamientos formales diversos que corresponden a esas clases de palabras.»

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Madrid: Espasa Libros, 2009, § 13.9a]

«En la tradición gramatical hispánica ha sido frecuente analizar los indefinidos y los numerales cardinales como clases de adjetivos, entendiendo adjetivo en sentido amplio, es decir, como aquella categoría que modifica a los sustantivos. [...] Esta forma de proceder introduce un notable grado de redundancia en el sistema gramatical. Un análisis alternativo, que evita la duplicación categorial, consiste en considerar que tanto en tres árboles como en tres, el numeral cardinal es un adjetivo, con un nombre tácito en el segundo caso.» (RAE: Nueva gramática de la lengua española. Madrid: Espasa Libros, 2009, § 1.9m)

Los demostrativos que poseen flexión coinciden con los artículos, y también con muchos cuantificadores, en que pueden incidir sobre elementos nulos o tácitos (en uno de los análisis posibles de estas expresiones): este Ø de aquí, algunos Ø de mi pueblo, muchos Ø que no habían recibido la noticia. El análisis de este elemento tácito, muy extendido hoy entre los sintactistas, solía ser evitado en la tradición gramatical de forma que se optaba en su lugar por duplicar las clasificaciones de demostrativos y de indefinidos.

«Era, pues, relativamente frecuente considerar que son elementos adjetivales las voces subrayadas en Quiero este libro; Tiene mucha iniciativa; Existen cuatro posibilidades, o la segunda ocasión; y pronominales, en cambio, las marcadas en Quiero este; Iniciativa, no tiene mucha; En cuanto a las posibilidades existentes, solo veo cuatro, o Erró en la primera ocasión, pero no en la segunda. Este tipo de adjetivos se denominan a veces ADJETIVOS DETERMINATIVOS para diferenciarlos de los adjetivos calificativos y relacionales, es decir, de los adjetivos en sentido estricto. Se ha observado que incluso las propuestas que postulan este desdoblamiento –evitando así sustantivos o grupos nominales tácitos– se ven abocados a aceptar estos últimos para explicar alternancias como La mayor parte estaban {estropeador ~ estropeadas} o El veinte por ciento son {mexicanos ~ mexicanas}. Como norma general, se opta aquí por el análisis de estas construcciones que acepta el elemento nominal tácito, pero se recordará en los apartados correspondientes que algunos autores prefieren no acudir a él y mantener el desdoblamiento en los términos mencionados.»

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Madrid: Espasa Libros, 2009, § 1.9p]

«La clase de los demostrativos dotados de flexión está sujeta a polémica. Las formas neutras (esto, eso, aquello, tanto, tal) son pronombres y carecen de plural, pero se discute el estatuto de las restantes. Cuando acompañan a un nombre, como en este libro, aquella idea o ese aire, los demostrativos son determinantes, puesto que convierten al sustantivo en una expresión referencial y lo habilitan para funcionar como sujeto. Los adjetivos carecen de esta propiedad, como pone de manifiesto el contraste {Este niño ~ *Niño travieso} llora sin parar. Hay controversia, sin embargo, sobre si en secuencias como No quiero cualquier bicicleta; quiero esa el demostrativo es un pronombre o se trata, por el contrario, de un determinante que incide sobre un elemento nulo o tácito cuyo contenido (en este caso ‘bicicleta’) se recupera del contexto:… quiero esa Ø. El problema afecta también a otros determinantes y cuantificadores. Se elegirá aquí la opción que acepta el núcleo tácito, pero se hará constar que el otro análisis hace predicciones equivalentes en un gran número de casos.»

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Manual. Madrid: Espasa Libros, 2010, §17.2.2b]

«La distinción tradicional entre el artículo un (Quiero un lápiz) y el pronombre indefinido uno (Quiero uno) ha sido criticada con varios argumentos, algunos de cierto peso. [...] Se ha llamado la atención sobre el hecho de que se pierde una generalización importante al asignar categorías diferentes a dos unidades que no se diferenciarían en sus rasgos sintácticos ni semánticos, sino en los morfofonológicos. En general, el considerar la categoría modificada como el criterio clasificador fundamental obliga a desdoblar un gran número de palabras en dos clases gramaticales distintas en función de que incidan o no sobre un sustantivo.

Quienes critican la tendencia a la DUPLICACIÓN CATEGORIAL a la que se hace referencia señalan que tal opción aumenta innecesariamente el número de paradigmas gramaticales. Se diferencian así los adjetivos o determinantes demostrativos (No veo bien esta letra) de los nombres demostrativos (No veo bien esta); los adjetivos numerales (Había tres flores) de los pronombres numerales (Flores solo había tres); o los adjetivos indefinidos (Elige cualquier carta) de los pronombres indefinidos (Elige cualquiera), entre otras duplicaciones similares. Recuérdese a este propósito el § 1.9p, donde se acepta de manera general el análisis de elementos nominales tácitos que evita la duplicidad mencionada. Si se piensa, en cambio, que la diferencia entre los pares algún ~ alguno; ningún ~ ninguno; cualquier ~ cualquiera es morfofonológica en lugar de categorial, se establece menos redundancia en clasificación y se explica más adecuadamente la identidad significativa que esos cuantificadores mantienen. Los análisis que proponen evitar el desdoblamiento introducen, pues, núcleos nominales tácitos. Desde este punto de vista, no hay diferencia categorial entre los dos numerales que aparecen en la oración Eran [tres ladrones] y solo [tres Ø], ya que el sustantivo tácito Ø garantiza que los dos segmentos encerrados entre corchetes tienen idéntica estructura.»

[RAE: Nueva gramática de la lengua española. Madrid: Espasa Libros, 2009, § 15.2d-e]