ABBILDUNGSTHEORIE

Isomorfismo lenguaje y realidad

(Recop.) Justo Fernández López

 

Vgl.:

Bild / Isomorphie / Symbolfeld / Symbol / Sprache und Realität / Sprache und Denken / Funktion

 

Abbildung [engl. function / mapping. Auch: Funktion]

Aus der Geometrie stammender Grundbegriff der Mengentheorie: Vorschrift, die jedem Element x einer Menge A (= Urbild- oder Ausgangsmenge, auch: Definitions- oder Vorbereich) genau ein Element y = f(x) einer Menge B (= Bild- oder Zielmenge, auch: Nachbereich) zuordnet.“ [Bußmann, H., S. 41]

Abbildungstheorie

Theorie, nach der Wörter Abbildungen der Wirklichkeit sind. Außer Eigennamen sind jedoch alle Wörter (auch die Onomapoetika) Abstraktionen verschiedenen Grades. Siehe Motiviertheit. Nach G. Patzig beruht der wesentliche Unterschied zwischen abbildender und symbolischer Darstellung darin, dass man bei der letzteren eine Information zum Verständnis braucht. Vgl. das Bild einer Katze und das Wort ‘Katze’. Gegenstände werden durch Namen nicht dargestellt, sondern vertreten.“ [Heupel, Carl, S. 9]

Abbild(ungs)theorie [Auch: Wiederspiegelungstheorie]

Im Rahmen der marxistischen Sprachauffassung die Lehre, dass Sprache Ausdruck der ideellen Widerspiegelung der objektiven Realität durch das menschliche Bewusstsein ist. Sprachliche Zeichen gelten als materielle Realisierungen von gedanklichen Abbildern, d.h. von Begriffen oder Aussagen. Die Untersuchung der Beziehungen zwischen sprachlichen Ausdrücken und ihren gedanklichen Entsprechungen ist Aufgabe der Semantik. Zur Kritik an der A. aus der Sicht der Allgemeinen Semantik vgl. A. Schaf: Einführung in die Semantik, Wien, 1969." [Bußmann, H., S. 41]

„In einer früheren Cambridger Vorlesung bemerkt Wittgenstein (im Zusammenhang einer Kritik am Repräsentationsmodell der Sprache): »Früher habe ich einmal gesagt, der Satz sei ein Bild der Wirklichkeit. Damit könnte man zwar eine sehr nützliche Betrachtungsweise der Sprache ins Bild bringen, aber es besagt nicht mehr als ’Ich will den Satz als Bild der Welt betrachten’« (Vorlesungen 1930-1935, 286 Anm.) – nicht besagt es, diese »Übereinstimmung« sei sprachunabhängig überprüfbar.“

[Frank, Manfred: „Wittgensteins Gang in die Dichtung“. In: Frank, M. / Soldati, G.: Wittgenstein – Literat und Philosoph. Pfullingen: Verlag Günther Neske, 1989, S. 71, Anm. 15]

„Mit der Frage nach dem Sinn des Sprechens ist der andere, sowohl Früh- wie Spätphilosophie Wittgensteins durchziehende Themenschwerpunkt eng verwandt, nämlich das Problem des in der Sprache Darstellbaren und Dargestellten. Bereits in der Logisch-Philosophischen Abhandlung (LPA) hat Wittgenstein die Bedingungen der Möglichkeit zu beschreiben versucht, «ein Bild der Welt (wahr oder falsch) zu entwerfen» (T 2.0212); in der zwischen 1932 y 1933 entstandenen Philosophischen Grammatik heißt es: «’Das soll er sein’ (dieses Bild stellt ihn vor), darin liegt das ganze Problem der Darstellung». [...]

Wird das Problem des Sinnhaften/Unsinnigen in die Abbildungsbeziehung des Sprechens und Denkens eingebettet, so stellen sich über die weiter oben skizzierten Fragen hinaus zwei weitere, die das Problem des Sinnes weiter differenzieren: (1) Welchen Sinn hat die Bildproduktion als konstitutives Element des menschlichen Denkens und Sprechens? Gibt es eine Isomorphie zwischen der ‘Welt’ und dem ‘Bilder der Welt’? (2) Läßt sich angesichts der Unterschiedlichkeit der bestehenden Abbildungen ein Gesamtzusammenhang auffinden, in dem nicht nur diese Unterschiedlichkeiten plausibel werden, sondern auch die Konkurrenz zwischen differenten Bildersystemen, die sich gegenseitig ausschließen? [...]

Im Tractatus logico-philosophicus unternimmt Wittgenstein den Versuch, die Bedingungen für die Möglichkeit sinnvollen Sprechens zu umreißen. Ihm geht es dabei weniger um die positive Darstellung einer in sich geschlossenen Philosophie, als darum, durch den Aufweis der Grenzen des Sagbaren den Sinn des Gesagten hervortreten bzw. sich zeigen zu lassen. [...] Wittgenstein geht dabei von einem Abbildungsmodell aus, demzufolge sich Gedanken bzw. Sätze durch ihre logische Form auf die Tatsachen der Welt beziehen. Der Satz ist dann ein angemessenes Bild der Tatsache in der Welt, wenn seine Bestandteile Bestandteilen der Welt entsprechen. Er ist ein ‘logisches Bild’ der Tatsache, die er abbildet. Daraus ergibt sich allerdings das Problem, auf welche Weise die Logik diese Abbildungsbeziehung zwischen Sätzen und Welt herbeizuführen bzw. zu garantieren vermag. In der traditionellen Logik bis hin zum Logischen Atomismus Russells war zumindest eine dritte Größe eingeführt worden, um zwischen Gedanken/Sprache und Welt zu ‘vermitteln’, allerdings um den Preis metaphysischer Verstrickungen. Wittgenstein versucht nun, die Schwierigkeiten metaphysischer Konstruktionen dadurch zu vermeiden, dass er die Möglichkeit der Abbildungsbeziehung an das Bestehen und Funktionieren der Logik als der sich im Satz zeigenden Form interpretiert. Die Form der Abbildung, die der Satz vornimmt, wird zu dem «Maßstab», der dem Satz (als logischem Bild) und dem zu messenden Gegenstand gemeinsam ist. Der Sinn des Satzes und die Tatsache seiner Logizität können ineinsgesetzt werden: »Jeder Satz muss schon einen Sinn haben; die Bejahung kann ihn ihm nicht geben, denn sie bejaht ja gerade den Sinn. Und dasselbe gilt von der Verneinung, etc.« (T 4.064)

Die sich in der Sprache zeigende Isomorphie-Beziehung zwischen Welt und Sprache wird auf diese Weise endogen mit der Sinnfrage verknüpft. [...] Angesichts der logischen Notwendigkeit, von dem Bestehen der Logik als Form der Abbildung auszugehen, erledigen sich die berühmten Konstitutionsfragen (‘Wie ist Erkenntnis/Wissenschaft/Metaphysik etc. möglich?’). [...]

Damit hat sich die philosophische Fragestellung nach dem Sinn bereits entscheidend verschoben: Sie ist von der Konstitutionsfrage in die Frage nach den Grenzen des (logischen) Sinns übergegangen, die aufgrund des internen Zusammenhangs zwischen Logik und Welt zugleich die Grenzen der Welt markieren: »Die Logik erfüllt die Welt [...] Wir können also in der Logik nicht sagen: Das und das gibt es in der Welt, jenes nicht. Das würde nämlich scheinbar voraussetzen, dass wir gewisse Möglichkeiten ausschließen und dies kann nicht der Fall sein, da sonst die Logik über die Grenzen der Welt hinaus müsste« (T 5.61) Jenseits des Sinns der Logik beginnt der Unsinn. [...] Stäze der Religion sind weder falsch noch wahr – sie sind unsinnig. Es bleibt nur das factum brutum übrig, dass die Welt ist – ein Faktum freilich, das nach der Logik der LPA ineffabile ist. [...]

»Die Umgangssprache ist ein Teil des menschlichen Organismus und nicht weniger kompliziert als dieser. Es ist menschenunmöglich, die Sprachlogik aus ihr zu entnehmen. Die Sprache verkleidet den Gedanken. Und zwar so, dass man nach der äußeren Form des Kleides, nicht auf die Form des bekleideten Gedankens schließen kann.« (T 4.002) [...]

In seiner Selbstkritik am Tractatus Ende der zwanziger Jahre hebt Wittgenstein den «Dogmatismus» hervor, der darin besteht, das Kriterium sinnvoller Sprache mittels der Reinigung der gewöhnlichen Sprache entdecken zu wollen. Das Paradox eines solchen Versuchs führt in einen unendlichen Begründungsregress von Sinn, da jede Angabe einer Sinngrenze nach der Begründung ihres Sinnkriteriums befragt werden kann. Als einzig angemessener Ausweg aus diesem ursprungslogischen Dilemma bleibt, so Wittgenstein, nur die Kritik an der Auffassung, »dass wir auf etwas kommen könnten, was wir heute noch nicht sehen, dass wir etwas ganz neues finden können. Das ist ein Irrtum. In Wahrheit haben wir schon alles, und zwar gegenwärtig, wir brauchen auf nichts zu warten« (Wittgenstein und der Wiener Kreis. Schriften 3. Frankfurt a. M., 1967, S. 193)

Im Gegensatz zu der Grundvoraussetzung des Tractatus, derzufolge der sinnvolle Gebrauch von Sprache allererst durch eine eindeutige Grenzziehung von Sinnvollem und Unsinn zu gewinnen ist, kann der Philosoph nun darauf vertrauen, dass die Sprache in der Form, in der sie vorliegt, bereits als ganze sinnvoll ist. [...] In der Spätphilosophie steht für Wittgenstein daher nicht mehr die Frage im Vordergrund, wie sich sinnvolles Sprechen mithilfe universell gültiger Aussagen über den Zusammenhang von Denken, Sprechen und Welt letztbegründen läßt. Er ersetzt dieses als vergeblich erkannte Begründungsspiel durch die programmatische Forderung nach reiner Deskription des Sprachgebrauchs in Sprachspielen. [...] Namentlich ist zu kritisieren, dass erst eine Theorie über ‘Sinn’ die Explikation von ‘Sinn’ sinnvoll erscheinen lassen soll. [...] Die Probleme werden gelöst, nicht durch Beibringen neuer Erfahrung, sondern durch Zusammenstellung des längst Bekannten. [...]

Gegenüber der LPA ergibt sich damit ein neuer Begründungszusammenhang für sinnvolles Sprechen. Nicht länger sind als Grundlage für Geltungsansprüche logischer und sprachlicher Systeme die Berührungspunkte zwischen Logik und Gegenstand, die Isomorphie von Sprache und Welt anzusetzen – als einzige Voraussetzung  bleibt nur noch die im Lebensvollzug sich konstituierende, selbst aber nicht mehr begründend- oder ableitbare Gewissheit bzw. ein Bündel von Gewissheiten übrig. Wittgenstein gebraucht für dieses Phänomen zuweilen den Ausdruck ‘Weltbild’. Jene indubitablen Gewissheiten, auf die sich Aussagensysteme stützten, bilden den «überkommenen Hintergrund» (“Über Gewissheit”. In: Werkausgabe Bd. 8. Frankfurt a. M., 1984, S. 94), gegen den sich Kriterien für die Geltung von Sinnsystemen erst abheben. [...]

Aus dieser Überlegung ergibt sich eine implizite Kritik an dem wissenschaftlichen Methodenuniversalismus. Solche Systeme fußen auf nicht mehr als einem Vertrauen in Überzeugungen. [...] Wenn demgegenüber die Wissenschaften auf die Evidenz bzw. Unausweichlichkeit oder gar Naturgegebenheit eines axiomatischen Ursprungs ihrer Diskursivität beharren, so ist ihnen entgegenzuhalten, dass das vermeintlich Zwingende ihrer Argumentation lediglich Zwang ist. Denn im Durchgang durch die Kette der Begründungen wird sich stets eine unbegründbare Ursprungstatsache finden, deren Ursprungsqualität nur innerhalb des bereits bestehenden Systems evident erscheint. Die Reflexion auf die Geltung eines Systems als Betrachtung seines Ursprungs gibt niemals den eigentlichen Ursprung, sondern lediglich das, was innerhalb des bereits bestehenden Systems als Ursprung definiert worden ist. Jedes Sprechen über Ursprung liefert nur den invertierten Ursprung, eine Grundlage, die durch das über sie errichtete Gedankensystem gestützt wird. Am ‘Anfang’ der gedanklichen Erfassung von ‘Welt’ steht nicht die Begegnung mit ‘Welt’, nicht die Verknüpfung von Zeichen und Bezeichneten, sondern eine Reihe von Verknüpfungen, die weder zu falsifizieren noch zu negieren sind. Es geht nicht um ‘Richtig’ oder ‘Falsch’ – es geht um die Konstituierung eines Weltbildes, eines »Mythos« (Über Gewissheit, S. 95), der in der Praxis, im Lebensvollzug gebildet wird.”

[Kroß, Mathias: “Ein Bild der Welt entwerfen. Wittgensteins Therapie des Ursprungsdenkens”. In: Weiland, René / Pircher, Wolfgang (Hg.): Mythen der Rationalität. Denken mit Klaus Heinrich. Wien – Berlin: Turia & Kant, 1990, S. 168ff.]

Die Hauptthese, die ich schon in der Einführung gezeichnet habe, lautet so: die Theorien über die Kommunikation mit den Bilder benutzen ein Bildbegriff, der viele gemeinsame Eigenschaften mit den Wörtern und Sätzen in der Sprache hat. Man könnte sagen, dass die Theoretiker sich diese Kommunikation vorstellen, wie die Sprache. Neurath ist ganz eindeutig in dieser Frage: er schreibt über "Bildsprache" oder "visuelle Idealsprache", das heißt, dass die Züge dieser Sprache gleich wie die der wörtlichen Sprache sind, aber die Materie ist unterschiedlich.

Das Problem ist kurz die folgende: wenn wir über Bildsprache reden, dann setzen wir voraus, dass diese visuelle Sprache eine Grammatik und Elemente hat, die in dem Vorgang der Kommunikation gleiche Rolle spielen wie in der Wörtersprache. In diesem Fall sind die Bilder Symbole, wie die Wörter. Neurath betont, dass diese Grammatik universell und nicht von der Kultur abhängig ist. Das Lieblingsbeispiel von Neurath sind die ägyptischen Wandmalereien, deren Interpretation leicht für jeder Mensch ist. Diese Grammatik ist innerhalb von dem Bild und nicht zwischen den Bildern, wie bei der Wörtersprache zwischen den Wörtern. In diesem Fall ist die Grammatik wirklich überall verstehbar, weil wenn wir den visuellen Anblick interpretieren können, dann können wir alle Bilder auch interpretieren.

Die Annäherung von Wittgenstein ist eben umgekehrt: in seinen frühen Schriften hat er sich die Sprache wie die Bilder vorgestellt. Wir können es vielleicht klassische Abbildungstheorie nennen: die Sprache bildet die Welt auf dieselbe Weise ab, wie wir uns Bilder über die Welt machen. "Wir machen uns Bilder der Tatsachen" (Wittgenstein 1969: 14 [2.1]), und diese Tatsachen bilden die Welt. Die Verhältnisse der Elemente auf dem Bild widerspiegeln die Verhältnisse oder die Ordnung der Tatsachen in der Welt, und dieses Beziehungssystem bestimmt die Verbindung des Bildes zu der Wirklichkeit. Die Maler der Renaissance hatten sich die Abbildung ähnlich vorgestellt und Gitter als Hilfsmittel benutzt. Stellen wir uns vor, wenn wir die Dinge durch ein Gitter schauen, dann können wir sie leicht auf ein vergittertes Blatt abbilden, die Vergitterung zeigt präzis die Verhältnisse der Dinge. Oder wir können auch die Dinge durch dieses Gitter und unseren Gesichtspunkt mit einer Linie verbinden (Wittgenstein schreibt auch bildhaft über die Abbildung: "Diese Zuordnungen sind gleichsam die Fühler der Bildelemente, mit denen das Bild die Wirklichkeit berührt." (1969: 15 [2.1515]).

Die Abbildung der Wirklichkeit würde bei den Bildern ebenso wie bei der Wörtersprache durch Projektionsverfahren geschehen. Man kann verschiedene Projektionsverfahren wählen, und die Subjekt-Prädikat-Sätze sind nur eine Art der Projektion.

Also, die Propositionen sind nach dem Muster der Bilder gebildet, und die Bilder haben solche Eigenschaften, wie die Propositionen - "Die Sprache (das Reden) interessiert uns nur dann, wenn sie etwas porträtiert /abbildet/" (Wittgenstein 1995: 249) Der Sinn eines Bildes (oder einer Proposition) ist, was es darstellt; und ein Bild, wie eine Proposition, kann wahr oder falsch sein. Der Gedanke, der bildlich ebenso wie sprachlich erscheinen kann, ist wahr, wenn er die Wahrheit, die Tatsachen widerspiegelt, und "Die Gesamtheit der wahren Gedanken sind ein Bild der Welt" (Wittgenstein 1969: 17 [3.01]), oder ein Weltbild.

Später änderte Wittgenstein - mit dem Begriff des Sprachspieles – diese Auffassung. Das eindeutige Bild der Welt, das seine frühere Theorie eingab, wurde zerstört und sowohl die Sprache, wie auch die Bilder wurden von dem Kontext und der Kultur abhängig. In dieser Relativität können die Bilder der Sprache helfen, indem sie ein Muster für die korrekte Anwendung der Sprache zeigen können. Die Bilder können als Ergänzung der Kommunikation dienen, insofern sie die von der Mehrdeutigkeit herrührenden Missverständnisse vermindern können, aber die Bilder können kein solches Mittel darstellen, das universell verstehbar wäre. Eine Bildsprache könnte eine unabhängige Sprache sein, welche die Übersetzung erleichtern könnte; es wäre eine allgemeine Sprache, worauf alle Sprachen zurückführbar wären. Wittgenstein findet das in der Philosophische Untersuchungen (mit der Bestimmung der Sprachspiele) nicht möglich; aber die Intention von Neurath ist eben diese.“

[Miklós Lehmann Ungarische Akademie der Wissenschaften, Institut für Philosophie: „Die zu dem Bild werdende Welt  - Bild, Sprache und Bildsprache“, in: http://www.phil-inst.hu/~lehmann/bild.htm]

“La principal aportación original del Tractatus de Wittgenstein, desde el punto de vista filosófico, consiste en la teoría de la proposición como figura (Bild) de la realidad. La realidad, el mundo, no es sino el conjunto de todos los hechos atómicos. Las proposiciones atómicas son la imagen, la figura o la proyección de un hecho atómico en el nivel del lenguaje. Lo que tiene en común por tanto el lenguaje con la realidad es la estructura lógica que comparten los hechos y las proposiciones, su isomorfismo. Es decir, lo mismo que un hecho atómico es una composición de «cosas», una proposición atómica es una composición de palabras, y lo que hay en común entre la realidad (el hecho) y el lenguaje (la proposición) es la forma de la composición que queda representada en la estructura lógica de la proposición.

La conexión que existe entre el lenguaje y la realidad consiste en este carácter de figura o representación que las proposiciones tienen respecto a la estructura lógica de los hechos. De aquí que si una proposición completa no puede ser analizada en proposiciones atómicas que representen hechos, entonces aquella proposición no tiene ningún significado, es un sinsentido.

Este último punto sobre la posibilidad de que el lenguaje no signifique nada tiene extraordinaria importancia para la filosofía. Precisamente el lenguaje filosófico – y el propio lenguaje del Tractatus que habla acerca de la relación entre lenguaje y realidad – no será significativo: en efecto la forma como el lenguaje representa la realidad (como figuración de su estructura) es algo que no se puede decir en el lenguaje: solamente se puede mostrar pero no decir, porque una proposición filosófica que pretendiera decir esto no sería una imagen de ningún hecho. Tampoco tendrán sentido las proposiciones (filosóficas) que afirman algo acerca del mundo como un todo o acerca de un objeto en cuanto tal objeto (sin especificar cualidades o relaciones del objeto, es decir, sin afirmar o negar hechos atómicos). Esto sería como si el lenguaje pudiera salirse del mundo para hablar del mundo desde fuera de él. Pero, para Wittgenstein, los límites del lenguaje son los límites del mundo. Todo esto es, sin embargo, paradójico, porque precisamente el Tractatus es todo él un discurso filosófico en este sentido: habla sobre las relaciones entre lenguaje y mundo, habla del mundo como un todo, aunque sea para decir que no se puede pensar, etc. Pero Wittgenstein es consecuente con ello y al final del Tractatus declara simplemente que el propio Tractatus no tiene sentido como discurso declarativo. Es solamente – dice – una escalera que se arroja una vez que se ha subido por ella. El Tractatus ha servido para mostrar lo que quería mostrar, pero no ha dicho nada que tenga sentido.

La filosofía en general para Wittgenstein en esta época no podrá ser concebida como un discurso con sentido, sino como una actividad: la actividad de mostrar el sentido de las proposiciones de nuestro lenguaje.

Las tesis del Tractatus son muy discutibles. Tanto que el propio Wittgenstein empezó a criticarlas casi inmediatamente después de haberlas publicado. Sobre todo se puede criticar la idea de partir de un lenguaje supuestamente perfecto (que en realidad es solamente un modelo posible para algunos aspectos del funcionamiento de nuestro lenguaje: el modelo de la lógica matemática de Russell) para obtener a partir de él las características generales de la realidad. En segundo lugar la suposición del isomorfismo entre hechos y proposiciones es una tesis injustificada, un «embrujo» de nuestro lenguaje lógico más bien que un resultado de su análisis. Por último, y por lo que se refiere a la falta de sentido de las proposiciones filosóficas, el mismo Russell pone en duda que esto sea aceptable: primero porque de hecho proposiciones sobre el mundo como totalidad, etc. están contenidas en el Tractatus y parecen además completamente necesarias como supuestos básicos de todo su discurso; segundo porque la función aclaradora de la filosofía no sólo se puede llevar a cabo mediante una actividad que muestre el sentido de las proposiciones; sino que es posible también imaginar unamedio para que la filosofía pueda decir algo con sentido acerca de la estructura del lenguaje; esto podría ser, por ejemplo, mediante la utilización de lenguajes de diferentes niveles en cada uno de los cuales el lenguaje del nivel anterior aparece como objeto sobre el que habla el lenguaje del nivel siguiente (o metalenguaje) (Carnap).”

[Quintanilla, Miguel A.: Diccionario de filosofía contemporánea. Salamanca: Sígueme, 1976, pp. 479-480]

Isomorfismo

Aunque el término ‘isomorfismo’ ha sido poco usado en la literatura filosófica, su concepto puede rastrearse en diversas tendencias, especialmente en las que más se han ocupado del problema de la relación entre lenguaje y realidad. [...] La noción filosófica de isomorfismo no es ajena a las nociones química y matemática, sobre todo a la última. En química se llaman isomorfos a los cuerpos de diferente composición química e igual forma cristalina. En matemática la noción de isomorfismo es desarrollada en la teoría de los grupos. Esta teoría estudia los modos según los cuales cada uno de los términos de un grupo dado es sustituido, siguiendo un mismo modelo, por cada uno de los términos de otro grupo dado. Dentro de las relaciones posibles entre grupos hay la relación isomorfa. Según ella, dos grupos se llaman (simplemente) isomorfos cuando se establece una correspondencia unívoca entre los elementos de los dos grupos, y cuando el producto de dos elementos de un grupo corresponde al producto de otros dos elementos correlativos con los anteriores. [...] La noción filosófica de isomorfismo debe partir del problema de la posibilidad de representar una entidad por medios distintos de la reproducción de esta entidad, pero también por medios que permitan establecer una correspondencia entre cada uno de los elementos de la representación y cada uno de los elementos de la entidad. Ejemplos de tales entidades y sus representaciones son: un país y el mapa que lo representa; un fenómeno histórico y su narración. Ahora bien, los problemas que implica tal representación no son sólo matemáticos. Puede decirse, por consiguiente, que la noción matemática de isomorfismo sirve de punto de partida para la comprensión de la noción filosófica, pero que ésta no queda agotada en aquélla.

Una diferencia nada desdeñable entre las dos nociones mencionadas es la siguiente: en filosofía hay que distinguir, cosa que no ocurre en matemática, entre la entidad «dada» y la entidad «representada». Cierto que algunos filósofos no parecen admitir tal distinción. Por ejemplo, en las filosofías cartesiana y spinozista, donde la idea es definida como la cosa misma en tanto que vista, la idea y la cosa son por igual representaciones distintas de la misma realidad. Pero inclusiva en tales filosofías el isomorfismo entre la realidad y su representación es de índole distinta del matemático.

Ahora bien, el problema del isomorfismo se plantea especialmente cuando la representación de referencia se efectúa mediante un lenguaje. Puede entonces discutirse a fondo la cuestión de si hay una correspondencia isomorfa entre el lenguaje y la realidad descrita o representado mediante el lenguaje. Dos teorías se han enfrentado en la época contemporánea. Según una de ellas, no puede haber correspondencia isomorfa entre el lenguaje y la realidad; según otra, hay tal correspondencia. La primera teoría es, en rigor, el resultado común a que llegan doctrinas filosóficas en otros respecto muy distintas: las que niegan el isomorfismo por suponer que el lenguaje falsea la realidad; las que lo combaten en nombre de una concepción constructivista del lenguaje; las que lo rechazan por suponer que el lenguaje es la realidad, etc. La segunda teoría tiene más unidad. Su principal defensor en el siglo XX, Wittgenstein, la propuso con extrema claridad al indicar que el lenguaje describe aquello de que se trata y que la relación entre lenguaje y realidad es algo inmediatamente dado, pues es objeto de observación y no de formulación. En otros términos, y según el famoso apotegma del Tractatus: «Lo que puede ser mostrado, no puede ser enunciado». Esta tesis constituyó uno de los principios capitales en la obra de Carnap sobre la estructura lógica del mundo. Después cayó en el olvido cuando fue resucitada lo fue para combatirla.

Varias objeciones se formularon contra ella tanto por filósofos de tendencia formalista como por otros de tendencia empírica. Estas objeciones no pueden considerarse, sin embargo, como definitivas. Así, Thomas Storer (1952) ha indicado que solamente la concepción lingüística isomórfica permite evitar que el análisis formal del lenguaje se convierta en un juego con símbolos. Según Storer, hay por lo menos ciertos lenguajes que son lenguajes acerca de algo «a causa de una cierta estructura que poseen en común con la realidad que describen». Estos lenguajes, entre los cuales figuran muchos de tipo no universal traducibles a lenguajes universales, muestran su estructura isomorfa mediante la aplicación de un principio llamado «principio de traducción unívoca» según el cual «si existe un lenguaje que posee relaciones de ordenación iguales a las que posee el hecho expresado, y si la expresión en tal lenguaje tiene una estructura idéntica a la del hecho, entonces la expresión en cualquier otro lenguaje que sea la traducción unívoca de la expresión en el primer lenguaje será ella misma estructuralmente isomorfa con la del hecho».”

[Ferrater Mora, José: Diccionario de filosofía. Buenos Aires: Sudamericana, 1969, t. 1, pp. 1000-1001]