Der Modus Konjunktiv ▪ Übersicht

Modo subjuntivo ▪ Sumario

© Justo Fernández López


 

Die Verwendung des modo subjuntivo ▪ Ein Überblick

 

«Cada uno de los modos del verbo dispone de un conjunto de tiempos, cada uno de los cuales, a su vez, consta de seis personas (las tres de singular y las tres de plural). Pero el sentido puramente “temporal” de los tiempos no existe más que en el modo indicativo – que dispone de todos los presentes, pasados y futuros – en el imperativo – que tiene siempre una orientación al futuro más o menos inmediato.

El subjuntivo puede “hablar” de un hecho presente, pasado o futuro; pero esto no lo “indica” el mismo verbo, sino el sentido general de la frase o la situación en que se habla. [...]

Lo único que indican los tiempos del subjuntivo es la “anterioridad”, o la “no anterioridad” (esto es, simultaneidad o posterioridad), del hecho con respecto al verbo principal de la oración: Deseo que todo termine bien (posterioridad); Deseo que todo haya terminado bien (anterioridad); Deseo que todos estén bien (simultaneidad); Deseaba que todo terminara bien (posterioridad); Deseaba que todo hubiera terminado bien (anterioridad); Deseaba que todos estuvieran bien (simultaneidad). Para la “no anterioridad” se emplean el presente (termine) y el pretérito imperfecto (terminara); para la “anterioridad”, el pretérito perfecto (haya terminado), y el pretérito pluscuamperfecto (hubiera terminado).

Dentro de cada una de estas dos nociones, la elección de uno u otro tiempo está determinada normalmente por el tiempo del verbo principal de la oración: si este es un presente, el subjuntivo será presente o pretérito perfecto; si es un pretérito, el subjuntivo será pretérito imperfecto o pretérito pluscuamperfecto.

Los futuros de subjuntivo (futuro imperfecto): terminare; futuro perfecto (hubiere terminado) son un caso aparte; se emplean solo para exponer una “condición futura”: Si el plazo hubiere terminado, serán rechazados. Su uso está anticuado y únicamente aparece en el lenguaje jurídico y administrativo.»

[Seco, Manuel: Gramática esencial del español. Madrid: Espasa-Calpe, ²1989, p. 178-179]

«Wandruszka spricht, im Blick auf den Konjunktiv, von einem 'Modus der psychischen Perspektive'. In der Tat geht es hier um Perspektive. Mit 'subjektiv' oder 'psychisch' ist dabei nicht gemeint, dass er Inhalt rein individuell zu sein braucht: entscheidend ist allein, dass sich ein Subjekt etwas zu eigen macht, dass sich die Einstellung, die auch eine allgemeine intersubjektive sein kann, in einem Subjekt vollzieht, was übrigens zum Begriff der Einstellung von vornherein gehört.

Es geht also erstens um (subjektive) Einstellung, nicht um bloße Mitteilung, zweitens - genauer - um Einstellung entweder als Wollen / Wünschen, oder als Unsicherheit (Denken), oder als Stellungnahme (Denken, Fühlen).» [Cartagena/Gauger, Bd. 2, S. 492]

Der modo indicativo drückt Objektivität bzw. Realität aus.

Der modo subjuntivo drückt subjektive Einstellung des Sprechers bzw. Möglichkeit aus.

Der modo subjuntivo wird immer ausgelöst. Die Auslöser des subjuntivo sind: ein vor dem Verb stehendes Adverb, das Verb des Hauptsatzes, das Bezugswort im Relativ oder bestimmte Konjunktionen.

 

Der subjuntivo als Modus der Subjektivität und der Möglichkeit

 

Der subjuntivo wird immer ausgelöst durch:

 

Ein vor dem Verb stehendes Adverb.

Das Verb des Hauptsatzes.

Bestimmte Konjunktionen.

Das Bezugswort im Relativsatz.

 

 

Adverbien

der Möglichkeit:

quizá, acaso, posiblemente, probablemente

Außer der Sprecher rechnet fest damit.

Nach a lo mejor

[vielleicht...doch] steht immer Indikativ!

des Wunsches: ojalá

¡ojalá + subjuntivo!

[(pres.) hoffentlich / (imperf.) wenn es nur!]

 

 

 

 

Verben

mit der

Bedeutung

Wunsch / Befehl / Bitte

keine Ausnahme

Gemütsbewegung

keine Ausnahme

unpersönl. Ausdrücke

nur wenn sie wertend bzw. verneint sind

Denken

(actividad mental),

Sagen

(verbos de lengua),

Wahrnehmen

(verbos de percepción física o mental),

wenn sie verneint sind.

Außer >

Ausnahmen:

Das Hauptverb ist eine verneinte Imperativform.

Das Hauptverb leitet eine indirekte Frage ein.

Das Hauptverb trifft eine neutrale Feststellung.

Die Verben admitir, comprender, conceder, decir, esperar, pensar, sentir, sospechar, temer ändern mit dem Modus die Bedeutung.

Bei dudar, ignorar, negar  ist der Modus eine Frage der Nuancierung.

Nach parecer + Adjektiv > immer subjuntivo

indirekte Rede

In der indirekten Rede steht subjuntivo nur, wenn die Verbform des Originalsatzes ein Imperativ ist.

 

Im

Relativsatz

steht subjuntivo

 

 

wenn  das Bezugswort

 

 

nicht bekannt ist oder  es eine gewisse Eigenschaft ausdrückt, die gewünscht wird: Busco una secretaria que sepa inglés.

wenn das Bezugswort eine Handlung ausdrückt, die in der Zukunft liegt oder ungewiss ist: Aquí, a partir de ahora, tendrás que hacer lo que te manden.

wenn das Bezugswort verneint ist oder nur in eingeschränkter Form gilt: No hay nadie que ... / Hay pocos que ...

 

Nach

el (hecho de) que [(die Tatsache) dass]

steht Indikativ, wenn die Tatsache für den Hörer eine neue Information bedeutet

steht Konjunktiv, wenn die Tatsache eine vom Hörer schon bekannte Information ist und der Sprecher dazu Stellung nimmt

 

 

Nach

bestimmten

Konjuntionen

Finalsatz

immer im Konjunktiv

Konditionalsatz

immer im Konjunktiv, außer nach der Konjunktion si, wenn die Bedingung erfüllbar ist

Kausalsatz

nur bei der Verneinung des Grundes: no porque ...

Konsekutivsatz

nur bei finaler Bedeutung, und nach de ahí que ...

Modalsatz

nur nach: sin que / cual si / como si + imperf.ecto subjuntivo

Konzessivsatz

nur bei Nicht-Erfahrungstatsache > Hypothese

Temporalsatz

nur bei Vorwegnahme der Handlung: sobald

 

Nach Adverbien der Möglichkeit

 

quizás / acaso / tal vez / posiblemente / probablemente

wenn sie vor dem Verb stehen.

Nach diesen Adverbien steht indicativo, wenn der Sprecher die Handlung als 'sicher' betrachtet.

quizás venga mañana / posiblemente [seguro que] viene mañana

Nach a lo mejor ('vielleicht') steht immer indicativo:

a lo mejor viene mañana

 

 Nach Ausdruck eines Wunsches

 

mit der Interjektion ojalá ('hoffentlich'), wobei bei einem unerfüllbaren Wunsch imperfecto de subjuntivo steht:

¡ojalá venga! ['vielleicht kommt er doch']

¡ojalá viniera! ['aber ich rechne nicht mehr damit']

durch que eingeleiteter Ausrufesatz als Ausdruck eines Wunsches:

¡que Dios se lo pague! - Gott möge es Ihnen lohnen!

 

Nach verben der Beeinflussung im Hauptsatz eines que-Nebensatzes 

 

Nach Verben der Beeinflussung: Wille, Wunsch, Befehl, Bitte, Notwendigkeit

deseo / quiero / mando / pido / necesito que ...

Frage nach dem fremden Willen:

im Spanischen > ¿quiere(s) que + subjuntivo?

im Deutschen > soll ich ...?

 

Nach Verben der Gefühls bzw. der Gemütsbewegung

 

Nach Verben der Gefühls- bzw. der Gemütsbewegung

me alegro de / lamento / siento  que + subjuntivo

«Diese Klasse hat die Eigenschaft ‘faktisch’, d. h. der Inhalt des Nebensatzes gilt unabhängig davon, ob der Hauptsatz bejaht oder verneint ist, als wahr: In Me alegro de que hayas venido und No me alegro de que hayas venido wird das Ereignis ‘Ankunft’ gleichermaßen faktisch vorausgesetzt, nur die Bewertung ist verschieden. Hingegen wird in Creo que has venido und No creo que hayas venido das Referenzereignis als wahr bzw. falsch beurteilt.

Nach diesen Verben steht fast ausnahmslos der Konjunktiv.

Bei emphatischer Hervorhebung des Nebensatzes kann der Indikativ stehen: In Me alegro de que conseguiste empleo “Ich freue mich, dass du [endlich] eine Stelle gefunden hast” betont der Sprecher seine Anteilnahme, mit Me alegro de que lo hayas conseguido macht er eine höfliche Bemerkung.»

[Berschin / Fernández-Sevilla / Felixberger, 1987, S. 244]

 

 Nach Verben des Sagens, der Wahrnehmung und der geistigen Tätigkeit

 

Subjuntivo nach Verben der geistigen Tätigkeit, der Wahrnehmung, der Vergegenwärtigung, des Berichtens und der Rede, wenn diese verneint sind. Also nach Ausdrücke des Zweifels, der Verneinung, des Nichtwissens (meist verneintes Hauptsatzverb des Wissens, Sagens, Meinens) steht subjuntivo: no pienso / no recuerdo / no veo / no oigo / no digo / no afirmo  que + subjuntivo.

Wenn das Hauptverb des Sagens, der Wahrnehmung und der geistigen Tätigkeit die Handlung des Objektsatzes konstatiert (feststellt), steht indicativo.

Afirma que no es culpable.

Er beteuert, dass er unschuldig ist.

Oigo que viene alguien.

Ich höre, dass jemand kommt

Ten en cuenta que puede salir mal.

Bedenke, dass er schiefgehen kann.

 

Ausnahmen

 

Bei verneintem Imperativ

 

Steht das Verb im verneinten Imperativ, steht im Nebensatz subjuntivo.

Damit wird ein Verbot ausgesprochen:

No creas que tiene dinero.

[‘no debes creer que tiene dinero, yo sé que no lo tiene’ / ‘si crees que tiene dinero, estás equivodado/-a’]

No creas que ya estoy mejor.

[glaube bloß nicht, dass es mir besser geht]

 

Bei Feststellungen bzw.

Gültigkeit des Nebensatzes:

 

Wenn das Verb berichtet oder etwas feststellt bzw. wenn der Sprecher die Gültigkeit des Nebensatzes voraussetzt, oft im Gegensatz zu seinem Gesprächspartner, steht indicativo. Wenn der Sprecher im Gegensatz zu seinem Gesprächspartner an die Gültigkeit des Nebensatzes zweifelt, steht subjuntivo.

No ve que lo están engañando.

[die Verneinung ist zugleich eine Feststellung: ‘yo estoy viendo que lo están engañando, y él no se da cuenta’]

Mi mujer todavía no sabe que me he quedado sin trabajo.

[‘me he quedado sin trabajo y mi mujer no lo sabe aún’].

Miguel no cree que mi mujer tiene mucho dinero.

[‘yo sé que mi mujer tiene mucho dinero, pero Miguel no lo cree’]

Miguel no cree que mi mujer tenga dinero.

[‘yo no sé si mi mujer tiene dinero, y Miguel lo duda’]

No sé en qué me he equivocado. =

¿En qué me habré equivocado?

Ich weiß nicht, worin ich mich geirrt habe.

[‘sé que me he equivocado, no sé en qué’]

No sé en qué me haya equivocado.

Ich weiß nicht, worin ich mich geirrt haben könnte.

[‘no sé si me habré equivocado, y si me equivoqué, no sé en qué’ / ‘posiblemente me he equivocado, pero no sé en qué’]

Sospecho que mi marido ha perdido el dinero en la Bolsa.

[‘para mí que mi marido ha perdido el dinero en la Bolsa’]

Sospecho que haya perdido el dinero en la Bolsa.

[‘es muy posible que haya perdido el dinero en la Bolsa, aunque no estoy seguro’]

No digo que no sea inteligente.

[‘es inteligente y ese es un hecho que yo no niego’]

No no diría que es inteligente.

[‘algunos creen que es inteligente, yo lo dudo’]

 

Änderung der Bedeutung

mit der Änderung des Modus

 

Die Verben

admitir, comprender, conceder, decir, esperar, pensar, sentir, sospechar, temer 

ändern mit dem Modus ihre Bedeutung.

 

Eine Frage der Nuancierung

 

Bei

dudar, ignorar, negar 

ist der Modus eine Frage der Nuancierung.

 

Das verneinte Verb creer

 

Nach verneintem Verb creer im Hauptsatz kann im Nebensatz indicativo stehen, wenn das Verb des Nebensatzes Notwendigkeit, Zwang oder Pflicht ausdrückt im Sinne des deutschen sollte(n). Die Zeit des Indikativs entspricht hier einem condicional:

Nunca creí que había de llegar ese caso. =

Nunca creía que llegaría ese caso.

Nunca creí que llegara ese caso.

 

parecer + Adjektiv/Substantiv

 

Bei parecer + Adjektiv/Substantiv steht immer subjuntivo: parece imposible que ... / parece mentira que ['kaum zu glauben, dass']

 

In Fragesätzen

 

Interrogativa total = Entscheidungsfrage (mit ja/nein zu beantworten).

Interrogativa parcial = Ergänzungsfrage oder partielle Frage.

In Fragesätzen kann indicativo oder subjuntivo stehen.

Das Anzweifeln eines Sachverhalts durch die Verwendung des subjuntivo im Nebensatz kann auch in der Frageform zum Ausdruck gebracht werden (die Verwendung des indicativo würde entweder eine neutrale Frage oder eine Tatsachengewissheit seitens des Fragenden beinhalten).

¿Tú crees que esto del paro tiene solución?

¿Tú crees que nos pagarán / van a pagar más ahora?

¿Crees que esto del paro tenga solución?

Glaubst du vielleicht, dass das mit der Arbeitslosigkeit irgendeine Lösung hat?

¿Has notado que haya mejorado su situación?

Hast du etwa gemerkt, dass seine Lage sich verbessert hat?

«In Fragen mit der Wortgruppen, die zur Mitteilung von Tatsachen verwendet werden, kann der Sprechende seine Unsicherheit hinsichtlich des im que-Nebensatz benannten Sachverhalts durch Verwendung des subjuntivo zum Ausdruck bringen.

¿Acaso está comprobado que te haya entendido?

Steht etwa fest, dass sie dich verstanden hat?» [Vera-Morales, S. 625]

Das Anzweifeln eines Sachverhalts kann auch durch die Verwendung des subjuntivo im que-Nebensatz mit den Wortgruppen der Textwiedergabe in Frageform zum Ausdruck gebracht werden.

¿Han dicho alguna vez que sean felices? 

Haben sie etwa je gesagt, dass sie glücklich sind?

Mit indicativo wird die Gültigkeit des Nebensatzes vom Sprecher vorausgesetzt, und er fragt, ob der Gesprächspartner auch dieser Meinung ist:

¿No crees que tiene dinero?

[‘yo creo que tiene dinero, ¿no lo cres tú también?’.

Mit subjuntivo ist sich der Sprecher nicht sicher, ob es zutrifft und fragt den Gesprächspartner nach seiner Meinung:

¿No crees que tenga dinero?

[‘sería posible que tuviera dinero, pero no estoy seguro, ¿tú crees que lo tiene?’].

-¿No crees que haya comido bastante?

–No creo que se fuera con hambre.

-¿No crees que ha comido bastante el nene?

–No creo que haya comido lo suficiente.

No pregunta si ya estoy mejor.

Er fragt nicht, ob es mir besser geht.

Bei Fragen nach Stellungnahme oder Wertung einer Tatsache, bzw. bei Ausdrücken des Vergebens, Verzeihens und Entschuldigens steht subjuntivo:

¿Qué piensa usted de que a Duchamp le guste tanto jugar al ajedrez?

Wie finden Sie, dass ...

¿Cómo se puede explicar que Cuba estuviera recibiendo 5.000 millones de $ al año de Rusia y hoy esté en la miseria? = Es imposible explicar que ...

¿Qué decía tu mujer de que fueras tan golfo? =

¿Qué decía tu mujer del hecho de que fueras tan golfo?

Wie fand deine Frau, dass du ...

¿Qué opina de que en España el 12 de Octubre haya sido, hasta hace poco, el el Día de la Raza?

¿Me perdonas que no haya venido antes?

Verzeihst du mir, dass ich nicht früher gekommen bin?

In der Regel steht indicativo im Nebensatz, wenn der Hauptsatz verneint ist.

¿No piensas que tengo razón?

Glaubst du nicht, dass ich recht habe?

¿No ves que estoy trabajando?

Siehst du nicht, dass ich arbeite?

¿No oyes que te están llamando?

Hörst du nicht, dass du gerufen wirst?

¿No opinas que tiene razón?

Meinst du nicht, dass er recht hat?

¿No crees que son felices?

Glaubst du nicht, dass sie glücklich sind?

¿No parece que Europa se defiende de sí misma mediante la garantía de su permanente división en naciones? Ha sido el expansionismo centroeuropeo, y no el soviético, lo que originó las dos grandes guerras. [EL PAÍS]

¿No piensas que vivimos bastante tiempo juntos de modo que cada uno de nosotros sabe cómo es el carácter del otro?

 

In indirekten Fragesätzen

 

Enthält die direkte Frage kein Fragewort, wird die indirekte Frage durch si [‘ob’] eingeleitet. Eine mit si [‘ob’] oder mit einem Interrogativpronomen bzw. mit einem Interrogativadverb eingeleitete indirekte Frage steht in der Regel im indicativo, wenn der Hauptsatz verneint ist.

No sabrás nunca si fue o no fue verdad.

No encuentro las llaves, no sé dónde las he metido.

Vino y se fue enseguida; no dijo qué quería.

No le pregunté si había comido.

No le pregunté qué había comido.

No sabía qué había comido el día anterior.

No pregunta si ya estoy mejor.

Er fragt nicht, ob es mir besser geht.

No sabía a qué venía todo aquello.

Er wusste nicht, was das Ganze sein soll(te).

Me confundieron con otro y la policía secreta me observó y espió. Hasta hoy nadie me pidió disculpas ni siquiera me explicó a qué venía todo aquello. Mi nombre figura ahora en expedientes con los que no tengo yo nada que ver.

Ich wurde irrtümlich von der Stapo beschattet und belauscht. Bis heute hat sich niemand entschuldigt oder mir auch nur erklärt, was das Ganze eigentlich soll. Mein Name steht in Strafakten, mit denen ich nichts zu tun habe.

Bei indicativo im indirekten Fragesatz nach verneintem Hauptsatz wird die Gültigkeit des Nebensatzes vorausgesetzt, bei subjuntivo aber nicht: Unsicherheit darüber, ob das Geschehen oder die Handlung überhaupt stattgefunden hat. «Nach verneinten Verben des Wissens, Sagens, Meinens gibt es im Prinzip eine Modusoption: Bei indicativo wird die Gültigkeit des Nebensatzes vom Sprecher vorausgesetzt, bei subjuntivo nicht.  Bei indicativo ist also der Aussageinhalt des Nebensatzes (Me he equivocado) wahr, bei subjuntivo kann er wahr oder falsch sein.» [Berschin / Fernández-Sevilla/ Felixberger, S. 245]

No sé en qué me he equivocado.

Ich weiß nicht, worin ich mich geirrt habe.

[Der Sprecher hat sich geirrt, er weiß nur nicht ‘worin’]

No sé en qué me haya equivocado.

Ich weiß nicht, worin ich mich geirrt haben könnte.

[Hier ist hingegen fraglich, ob der Sprecher sich geirrt hat]

«Bezieht sich die abhängige Frage auf Ungewisses, vornehmlich in der Zukunft Liegendes, so steht sie im subjuntivo, wenn dazu Gleichgültigkeit zum Ausdruck kommt.

Me interesan más las pensiones que quién salga de presidente.

Mich interessieren mehr die Renten als die Frage, wer als Präsident gewählt wird.

¿Qué más da dónde viva?

Was macht es schon, wo er wohnt?

Ansonsten steht aber indicativo:

No comprendo por qué lo hiciste.

Ich verstehe nicht, warum du es getan hast.

No le puedo decir cuándo empieza la Fiesta de la Cerveza.

Ich kann Ihnen nicht sagen, wann das Oktoberfest beginnt.

¿Sabe usted qué dirección tiene ahora?

Wissen Sie, welche Adresse er jetzt hat?» [Vera-Morales, S. 635]

Bei indirekter Wiedergabe bzw. bei nachdrücklicher Wiederholung von Fragen wird in der habla coloquial [Umgangssprache] häufig que [dass] vor si oder vor dem Interrogativwort gebraucht:

Pregunta que dónde vivís.

Pregunta que de dónde sois.

Quiere saber que si tienes tiempo hoy.

Pregunta que si ésa es tu mujer.

Me preguntó que cuándo la iba a visitar.

Sie fragte mich, wann ich sie besuchen würde.

Te preguntará que cuánto ganas.

Er wird dich fragen, wie viel du verdienst.

Steht im Nebensatz der subjuntivo, so ist dies entweder durch das Verb des Hauptsatzes bedingt oder der Fragende will durch den subjuntivo Zweifel signalisieren, das heißt, es geht dem Fragenden nicht primär oder nicht ausschließlich um eine Auskunft in einem wirklichen Sinn, sondern der drückt zweifelndes Erstaunen aus über die bereits erhaltene Auskunft.

Se pregunta si todo eso sea verdad.

Bei indirekten Fragesätzen mit Interrogativpronomen findet sich im Spanischen in literarischer Sprache gelegentlich auch der subjuntivo

No sé quién ha / haya venido esta mañana.

Ich weiß nicht, wer heute morgen gekommen ist.

No sé cuánto ha / haya pagado.

Ich weiß nicht, wie viel er bezahlt hat.

No sé cuánto le ha / haya costado.

Ich weiß nicht, wie viel er dafür bezahlt hat.

Quienes más y mejor han apoyado al seleccionador nacional Clemente en su labor frente a la selección en el Mundial de Francia han sido precisamente los jugadores. Muchos de ellos aseguran que en su vida han estado a las órdenes de un técnico mejor y que el fracaso de la selección en Francia ha sido consecuencia de otros factores. Cuáles sean esos factores, se ignora. 

No acaban de exagerar los casados cuán pesado yugo sea el del matrimonio, de cuántas rencillas abunda, con cuán particular aviso conviene vivir. (C. Suárez de Figueroa [1571-1644])

Der subjuntivo im indirekten Fragesatz findet man bei manchen lateinamerikanischen Autoren in Sätzen, in denen durch den subjuntivo den hypothetischen Charakter des Gesagten betont werden soll oder das Element des Zweifels betont wird.

No sé si pueda. [Lateinamerika]

No sé si podré. [Spanien]

Ich weiß nicht, ob ich kann.

No sé si estas ideas sean aplicables al arte (Octavio Paz).

Ich weiß nicht, ob sich diese Ideen auf die Kunst übertragen lassen.

No sé si vendrá mañana. / No sé si venga mañana.

Ich weiß nicht, ob er morgen kommt.

No sé cómo le diga que Lucíame tira un poco, un pocazo, si se han de decir las cosas conforme son. [J. Nogales]

 

In der indirekten / berichteten Rede

 

In der indirekten bzw. berichteten Rede steht im Spanischen im indicativo. Nur wenn der Originalsatz im imperativo steht, wird in der indirekten Rede subjuntivo vewendet. Die Regel der Zeitenfolge gilt nicht nur für die Zeiten des indicativo, sondern auch für die des subjuntivo.

Originalsatz: Volveré / vuelvo pronto.

Indirekte Rede: Dice que volvía / volverá pronto. / Dijo que volvía / volvería pronto.

Originalsatz: Llámame cuanto antes.

Indirekte Rede: Dice que le llame cuanto antes. / Dijo que le llamara cuanto antes.

«Ebenso muss im que-Nebensatz indicativo stehen, wenn es um die bloße Berichtigung eines Wortlauts geht. Aber auch bei der bloßem Berichtigung des Wortlauts ist eine rein konventionelle Verwendung des subjuntivo festzustellen.» [Vera-Morales, S. 627]

No he dicho que viajo en avión, sino en tren.

No he dicho que viaje en avión, sino en tren.

Ich habe nicht gesagt, dass ich fliege, sondern, dass ich mit der Bahn fahre.

 

 Nach unpersönlichen Ausdrücken

 

Nach unpersönlichen Ausdrücken, wenn sie wertend oder verneint sind, bzw. wenn sie eine Möglichkeit ausdrücken

es conveniente / es necesario / no es cierto / es posible que + subjuntivo

 

Nach el (hecho de) que [(die Tatsache) dass] 

 

Steht indicativo, wenn die Tatsache für den Hörer eine neue Information bedeutet.

Steht subjuntivo, wenn die Tatsache eine vom Hörer schon bekannte Information ist und  der Sprecher dazu Stellung nimmt.

 In Relativsätzen

 

In Relativsätzen steht subjuntivo

 

 subjuntivo nach folgenden Konjunktionen


 

Zusammenfassend

 

„Allgemein ist zu betonen, dass die Formen des ‘subjuntivo’ im Spanischen sehr häufig sind, nicht nur in der geschriebenen, sondern auch in der gesprochenen Sprache. Ein Unterschied zwischen (konzeptuell) geschriebener und gesprochener Sprache besteht da nicht.“ 

[Cartagena / Gauger, Bd. 2, S. 496]

 

Optativ

Der Sachverhalt wird vom Sprecher als ‘erwünscht’ bewertet.

¡Ojalá llueva! 

Möge es doch regnen!

Betrachtet der Sprecher die Erfüllung des Wunsches als unwahrscheinlich, steht nach ojalá Imperfekt Konjunktiv.

¡Ojalá lloviera!                                 

Wenn es nur regnen würde!

Potentialis

Der Sachverhalt wird - meist mit dem Adverbien quizá(s), tal vez, acaso „vielleicht“ - als hypothetisch eingestuft.

Quizá(s) lo sepas ya.        

Vielleicht weißt Du es schon [geringe Wahrscheinlichkeit] vs.

Quizá(s) lo sabes ya.      

Du weißt es vielleicht schon [höhere Wahrscheinlichkeit]

Bei nachgestelltem Adverb und nach a lo mejor (‘vielleicht’) steht nur der Indikativ.

Lo sabes quizá.

Du weißt es vielleicht schon.

Bei emphatischer Hervorhebung des Nebensatzes kann der Indikativ stehen.

Me alegro de que conseguiste un puesto de trabajo.  

Ich freue mich, dass du [endlich] eine Stelle gefunden hast.      

[Betonung der Anteilnahme]

Me alegro de que hayas conseguido un puesto de trabajo.    

[höfliche Bemerkung]

Nach Verben der Wahrnehmung, der Darstellung, der Vergegenwärtigung, des Berichtens, des Sagens und der geistigen Tätigkeit

steht subjuntivo, wenn das Hauptsatzverb verneint ist:

No veo que ... / No me imagino que ... 

Indicativo > Feststellung, Informationsübertragung, berichtende Mitteilung, Gewissheit.

Subjuntivo >  Ungewissheit, Zweifel, Erwartung, Beeinflussung, Willensäußerung, nicht Informationsübertragung.

In der berichteten (indirekten) Rede steht im Spanischen subjuntivo, nur wenn der Originalsatz im Imperativ steht.

                Ausnahmen:                                                                                                                                                                               

 

Nach verneintem Imperativ im Hauptsatz: 

No creas que será tan fácil. 

Der verneinte Hauptsatz ist eine direkte Frage oder er leitet eine indirekte Frage ein:

¿No crees que es así?

¿No crees que tiene razón?

¿No creías que tenía razón?

No me preguntó si había comido ya.

Nach no saber que  / no creer que (im Präsens oder in  2. bzw. dritten Person) steht indicativo:

Él no sabe que estoy aquí esperando.

[lo estoy esperando y él no lo sabe]

Sonst kann im Nebensatz indicativo (Information) oder subjuntivo (Überraschung) stehen:

No creía que era.

[erst jetzt erfahre ich, dass er Engländer ist]

No creía que fuera inglés.

[ich kann es noch nicht glauben, dass er ...]

Nach verneintem Hauptsatz wenn das Verb des Nebensatzes Notwendigkeit, Zwang oder Pflicht ausdrückt. 

Nunca creí que había de llegar ese caso.

No creía que tenía que pagar impuestos por esto.  

Nach Verben des Sagens, der Wahrnehmung und der geistigen Tätigkeit kann im Nebensatz die Verbalperiphrase ir a + infinitivo stehen, und zwar im indicativo oder subjuntivo.

No creía que iba a ocurrir eso.

= No creía que ocurriría eso.

[pero el hecho es que eso ha ocurrido]

No creo que vaya a venir.

= No creo que venga.

[no cuento con él / me parece improbable que venga]

No creí que ganara tanto dinero.

= No creí que iba a ganar tanto dinero.

[me sorprende que ganara / haya ganado tanto]