DAS PERSONALPRONOMEN ALS SATZOBJEKT

El pronombre personal átono

© Justo Fernández López


 

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Formas átonas del pronombre personal.

Die Redundanzformen des Personalpronomens.

 

Stellung der unbetonten Formen des Personalpronomens im Satz 

 

Sie stehen nur in Objektfunktion und bilden eine Einheit mit dem Verb. Phonetisch gesehen sind sie schwachtonig, darum die Bezeichnung "unbetonte Formen".

Zur Verdeutlichung kann in der 3. Person a él, a ella, a Vd., a ellos, a ellas, a Uds. zu den entsprechenden Formen gesetzt werden. 

Die Stellung des Objektspronomens ist relativ zum Bezugsverb und zu anderen Objektpronomen geregelt.

Das Objektpronomen steht entweder unmittelbar vor (proklitisch) oder nach (enklitisch) dem Bezugsverb.

Nachgestellt bzw. enklitisch angehängt wird es an den Infinitiv, an das Gerundium und an den bejahenden Imperativ, ansonsten gilt die Voranstellung.

Bei Nachstellung wird das Objekt orthographisch mit dem Verb verbunden.

Ya te lo he explicado muchas veces.

Tienes que explicármelo mejor.

Sigue explicándomelo.

Explícamelo.

Dativ  steht  immer vor Akkusativ, wobei le / les vor  lo / la / los / las  zu  se  wird.

Te invito a ti con tu mujer.

Ich lade dich mit deiner Frau ein.

Me lo imagino.

Ich kann es mir vorstellen.

Te lo regalo.

Ich schenke es dir.

Os lo regalo.

Ich schenke es euch.

Nos lo regala.

Er schenkt es uns.

Gelegentlich erscheint ein Adverb wie medio zwischen Personalpronomen und finiter Verbform.

Se medio despertó.

Er wachte halbwegs auf.

 

Stellung der unbetonten Formen des Personalpronomens im Satz

 

Logischer Satzbau im Spanischen: ‚Wer macht was für wen unter welchen Umständen’

 

 

Verbenblock

 

Subjekt

(Verneinung) 

Pronomen:

Dativ vor Akkusativ

Konjugierte

Verbform

Infinitiv

oder

Gerundium

angehängtes Pronomen:

Dativ vor Akkusativ

 

entweder vor dem Verbenblock

 

oder angehängt an Infinitiv oder an Gerundium

 

 

Beachte:

le / les vor lo / la / los / las > se

Statistisch gesehen wird öfters an Infinitiv angehängt als an Gerundium.

Pronombres enclíticos sind tonlose Formen, die an ein Verb angefügt werden und mit ihm ein Wort bilden. In bestimmten Fällen muss ein Akzent hinzugefügt werden.

Angefügt werden die formas enclíticas an

1.    einen infinitivo

2.    ein gerundio

3.    einen bejahenden Imperativ: imperativo positivo (auch bei den Formen des Subjuntivo, die als Aufforderungsformen gebraucht werden)

Statistisch gesehen wird das Pronomen häufiger an den Infinitiv als an das Gerundium angehängt.

Hay que buscarla y darle la noticia.

Man muss sie suchen und ihr die Nachricht übermitteln.

Invitándome a mí también invita indirectamente a mi mujer.

Wenn er mich einlädt, lädt er auch meine Frau indirekt ein.

Contestó volviéndose hacia mí.

Er antwortete und drehte sich zu mir.

Aprendía el texto leyéndolo en alta voz.

Er lernte den Text, indem er ihn laut las.

Callándotelos, jamás resolverás tus problemas.

Wenn du sie verschweigst, wirst du deine Probleme niemals lösen.

No lograrás nada preguntándoselo.

Du wirst nichts erreichen, wenn du ihn fragst.

Invitémoslos.

Laden wir sie ein.

Aber:

No los invitemos a todos.

Laden wir nicht alle an.

Wenn bei Modalverben Gerundio- und Infinitivfügungen mit alternativer Pronomenstellung aneinanderschließen, ergeben sich entsprechende Möglichkeiten.

Nos tenemos que ir acostumbrando. /

Tenemos que irnos acostumbrando.

Wir müssen uns langsam daran gewöhnen.

Deberían seguir haciéndolo. /

Deberían seguirlo haciendo. /

Lo deberían seguir haciendo.

Sie sollten es weiterhin tun.

Hängt ein infinitivo oder ein gerundio von einem Hilfsverb ab, wie bei bei Modalverben und Verbalperiphrasen, dann ist der enklitische Gebrauch des Pronomens fakultativ. Man kann dann alle Formen des Pronomens vor das erste Verb (konjugierte Verbform) stellen.

No os lo he podido comunicar antes. /

No he podido comunicároslo antes.

Ich habe es euch nicht früher sagen können.

Te lo tengo que contar. /

Tengo que contártelo.

Ich muss es dir erzählen.

Me voy a casar la semana que viene. /

Voy a casarme la semana que viene.

Ich heirate nächste Woche.

No se lo debes decir. / No debes decírselo.

Du sollst es ihm nicht erzählen.

Te lo estoy explicando. / Estoy explicándotelo.

Bin gerade dabei, es dir verständlich zu machen.

Están llamándola. / La está llamando.

Anda contándolo a todos. / Lo anda contando a todos.

Sigo estudiándolo. / Lo sigo estudiando.

Vengo diciéndolo hace tiempo. / Lo vengo diciendo hace tiempo.

Llevo diciéndolo todo el tiempo. Lo llevo diciendo todo el tiempo.

Wenn das Hilfsverb eine verbale Wendung ist, wird das Pronomen eher angehängt.

Estuve a punto de decírselo.

*Se lo estuve a punto de decir.

Estoy a punto de invitarlos.

*Los estoy a punto de invitar.

Wenn die Verbindung eines Verbs mit einem Infinitiv keine Verbalperifrase bildet, weil das Verb ein Vollverb ist (und kein Hilfsverb), werden die tonlosen Formen des Pronomens nicht vorangestellt, sondern immer an Infinitiv angehängt:

Necesito decírtelo.

*Te lo necesito decir.

Prefiero no decírtelo.

*Te lo prefiero no decir.

Decidió ayudarnos.

*Nos decidió ayudar.

Temo decírtelo.

*Te lo temo decir.

Poco importa saberlo.

*Poco lo importa saber.

Déjame pensarlo.

[me ergänzt deja; und lo, ergänzt pensar]

*Déjamelo pensar.

Se lo hice saber.

*Hice sabérselo.

[in diesem Fall werden die Pronomina vorangestellt, weil sie hice ergänzen und nicht saber]

Es gibt einige Ausnahmen wie

Intentó pegarme. / Me intentó pegar.

No sé explicarlo. / No lo sé explicar.

Kommen mehrere Infinitivformen zusammen, so werden die tonlosen Formen des Personalpronomens logischerweise an den Infinitiv angehängt, dessen Akkusativ- oder Dativobjekt sie sind.

Fue una provocación no dejarme hablar.

Es war eine Provokation, mich nicht sprechen zu lassen.

Es difícil enseñarle a peinarse a la chica.

Schwierig, dem Mädchen beizubringen, wie man sich kämmt.

¿Por qué entonces negarte a hacerlo?

Wozu denn dich weigern, es zu tun?

No le gustaba el sombrero y fue una tontería empeñarse a ayudarle a ponérselo.

Er mochte den Hut nicht. Es war dumm, darauf zu bestehen, ihr zu helfen, ihn ihr aufzusetzen.

Bei folgenden Verben + Infinitiv erscheint das unbetonte Personalpronomen vorzugsweise vor der finiten Verbform.

 

acabar de

se caban de ir

sie sind gerade weggegangen

deber

me lo debiste decir

du hättest es mir sagen sollen

dejar de

me lo dejó de contar

er hörte auf, es mir zu erzählen

haber de

te has de esforzar

du sollst dich anstrengen

ir a

¿qué me ibas a decir?

was wolltest du mir sagen?

llegar a

no me lo llegó a decir

er konnte es mir nicht mehr sagen

poder

¿le podría preguntar algo?

könnte ich Sie was fragen?

querer

no me lo quiero comprar

ich will es nicht kaufen

soler

me suelo acostar temprano

ich gehe meistens früh ins Bett

tener que

me tengo que ir

ich muss gehen

volver a

se le ha vuelto a escapar

er ist ihm wieder entflohen

 

Bei folgenden Verbalperiphrasen mit dem Gerundium erscheint das unbetonte Personalpronomen vorzugsweise vor der finiten Verbform.

andar

lo anda pregonango por ahí

er erzählt es überall herum

estar

me estaba bañando

ich habe gerade gebadet

ir

me voy acostumbrando

ich gewöhne mich langsam daran

seguir

¿te sigue escribiendo?

schreibt er dir immer noch?

venir

lo vengo observando mucho

ich beobachte das sehr oft

Unpersönliches se ist Satzsubjekt und sollte logischerweise in Infinitiv- und Gerundiofügungen weder mit dem Objektpronomen des Infinitivs oder Gerundio vor einer finiten Verbform auftreten, noch mit einem Objektpronomen an eine Infinitiv- oder Gerundioform angehängt werden; beides ist aber oft genug der Fall.

Era evidente que se me había querido engañar. /

Era evidente que se había querido engañarme. /

Era evidente que había querido engañárseme.

Es war klar, dass man mich hatte betrügen wollen.

¿Por qué se me estaba excluyendo? /

¿Por qué se estaba excluyéndome? /

¿Por qué estaba excluyéndoseme?

Warum schloss man mich aus?

Muttersprachler empfinden die “logischeren” Sequenzen se había querido engañarme bzw. se estaba excluyéndome als befremdlich, die Anhängungssequenz als zu eigenwillig.

Bei Infinitivkonstruktionen mit der Wahrnehmungsverben ver, oír und sentir zieht das Akkusativobjekt dieser Verben das L-Pronomen des Infinitivs nach sich; ist das Akkusativobjekt des Wahrnehmungsverbs eine Drittperson, entstehen dann die Pronomenfolgen se lo / se la / se los / se las; das Pronomenpaar wird dann mit der jeweiligen (finiten oder infiniten) Form des Wahrnehmungsverbs verbunden.

¿Me lo has oído decir alguna vez?

Hast du mich das jemals sagen hören?

Pedro se lo había visto hacer sostenida en un solo pie.

Pedro hatte gesehen, wie sie es auf einem Fuß stehend machte.

Te cuesta mil pesetas oírmelo decir.

Es kostet dich tausend Peseten, wenn du mich das sagen hören willst.

Se divierte viéndotelo hacer.

Er amüsiert sich, wenn er dich das machen sieht.

Bei Infinitivkonstruktionen mit den Verben dejar (‘zulassen’) und hacer (‘veranlassen’) zieht das Akkusativobjekt dieser Verben das L-Pronomen des Infinitivs nach sich; ist das Objekt von dejar bzw. hacer eine Drittperson, entstehen die Pronomenfolgen se lo / se la / se los / se las; das Pronomenpaar steht an irgendeiner regelkonformen Stelle, jedoch nicht an der Infinitivergänzung von dejar bzw. hacer.

Me mostró el telegrama pero no me lo dejó leer.

Er zeigte mir das Telegramm, er ließ es mich aber nicht lesen.

Primer tienes que dejármelo ver / ... me lo tienes que dejar ver.

Zuerst musst du es mich sehen lassen.

Hágaselo saber a tiempo.

Lassen Sie ihn es rechtzeitig wissen!

Logró lo que quería haciéndoselo firmar.

Er erreichte, was er wollte, indem er ihn dazu brachte, es zu unterschreiben.

Die logischeren Versionen obiger Beispiele: no me dejó leerlo, tienes que dejarme verlo, hágale saberlo a tiempo und haciéndole firmarlo werden von Muttersprachler niemals spontan gebildet.

Dieselbe Pronomenpaarbildung wie bei dejar und hacer ist mit obligar und enseñar möglich und üblich; sie ist bei anderen Verben der verbalen Beeinflussung, die ohnehin que-Ergänzungen bevorzugen, mindestens umstritten.” [Vera-Morales, S. 189-190]

Bei einem rückbezüglichen oder pronominalen Verb in Verbindung mit einem Infinitiv muss das Reflexivpronomen unmittelbar vor dem Verb stehen.

Das vom Infinitiv regierte tonlose Personalpronomen darf nicht an den Infinitiv angehängt werden.

*Esto se puede verlo en Madrid.

Das kann man in Madrid sehen.

Richtig: Esto se lo puede ver en Madrid.

*Quedó mirándoseme.

Er starrte mich an.

Richtig: Se me quedó mirando.

*Se lo puso a contar.

Er begann er ihm zu erzählen.

Richtig: Se puso.

 

 le / les  vor  lo / la / los / las > se

 

Wenn zwei Pronomina der dritten Person aufeinander folgen, verwendet man für das Dativobjekt se anstatt le / les.  Se bezeichnet daher die männliche und die weibliche Form, im Singular und im Plural.

Also: Dativ le (ihm / ihr / Ihnen) und les (ihnen / Ihnen) vor lo (ihn / es), la (sie / Sie), los, las (sie / Sie)  wird zu se > selo / sela / selos / selas.

Se lo agradecería.

Ich würde Ihnen dafür dankbar sein.

Se lo entregué.

Ich habe es ihm gegeben.

Se la recomendaron.

Man hat sie ihm empfohlen.

Se los regaló.

Er hat sie ihm geschenkt.

Se las recomendó.

Er hat sie ihm empfohlen.

Funktional ist dieses objektpronominale se zu unterscheiden vom reflexiven, passivischen und unpersönlichen se.

Wegen der Vieldeutigkeit des Personbezugs beim objektpronominalen se wird dieser häufig durch präpositionalen Objektanschluss verdeutlicht.

Also wenn es keine kontextuellen Elemente gibt, die die Form se näher bezeichnen, muss diese Form präzisiert werden, indem die betonte Form des Personalpronomens als disambiguierendes Element  nach dem Verb hinzugefügt wird.

¿El libro? Se lo entregué a él.

Das Buch? Ich habe es ihm gegeben.

¿El libro? Se lo entregué a ella.

Das Buch? Ich habe es ihr gegeben.

¿El libro? Se lo entregué a ellos.

Das Buch? Ich habe es ihnen gegeben.

¿El libro? Se lo entregué a ellas.

Das Buch? Ich habe es ihnen gegeben.

¿El libro? Se lo entregué a usted.

Das Buch? Ich habe es Ihnen gegeben.

¿El libro? Se lo entregué a ustedes.

Das Buch? Ich habe es Ihnen gegeben.

¿El libro? Se lo entregué a Juan.

Das Buch? Ich habe es Hans gegeben.

¿El libro? Se lo entregué a María.

Das Buch? Ich habe es Maria gegeben.

¿La carta? Se la entregué a él.

Der Brief? Ich habe ihn ihm gegeben.

¿El carta? Se la entregué a ella.

Der Brief? Ich habe ihn ihr gegeben.

¿El carta? Se la entregué a ellos.

Der Brief? Ich habe ihn ihnen gegeben.

¿El carta? Se la entregué a ellas.

Der Brief? Ich habe ihn ihnen gegeben.

¿El carta? Se la entregué a usted.

Der Brief? Ich habe ihn Ihnen gegeben.

¿El carta? Se la entregué a ustedes.

Der Brief? Ich habe ihn Ihnen gegeben.

¿El carta? Se la entregué a Juan.

Der Brief? Ich habe ihn Hans gegeben.

¿El carta? Se la entregué a María.

Der Brief? Ich habe ihn Maria gegeben.

¿Las flores? Se las entregué a él.

Die Blumen? Ich habe sie ihm gegeben.

¿El flores? Se las entregué a ella.

Die Blumen? Ich habe sie ihr gegeben.

¿El flores? Se las entregué a ellos.

Die Blumen? Ich habe sie ihnen gegeben.

¿El flores? Se las entregué a ellas.

Die Blumen? Ich habe sie ihnen gegeben.

¿El flores? Se las entregué a usted.

Die Blumen? Ich habe sie Ihnen gegeben.

¿El flores? Se las entregué a ustedes.

Die Blumen? Ich habe sie Ihnen gegeben.

¿El flores? Se las entregué a Juan.

Die Blumen? Ich habe sie Hans gegeben.

¿El flores? Se las entregué a María.

Die Blumen? Ich habe sie Maria gegeben.

Wenn in einem Satz mehrere tonlose Formen des Personalpronomens auftreten, müssen diese in einer festen Reihenfolge stehen, die nicht durch ihre syntaktische Funktion beeinflusst wird: Dativ steht  immer vor Akkusativ!

Werden diese Pronomina an den Infinitiv, an das Gerundium und an den bejahten Imperativ angehängt, wird diese Reihung beibehalten.

Me está explicando la lección. >

Me la está explicando. / Está explicándomela.

Ausnahmen:

Das reflexive bzw. unpersönliche se muss vor allen anderen Formen stehen.

Ya no se la ve mucho por aquí.

Man sieht sie hier nicht mehr so oft.

¿Se te ofrece algo?

Kann ich dir etwas anbieten?

Se os ve enfermos.

Ihr schaut krank aus.

Se me escapó el canario.

Mir ist der Kanarienvogel entflohen.

La ocasión se nos ha escapado.

Die Gelegenheit ist uns entgangen.

Se le ha escapado la lengua.

Er hat sich verplappert.

Se os ha avisado muchas veces.

Man hat euch öfters gewarnt.

Se nos bebió toda la botella.

Er hat die ganze Flasche allein getrunken.

Se me acercó un guardia.

Ein Wächter kam auf mich zu.

Isabel se nos reunió en Madrid.

Isabel schloß sich uns in Madrid an.

Ellos se le dirigieron corriendo.

Sie rannten auf ihn zu.

Konstruktionen mit drei unbetonten Pronomen sind nicht sehr häufig. Man kann sie vermeiden, indem man eine andere Formulierung wählt.

Ruego que se me lo busque [Esbozo, 427].

[Eine bessere Formulierung wäre:]

Ruego que usted me lo busque. / Ruego que alguien me lo busque.

Ich bitte Sie, es für mich zu suchen.

Te me lo llevas sin decirme nada.

Du nimmst es mir weg, ohne mir etwas zu sagen.

Pronomen der zweiten Person stehen gewöhnlich vor denen der ersten Person.

Te me recomendaron mucho.

[Eine bessere Formulierung wäre:]

Me han recomendado a ti.

Man hat dich mir wärmstens empfohlen.

Cuidado, no te me cortes.

Paß auf, und schneide dir bitte nicht.

Pronomen der ersten oder zweiten Person stehen vor denen der dritten Person.

¿Te le reíste en la cara?

Hast du ihn offen ausgelacht?

Me le reí en la cara.

Ich habe ihn offen ausgelacht.

¿Te le escapaste al detective?

Hast du den Detektiv abgehängt?

  

Sonderfälle: Imperativ mit angehängtem Personalpronomen

 

Der spanische Imperativ-Satz steht ohne Ausrufezeichen.

Die unbetonten Formen des Personalspronomens und alle Formen des Reflexivpronomens werden beim bejahenden Imperativ angehängt.

Escríbele una carta. Escríbesela.

Levántate  más temprano y vete más temprano a la cama.

Hagámosle este favor una vez más.

Durch Anhängen der Personal- bzw. Reflexivpronomina wird die  Betonung der  Imperativform des Verbs nicht verändert. Die betonte drittletzte Silbe wird immer akzentuiert!

Dame las llaves. > Dámelas.

 

Sonderformen des Imperativs der 1. Person Plural + Personalpronomen

  

amemos + nos

amémonos

entfällt Konsonant s vor nos

dicidamos + nos

decidámonos

 

vayamos + nos

vayámonos

[oft > vámonos]

demos + oslo

démooslo

entfällt Konsonant s vor os

concedamos + oslo

concedámooslo

 

digamos + selo

digámoselo

entfällt Konsonant s vor selo

demos + selo

démoselo

 

 

Sonderformen des Imperativs der 2. Person Plural + Personalpronomen

 

amad + os

amaos

entfällt Konsonant d vor os

poned + os

poneos

um eine mögliche Verwechslung

decidid + os

decidíos

mit dem adjektivisch verwendetem

alegrad + os

alegraos

Partizip: amados =  geliebte ...

id + os

idos [früher = íos]

geht (weg)!

 

Beachte:

In der gesprochenen Sprache wird oft  Infinitiv + os gebraucht:

amaros, poneros, iros.

1. Pers. Plural wird meistens mit dem Syntagma vamos a + infinitivo gebildet und wird im Deutschen übersetzt durch ‘laßt uns gleich / wollen wir  tun ...’

Vamos a empezar.

Lasst uns gleich anfangen.

Vamos a comer algo.

Laßt uns was essen.

Der Imperativ der Vergangenheit (‘du hättest ... sollen’) wird mit dem zusammengesetzten Infinitiv gebildet.

¿Por qué no me llamaste a mí!

¡Haberme llamado!                  

Warum hast du mich nicht angerufen?

Du hättest mich anrufen sollen! 

 

Archaisierender Gebrauch der enklitischen Formen der Pronomens

 

In der Literatur und in Nachahmung älteren oder dialektalen Grabrauchs, vor allem aber in einer Anzahl fester Wendungen erscheinen die unbetonten Formen des Personalpronomens an die finiten (konjugierten)Verbformen angehängt.

dijérase / diríase - man würde sagen / man möchte fast sagen

creyérase que - man könnte fast glauben, dass

érase una vez - [Beginn eines Märchens] es war einmal

eres el acabóse [Lexikalisierung] - du bist unmöglich

¡habráse visto! - ist das die Möglichkeit!

haberlos haylos - [umgangssprachlich] es gibt sie doch

quiérase o no - [feste Wendung] ob man ... will oder nicht

Presente de indicativo: Oft in Wörterbucheintragungen.

Adnominal: Dícese del elemento que modifica a un nombre en un sintagma nominal: el gato negro, el gato con la cola negra.” [Cardona, R.: Diccionario de lingüística, 1991, S. 7]

Futuro de indicativo:

En Jaén, donde resido

vive don Lope de Sosa,

y diréte, Inés, la cosa

si no llegáis pronto,

más brava de él que has oído.

De amores me muero:

mi madre, acudid;

si no llegáis pronto,

veréisme morir.

Imperfecto de subjuntivo:

Creyérase que han pasado cien años.

Man könnte glauben, es seien hundert Jahre vergangen.

Dijérase que estábamos locos todos.

Man hätte denken können, wir wären alle verrückt.

Participio del pasado:

Entrádose ha la Esposa

en ameno huerto deseado,

y a su sabor reposa

el cuello reclinado

sobre los dulces brazos del Amado.

[San Juan de la Cruz  (1542-1591)]

Pretéritos imperfectos e indefinidos: Formas literarias.

díjole

púsolo

subióse

enfadóse

llegóse a

eso sería el acabóse

das wäre das Ende

El Instituto Cervantes se creó al final de una etapa de vacas gordas, y cuando iban a llegar las vacas flacas. A nosotros no nos pueden quitar dinero, porque tenemos tan poco que sería el acabóse. Yo voy a pedir más dinero.

Quedéme, y olvidéme,

el rostro recliné sobre el Amado:

cesó todo, y dejéme,

dejando mi cuidado

entre las azucenas olvidado.

[San Juan de la Cruz  (1542-1591)]

Daba sustento a un pajarillo un día

Lucinde, y por los hierros del portillo

fuésele de la jaula el pajarillo

al libre viento en que vivir solía.

[Lope de Vega]

Siendo mozo Alvargonzález,

dueño de mediana hacienda,

que en otras tierras se dice

bienestar y aquí opulencia,

en la feria de Berlanga

prendóse de una doncella,

y la tomó por mujer

al año de conocerla.

[Antonio Machado (1875-1939): Poesías completas, Madrid: Austral, 109]