DIE ZUKUNFTSFORM EL TIEMPO FUTURO

© Justo Fernández López

 

Das spanische Futur war ursprünglich eine zusammengesetzte Form aus Infinitiv + Präsens Indikativ von haber

comer + he, has, ha, hemos, habéis, han

Später wurden die Endungen des Präsens von haber angehängt

comeré, comerás, comerá, comeremos, comeréis, comerán

Also der Stamm für die Futurform ist immer die ganze Form des Infinitivs + die Endungen des Präsens Indikativ von haber.

 

Stamm

Endungen

Infinitiv

Futur

Infinitiv + Endung


-ás

-emos
-éis
-án

amar

amaré
amarás
amará
amaremos
amaréis
amarán

beber

beberé
beberás
beberá
beberemos
beberéis
beberán

vivir

viviré
vivirás
vivirá
viviremos
viviréis
vivirán

 

 

Bei den unregelmäßigen Futurformen sind die Endungen gleich bleibend!

Aus phonetischen Gründen ergeben sich bei der Bildung des Futurs (und des Konditionals) kleine Änderungen, die sich wie folgt systematisieren lassen.

 

Verlust des Vokals e des Infinitivs auf -er

b-r

caber

Platz haben

cabr-

cabré, cabrás, cabrá, cabremos ...

b-r

haber

haben [Hilfsverb]

habr-

habré, habrás, habrá, habremos ...

d-r

poder

können, dürfen

podr-

podré, podrás, podrá, podremos...

r-r

querer

wollen, lieben

querr-

querré, querrás, querrá ...

b-r

saber

wissen, können

sabr-

sabré, sabrás, sabrá, sabremos ...

 

Verlust des Vokals e/i des Infinitivs und Hinzufügung eines d

n-dr

poner

setzen, legen

pondr-

pondré, pondrás, pondrá, pondremos, pondréis, pondrán.

l-dr

salir

ausgehen, abfahren

saldr-

saldré, saldrás, saldrá, saldremos, ...

n-dr

tener

besitzen, haben

tendr-

tendré, tendrás, tendrá, tendremos, tendréis, tendrán

l-dr

valer

kosten, gelten

valdr-

valdré, valdrás, valdrá, valdremos, ...

n-dr

venir

(her)kommen

vendr-

vendré, vendrás, vendrá, vendremos, vendréis, vendrán

 

Konsonantenverlust, Änderung des Stammvokals

d-r

decir

sagen

dir-

diré, dirás, dirá, diremos, diréis, dirán

h-r

hacer

machen, tun

har-

haré, harás, hará, haremos, haréis, harán

 

FUNKTIONEN und GEBRAUCH DES FUTURO

 

Das Futur ist deutsch entschieden seltener als spanisch, das heißt: im Deutschen wird weit häufiger das Präsens für die Zukunft verwendet.

„Das Futur kommt im Spanischen wesentlich häufiger vor als im Deutschen. Im beiden Sprachen hat das Futur eine temporale und modale Komponente; erstere ist im Deutschen nur schwach vorhanden: Dem spanischen temporalen Futur entspricht meistens ein deutsches (futurisches) Präsens.“  

[Berschin, H./Fernández-Sevilla, J./Felixberger, J.: Die spanische Sprache: Verbreitung, Geschichte, Struktur. München: Hueber, 1987, S. 220]

„Man unterscheidet hier ein einfaches und ein zusammengesetztes Tempus. Der Esbozo nennt das eine futuro (ohne weiteren Zusatz) und das andere futuro perfecto (andere Autoren nennen das einfache Tempus futuro imperfecto).

Ihr Gebrauch ist nur teilweise mit dem des Futur I und Futur II im Deutschen vergleichbar. Ein wichtiger Unterschied ist in Temporalnebensätzen, die eine Eventualität in der Zukunft ausdrücken und im Spanischen im subjuntivo stehen.

C. Kanny weist darauf hin, dass in zahlreichen Ländern Lateinamerikas das futuro – vor allem in der gesprochenen Sprache – immer seltener gebraucht werde. Es könne durch das presente oder durch verschiedene Umschreibungen (circunlocuciones varias) wie haber de + infinitivo, ir a + infinitivo ersetzt werden.“ [de Bruyne, S. 415-416]

Das futuro darf nicht verwendet werden nach konditionalen und temporalen Konjunktionen!

 

Temporaler Gebrauch

 

Temporaler Gebrauch des futuro als Beschreibung einer zukünftigen Handlung.

Anders als im Dt. wird im Sp. die Futurform bevorzugt, wenn eine zukünftige Handlung beschrieben werden soll. Im Dt. wird hier meist statt des Futurs das Präsens verwendet. 

Los próximos Juegos Olímpicos tendrán lugar en América.
Die nächsten Olympischen Spiele finden in Amerika statt.

La próxima semana te lo diré.
Nächste Woche sage ich es dir.

Mañana no estaré aquí.
Ich bin morgen nicht da.
Estaré de vuelta antes de las cinco.
Ich bin vor fünf zurück.

Aber auch im Spanischen findet sich, besonders bei näherer Zukunft, das Präsens in dieser Verwendung:

¿Te vas esta noche otra vez?

Du fährst heute Abend zurück?

Oft wird im Dt. das Modalverb sollen verwendet, wo im Sp. Futur steht.

El presidente del PP, J. M. Aznar, llegó el miércoles a Mallorca para pasar con su familia unos días de vacaciones. El líder de la oposición solicitó una audiencia al Rey antes de que se conociera la detención de los etarras que planeaban un atentado contra la familia real, y el encuentro se celebrará el sábado en el palacio de Marivent.
... soll im Marivent stattfinden.

„Neben der Periphrase mit werden spielt im Dt. auch die mit wollen, die modal sein kann, aber auch, je nach Situation, nahezu rein temporal und also entmodalisiert verwendet wird, eine Rolle (Er will in einer Woche nach Berlin fliegen; auch, was spanisch ausgeschlossen ist, ohne Hauptverb: Er will in einer Woche nach Berlin). Eine der des Spanischen vergleichbare Periphrase für die „unmittelbare Zukunft“ (dies ist jedoch, wie gesagt, nur die „eigentliche“ Verwendung von ir a + infinitivo) fehlt im Deutschen. Will das Deutsche unmittelbare Zukunft ausdrücken, steht das adverbiale Register zur Verfügung: ich werde sogleich (jetzt, sofort, in einer Minute, noch heute) gehen. Ein solches Register steht im Spanischen zusätzlich natürlich auch zur Verfügung: en este instante und besonders ahora mismo (te lo vas a beber ahora mismo).“ 
[Cartagena / Gauger, Bd. 2, S. 438]

 

Futuro intencional

 

Futuro intencional drückt Absicht bzw. Vorhaben aus und wir mit der Verbalperiphrase ir a + infinitivo gebildet. Diese unmittelbare Zukunft drückt auch Absicht, Entschlossenheit oder Vorhaben: gleich etwas tun wollen.

Voy a ver qué pasa ahí.

Ich sehe mal nach, was da los ist.

Me va a prestar su coche.

Er wird / will mir das Auto leihen.

Mañana voy a ir al cine.

Morgen will ich ins Kino gehen.

Oft insbesondere die 1. Person Plural im Dt. mit wollen wir  / lasst uns  übersetzt. 

Vamos a empezar ya.
Wir wollen gleich beginnen. / Lasst uns gleich anfangen.
Vamos a preguntárselo al jefe que es el único que lo sabe.

Wir wollen den Chef, er ist der einzige, der es weiß. /
Lasst uns den Chef fragen, er ist der einzige, der es weiß.

 

Futuro hipotético o de conjetura

 

Futuro hipotético als Ausdruck der Wahrscheinlichkeit bzw. der Vermutung in der Gegenwart.
Der wahrscheinlichkeitsmodale Gebrauch tritt kommunikativ als ‘ungefähre Angabe’ oder ‘Unterstellung’ auf.

-¿Qué hora es?
-Wie viel Uhr ist es?
-No sé, será la una.
-Ich weiß es nicht, ich nehme an 1 Uhr.

Han llamado a la puerta, será Juan.
... es ist sicher Juan. 

Alguien ha llegado; va a ser Carmen.

Es ist jemand gekommen, es ist vermutlich Carmen..

No sé cuánto costará, pero va a costar más de un millón.

Ich weiß nicht, aber ich vermute über 1 Mio.

Si no te dio hoy el regalo de boda , te lo va a dar mañana

Wenn er dir .... nicht..., tut er es sicher morgen. 

La crema de este tubo ¿es negra o incolora? No sé, lo pondrá ahí.  

... es steht sicher drauf.

A estas horas estará ya comiendo con la familia. 

¿Cuántos años tendrá? Wie alt wird er wohl sein.

 

Die Vermutung wird im Sp. auch durch  deber de + Infinitiv / parece que / ir a + infinitivo ausgedrückt = Es dürfte + Infinitiv / Er dürfte + Infinitiv.

Ein Spieler ist am Boden, er dürfte verletzt sein.

Un jugador sigue en el suelo, debe  de haberse lesionado / parece que se ha lesionado / va a estar lesionado.


In beiden Sprachen hat das Futur auch modale Bedeutung:

Vendrá mañana.
Er wird (wohl) morgen (wohl) kommen.

 

Jedoch entsprechen sich die modalen Verwendungen des Futurs nicht ganz:

¿Por qué, a veces, habrá lo obvio tanta fortuna? [C.J.Cela]

Warum wohl hat zuweilen das Offenkundige soviel Glück?

Das einfache Futur würde hier deutsch nicht genügen, den gemeinten modalen Sinn auszudrücken:

Warum wird das Offenkundige soviel Glück haben?

 

Futur der Vermutung in der unmittelbaren Zukunft


= creo que / parece que va a + infinitivo

 

Es dürfte genügen. Yo creo que va a bastar

Das dürfte für uns zwei reichen.

Para los dos  creo que va a alcanzar.

 

Futur der Vermutung in der Gegenwart


= Futuro simple oder ir a + infinitivo  / creo que es ... 

 

-Wer ist gekommen? -Es dürfte der Chef sein .

-¿Quién ha venido? -Va a ser el jefe. / Será  el jefe. / Seguro que es el jefe.

Es hat geläutet, es dürfte Luis sein. Llaman a la puerta, va a ser / será Luis. 

 

Korrigierend = dirás ... = du meinst wohl ... 

-Era Miguel. Es war Miguel.

-Dirás Manolo. Du meinst wohl Manolo.

-Eso, sí, Manolo. Genau! Manolo.

 

Verstärkung einer Vermutung (besonders in der habla coloquial)

Robar sí que robarás [Blasco Ibáñez]

Stehlen, das wirst du sicher tun.           

Pagar sí que pagará por miedo a la multa.

 

Vermutung in der Vergangenheit


Der Vorgang ist eine abgeschlossene Handlung. Bei vergangenem Referenzereignis mit Gegenwartsbezug wird die Wahrscheinlicheitsmodalität durch das Futur Perfekt ausgedrückt:

Se habrá ido ya. Er wird [vermutlich] schon gegangen sein.

 

Bis in die Gegenwart hinein reichende Vergangenheit

= futuro perfecto / ir a + haber + participio / deber de haber(se) + participio

 

Er dürfte sich verspätet haben. Va a haberse retrasado /

Se habrá retrasado / Debe de haberse retrasado /

Seguramente que se ha retrasado /

Puede (ser) que se haya retrasado .

Er dürfte den Zug verpasst haben. 

Habrá perdido el tren. / Va a haber perdido el tren. 

¿Qué ha dicho el profesor? Habrá dicho lo de siempre.

¿A dónde habrá ido que tanto tarda?       

¿Quién ha escrito esto? Habrán sido los comunistas.

A estas horas ya habrán llegado a Buenos Aires.

Ya lo sabe, alguién se lo habrá dicho.  

¿No le habrás echado demasiado sal a la sopa? Sabe muy raro.

¡No me habrás tirado al cubo de la basura unos papeles que tenía yo aquí!

                

In der Vergangenheit abgeschlossene Zeit = condicional perfecto. 

Se habrían conocido cuando estudiaban juntos en Madrid.

Ya se lo habrían dicho otros, pues ya estaba informado.

Ya lo sabía, alguien se lo habría dicho.      

 

Vermutung in der Vergangenheit
 

Zustand bzw. unabgeschlossene Handlung = condicional simple.

 

Es dürfte 12 Uhr  gewesen sein, als ich zu Hause war.

Ayer cuando llegué a casa serían las doce.

Er war nicht zu Hause, er dürfte vereist sein.

No estaba en casa, estaría seguro de viaje.

Er lag am Boden, er war vermutlich betunken / ...er dürfte betrunken sein.

Estaba tirado en el suelo, estaría borracho.

Cuando llegó a casa serían más o menos las doce de la noche.

¿Cómo se ha enterado?  La noticia estaría en la prensa.

Aber

Lo habrá publicado la prensa. Se lo habrá dicho  alguien.

 

Futuro de mandato

 

Futuro de mandato drückt Gebot oder Verbot aus: du sollst (nicht) + infinitivo.

„Wie im Deutschen kann das futuro (nur das einfache Tempus) auch einen imperativischen Wert haben. Mit dieser Bedeutung werden vor allem Formen der zweiten Person gebraucht [seltener auch in Sätzen mit usted (und damit mit der dritten Person) als Subjekt zum Verb]. Mit dieser Funktion findet man das futuro recht häufig in Sprichwörtern sowie in der Sprache der Bibel.“ [de Bruyne, S. 416]

 

Amarás a Dios
-Du sollst Gott lieben!

Será amable y le saludará cortésmente.

Sie werden so nett sein und ihn höflich begrüßen.

No matarás. Du sollst nicht töten.

Al bueno darás y del malo te apartarás.

Gib den Guten, und halte dich von den Bösen fern.

Tú harás lo que yo te diga.

Du wirst tun, was ich dir sage.

 

Als Verbot reduziert sich sein Gebrauch praktisch auf die Formeln der Zehn Gebote: Du sollst (nicht) + Infinitiv. Die Zehn Gebote stehen auf Spanisch im Futur.

No matarás, no hurtarás, no mentirás, no fornicarás,...

Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, usw.

 

Futuro de contrato

 

Futuro de contrato als Ausdruck der Verordnung bzw. der vertraglichen Verpflichtung = sein + zu + Infinitiv / dürfen (nicht). In der spanischen Rechtssprache kommt das Gebotsfutur häufig vor, im Deutschen ist die entsprechende Formulierung in der Regel präsentisch. Oft steht im Spanischen haber de + infinitivo in der Gegenwartsform.

El alquiler se pagará / se ha de pagar antes del día cinco de cada mes.
Die Miete ist vor dem 5. j. M. zu bezahlen. 

No se podrán aparcar las bicicletas en el patio.

Fahrräder dürfen nicht im Hof abgestellt werden.  

Ningún español de origen podrá ser privado de su nacionalidad. (Constitución española 1978).

Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden (Grundgesetzt Art, 16 Abs. 1).

 

„Das Gebotsfutur wird nur eingeschränkt zum Ausdruck eines Befehls verwendet: Zu einem Kind sagt man nicht No harás tal cosa, sondern No hagas tal cosa.“ [de Bruyne, S. 221]

 

Futuro normativo

 

Futuro normativo als Hinweis auf eine Norm wird oft mit haber de + infinitivo ausgedrückt.

Has de callar.
Du wirst / sollst / mußt schweigen.

Habéis de obedecer cuanto diga.

Ihr werdet allem zu gehorchen haben, was ich sage.

 

„Das normativische futur ist das übliche Tempus in Gesetzes- und ähnlichen Texten:  

Los agentes de las Fuerzas y Cuerpos de Seguridad sólo podrán entrar en el domicilio en los casos permitidos por la Constitución y las leyes.  

Die Sicherheitsbeamten dürfen eine Privatwohnung lediglich in den Fällen betreten, die die Verfassung und die Gesetze erlauben.“ [Vera-Morales, S. 349-350]

 

Futuro de instrucción

 

Futuro de instrucción als Ausdruck der Handlungsanweisung.

se + futuro [das Verb stimmt mit dem Objekt überein]
se + presente de indicativo

Se hervirá / hierve primero la leche.
Zuerst wird die Milch gekocht.
Se pelarán / pelan primero las patatas.
Zuerst werden die Kartoffeln geschält.
Se limpiará primero la superficie con alcohol.

Ironisch gemeinter Ratschlag:

Para decir adiós se tendrá preparada una lágrima de la mejor cosecha [Jahrgang], y aun siendo muy entera, asomará a los párpados sólo en su mitad.

 

Futuro de sorpresa

 

Futuro de sorpresa als Ausdruck der Überraschung. Vor allem in Frage- und Ausrufesätzen kann das futuro ein Überrschtsein zum Ausdruck bringen.

¿Te pasa algo, Miguel, no estarás enfermo?

Ist etwas nicht in Ordnung mit dir, Miguel, du wirst doch wohl nicht krank sein?

¡Qué desvergonzado será ese tipo!

Was für ein unverschämter Kerl das sein muss!

 

Futuro de enojo

 

 Futuro de enojo als Ausdruck des Ärgers. In Ausrufen mit dem futuro, zuweilen durch si eingeleitet, werden schroffe Verurteilungen ausgedrückt.

Eine Verwendung dieses spanischen Futurs ist deutsch nicht möglich. Sie findet sich in dem häufigen, - ernsthaft oder scherzend - entrüsteten Ausruf: ¡(Si) será ...! Er ist vielleicht ein ...!

¡Será posible!

Das ist kaum zu glauben! Herrgottnochmal! / Ist das die Möglichkeit!

¡Si será tonto!
Wie kann man nur so dumm sein!

¡(Si) serán tontos!
Die sind vielleicht dumm!

¡Será imbécil! / ¡Será idiota!
Der ist wohl blöd!

¡Habráse visto!
(Das ist) unerhört! / Ist das die Möglichkeit!

 

Futuro concesivo

 

Futuro concesivo als Ausdruck der Einschränkung bzw. der Einräumung: será ... / será todo lo ... que quiera ..., pero ‘es mag so sein, aber ...’

Habrá dicho eso, pero seguro que sin mala intención.
E
r mag das gesagt haben, aber er hat es sicher nicht so gemeint.

La lengua vasca será todo lo perfecta que Millet quiera, pero ...

Die baskische Sprache mag so vollkommen sein, wie Millet will, dennoch ...

Se casará, pero no tiene con qué vivir.

Er wird vielleicht heiraten, aber er wird seine Frau nicht ernähren können.

Trabajará mucho, pero hasta ahora no ha hecho nada.

Er mag sehr fleißig sein, aber bis jetzt haben wir noch nichts bemerkt.

En Alemania serán seguros los parques, pero en España no lo son.

Es mag sein, dass in Deutschland die Parkanlagen sicher sind, in Spanien sind sie es nicht.

 

Futuro perfecto concesivo

 

Futuro perfecto concesivo [Futur II] als Ausdruck der Einschränkung / Einräumung in der Vergangenheit: habré, habrás, habrá, habremos, habréis, habrán + participio de pasado,  pero ... = ‘es mag so gewesen sein, aber...’

Habrá dicho eso, pero seguro que sin mala intención.

Er mag das gesagt haben, aber er hat es sicher nicht so gemeint.

Habrá cometido una tontería, pero es una buena persona.

Er mag eine Dummheit begangen haben, aber sonst ist er ein netter Kerl.

Le habrán aprobado, pero porque tenía enchufe.

Er mag die Prüfung bestanden haben, aber nur weil er Beziehungen hatte.

Se habrá casado, pero no tiene con qué vivir.          

Er mag geheiratet haben, aber er wird seine Frau nicht ernähren können.

 

Futuro concesivo-restrictivo

 

Futuro concesivo-restrictivo als Ausdruck der Einschränkung / Einräumung: ‘es mag sein, dass ..., aber ...’ /  ‘vielleicht ..., dennoch ...’

Tener no tendrá dinero, pero vivir vive como un rey.          

Comer no comerás mucho, pero gordo sí que estás.  

Tener tendrá mucho dinero, pero no se le ve muy feliz.

Tener no tendrá dinero, pero vivir vive como un rey.          

Comer no comerás mucho, pero gordo sí que estás.  

Meter no meterá goles, pero hace mucho juego.

Saber no sabrá mucho, pero lo que sabe lo tiene claro.

Escribir escribirá bien, pero sus temas no me gustan.

Ser será muy competente, pero no sabe enseñar.

Ganar no ganaré mucho aquí, pero me gusta el ambiente.

Ver habrá visto mucho mundo, pero no se le nota.

Ser será muy elegante el vestido, pero también es caro.

 

Futuro de recelo y temor

 

Futuro de recelo y temor als Ausdruck der Befürchtung. Steht in Fragesätzen, wenn der Sprecher, befürchtet, dass etwas eintreten könnte, das für ihn unangenehm ist.

Dt.: hoffentlich ... nicht! / es wird doch jetzt nicht ...?
Sp.: (no) + irá a + infinitivo / no le(s) dará ahora por + infinitivo

¿Irá a llover ahora? /
Espero que no vaya ahora a llover. /
Espero que no le dé por llover
ahora.

Hoffentlich regnet es nicht!
Es wird doch nicht [gerade] jetzt regnen?

¿(No) irá a llover? / ¿no le dará ahora por llover?
Hoffentlich beginnt nicht ausgerechnet jetzt zu regnen!
¿No le dará ahora por llamar a estas horas?
Hoffentlich kommt er jetzt nicht auf die Idee, ...!
Usted comprenderá que ...
Sie werden [doch] verstehen, dass ... 
[unterstellte Antwort: Ja]

 

Futuro de perplejidad o suposición

 

Futuro de perplejidad o suposición als Ausdruck des Zweifelns, der Ungewissheit oder der Unterstellung.

„Das futuro wird in vom Sprecher häufig an sich selbst gerichteten und nicht eindeutig zu beantwortenden Fragen verwendet, um Zweifel, Verwunderung und Argwohn hinsichtlich gegenwärtiger Sachverhalte verstärkt zum Ausdruck zu bringen.“ [Vera-Morales, S. 350]

¿Será el mismo que llamó ayer?

Ob er derselbe ist, der gestern angerufen hat?

¿Estaremos locos todos?

Sind wir etwa alle verrückt?

¿Entenderán lo que estamos hablando?

Ob sie verstehen, was wir jetzt reden?

¿Tendré fiebre otra vez?

Habe ich vielleicht wieder Fieber?

¿Qué será esto? 

Was mag dieses Ding hier wohl sein?

¿Cómo le irá a Paco ahora?

Wie wird es wohl jetzt Paco gehen?
¿Cómo será en la cama?
Wie der wohl im Bett ist?
¿Qué hará con tanto dinero?        
Was er wohl mit soviel Geld machen wird?

 

Oft mit (no) ir a + infinitivo = was soll ich tun?

¿Qué le regalaré? / ¿Qué le voy a regalar?
Was soll ich ihm schenken?

 

Beachte:

No sé si usted sabrá que ...  

ich weiß nicht, ob Sie wissen, dass ...

 

Futuro de cortesía

 

Futuro de cortesía als Ausdruck der Höflichkeit.

„In der gesprochenen Sprache kann das futuro auch eine gewisse Höflichkeit zum Ausdruck bringen. Dieser Gebrauch ist (obwohl seltener) mit dem des imperfecto de cortesía vergleichbar.“ [de Bruyne, S. 416]

¿Me dejará usted pasar, por favor?

Würden Sie mich bitte durchlassen?

Pues verá usted: ya tengo mis planes.

Also, Sie müssen wissen, dass ich ...

 

„El futuro llamado de cortesía es menos frecuente que el pretérito imperfecto de cortesía; pero se emplea en el habla coloquial“.

[Marsá, F.: Diccionario normativo y guía práctica de la lengua española. Barcelona: Ariel, 1986, S. 191]

 

Futuro de resignación

 

Mit dem Imperfekt kann man Enttäuschung ausdrücken. Mit dem Futur kann man Annahme des Neuen bei gleichzeitiger Resignation ausdrücken.

Quería unos pantalones rojos. Pero ... bueno, si no los tienen me llevaré éstos.

Ich wollte rote Hosen. Aber gut, wenn Sie nicht welche haben, dann nehme ich diese.

 

Futuro de rechazo

 

Futuro de rechazo bzw. Futur der Widerlegung mit Verwendung einer rhetorischen Frage:

„Mit ir a + Infinitiv wird in der gesprochenen Spanisch mit einer gewissen Heftigkeit Sätzen oder Satzteilen widersprochen, am häufigsten mit Verwendung eines Frageworts, vornehmlich qué, por qué und cómo. Die häufigsten Tempora von ir sind dabei solche des Indikativs: presente und imperfecto, letzteres meistens mit Vergangenheitsbezug.

Die Äußerung hat dabei häufig Ausrufeintonation.“ [Vera-Morales, S. 279]

 

-¿Sabes cómo se maneja este chisme?
-¿Cómo voy a saberlo?

-Weißt du, wie dieses Ding geht?
-Wie soll ich das wissen?

-Te pareció ridículo, ¿verdad?                                 

-Por favor, ¿por qué me iba a parecer ridículo?

-Du fandest es lächerlich, nicht wahr?

-Ich bitte dich, wieso sollte ich es lächerlich finden?

-Estás gordo. -¡Qué voy a estar gordo!

-Du bist dick. -Ach was dick!

-¿Cuál es el profesor? -¿Cuál va a ser? El gordito.

-Wer ist der Lehrer? -Wer soll es sein? Der kleine dicke eben.

 

In folgenden Beispielen entfällt das Fragewort:

 

-No te preocupes.
-¡No me voy a preocupar!

-Mach dir keine Sorgen.

-Ich soll mir keine Sorgen machen!

-Si tú no te hubieras dormido ...   

-¿Ahora voy yo a tener la culpa?

-Wenn du nicht eingeschlafen wärest.            

-Bitte? Jetzt soll ich schuld daran sein?

 

Futuro von ver

 

Futuro von ver als ritualisierte Formel.

„Die Formen der futuro von ver wird vom Sprechenden häufig als ritualisierte Formel verwendet, um auf seine Aussage, normalerweise ein Erklärung, aufmerksam zumachen“ [Vera-Morales, S. 350]

 

-¿Bebe su compañera?

-¡No, no! Verá, es que ayer ...

-Trinkt ihre Freundin?

-Nein! Sehen Sie, gestern ...

-Lo único que te pedí es que hablases con el Director por lo del domingo.

-Verás, yo no soy de los que se acobardan por memeces ...

-Ich wollte ja nur, daß du mit dem Direktor wegen Sonntag sprichst.

-Schau, ich bin nicht der Typ, der wegen Kleinigkeiten den Mut verliert ...

 

Futuro von decir

 

Futuro von decir als Formel zur Aufforderung.

Die Formen des futuro von decir werden als Formel zur Aufforderung an den Gesprächspartner, sein Anliegen vorzutragen:

-Quería preguntarle algo.

Ich wollte sie etwas fragen.

-(Pues) usted dirá.

Bitte. / Schießen Sie los!

 

Futur anstatt condicional

 

Futur anstatt condicional als 'futuro del pasado' = dt. ‘sollte’

No será hasta 1986 que España establezca relaciones con Israel. Una vez  establecidas las relaciones diplomáticas será cuando España intente mediar en Oriente Próximo. Sin embargo, será en abril de 1988 cuando Israel se dirija a España para pedirle medie en el conflicto con los árabes.

 

Infinitivo + futuro

 

Spanische: Infinitivo + futuro = Deutsch: Infinitiv + wird … schon, nur …

Venir, vendrá, pero la cuestión es cuándo /

Venir, sí vendrá, pero cuándo / Vendrá, sí, pero ¿cuándo?

Kommen wird er schon, die Frage ist nur wann?

 

Wendungen mit Futur

 

bueno, otra vez será
das nächste Mal / es kommt schon

¿no lo dirás en serio?
das sagst du doch nicht im Ernst!

ya me contarás / ya me contarás
das kannst du dir (schon) vorstellen

ya te diré / ye te digo
ich sage dir (schon) bescheid

 

Mi marido ya no es que se haya vuelto frío, se ha vuelto impotente. Antes ponía excusas: ‘Qué sueño tengo’; pero, cuando apagaba la luz y le oía dar vueltas sin dormirse y con los ojos abiertos como un búho, tú me contarás ...

 

si será ..., que ...

er ist vielleicht ..., dass ...

 

Si será rico, que no posee tarjetas de ninguna clase. Sólo lleva dinero.

Wie reicht er doch ist, sieht man daran, dass er .... /

Er ist vielleicht reich, um ... / Er ist so reich, daß ...

Si la querrá, que le regala cada año un nuevo coche.

Wie sehr er sie doch liebt, dass er ihr jedes Jahr ... 

 


 

Futuro de probabilidad

 

«Con el futuro de probabilidad –explica Gili Gaya– expresamos suposición, conjetura o vacilación: estará en su casa (supongo que está); tendrá 20 años (aproximadamente, probablemente los tiene). De aquí proviene el sentido concesivo que le damos cuando queremos replicar amablemente a nuestro interlocutor: -Fulano es un sabio. –Lo será; sin embargo se ha equivocado algunas veces».

Don Samuel expone aún: «El antefuturo de probabilidad indica la acción dudosa o supuesta en el pasado perfecto, a diferencia del futuro simple que expresa la probabilidad en el presente: habrán dado las 10 (supongo que han dado); no habré sabido explicarme (es probable que no haya sabido); mucho habrán discutido (supongo que han discutido). Como se ve por estos ejemplos, el antefuturo se convierte en antepresente. En armonía con el futuro simple, el antefuturo de probabilidad adquiere significado concesivo cuando se presenta en contraposición adversativa: habrá cometido alguna imprudencia, pero en el fondo es honrado y hombre de fiar».

[Abad, Francisco: Diccionario de lingüística de la escuela española. Madrid: Gredos, 1986, S. 136]

 

Futuro hipotético de probabilidad

 

«Corresponde a este tiempo la expresión de la probabilidad referida al pasado o al futuro: serían las 10 (probablemente eran); tendría entonces cincuenta años ( aproximadamente los tenía); me gustaría verle otra vez (probabilidad o posibilidad futura); sería sorprendente que mañana se presentase en casa (id.). Con el futuro absoluto significamos la probabilidad presente (serán las seis); con el antefuturo la posibilidad pasada perfecta (habrán dado las seis); con el futuro hipotético se expresa la posibilidad imperfecta pasada o futura, según acabamos de ver. Como en el futuro absoluto, de aquí se deriva el sentido concesivo de que nos servimos para rechazar amablemente un juicio sobre el pasado, por ejemplo: Era un hombre muy rico. –Los sería, aunque no daba muestras de ello» (S. Gili Gaya).” 

[Abad, Francisco: Diccionario de lingüística de la escuela española. Madrid: Gredos, 1986, S. 136-137]

 

Presente pro futuro

 

«No es cantaré la única forma verbal que puede expresar la relación temporal de futuro en indicativo. La forma verbal canto puede en ciertas circunstancias sustituir a cantaré para la expresión de procesos orientados como posteriores al origen. Es, de entrada, el conocido caso del ‘presente pro futuro’, de aparición característica, aunque no exclusiva, en contextos donde algún elemento lingüístico precisa la localización futura del proceso verbal:

Mañana salimos de viaje.

Le reunión empieza a las cuatro.

En cuanto pueda, te lo devuelvo.

En cualquiera de los tres ejemplos el hablante podría, si así lo desease, utilizar la forma específica para la expresión de la relación ‘futuro’, es decir, cantaré:

Mañana saldremos de viaje.

Le reunión empiezará a las cuatro.

En cuanto pueda, te lo devolveré.

Pero el funcionamiento del sistema permite en este caso prescindir de la forma verbal que en indicativo expresa posterioridad desde el momento en que el contexto precisa ya la existencia de ese enfoque de posterioridad. En consecuencia, el uso de canto para expresar la relación temporal ‘futuro’ comporta la no operatividad de la oposición entre las das unidades temporales de que canto y cantaré son expresión en indicativo.

El empleo de canto por cantaré es especialmente frecuente en la lengua hablada, en la cual se ha señalado reiteradamete, a uno y otro lado del Atlántico, el escaso uso de la forma de ‘futuro’ y el más escaso aún de su correspondiente forma compuesta habré cantado. El desuso de cantaré viene compensado, por otra parte, con la frecuente utilización de la perífrasis voy a cantar, así como, en el dominio temporal del ‘pos-pretérito’, la lengua hablada tiende a preferir el empleo de la perífrasis prospectiva iba a cantar al de la propia expresión de la relación, esto es, la forma cantaría. En términos generales, el empleo coloquial de cantaré como expresión de la relación temporal de futuro en indicativo parece ser más restringido aún en español americano que en el caso de España. Al respecto puede consultarse, entre otras fuentes bibliográficas, Moreno de Alba 1993, donde, con referencia al caso concreto del español de América, se menciona el frecuente uso de voy a cantar o canto en detrimento de cantaré, así como, ya en una proporción menor, el de he de cantar y quiero cantar.

Pero si en secuencias como 

Mañana salimos de viaje.

Le reunión empieza a las cuatro.

En cuanto pueda, te lo devuelvo.

y similares el hablante puede siempre decidir ante la doble posibilidad expresiva canto / cantaré, existe un contexto sintáctico concreto donde la norma exige el uso de la forma canto, lo que supone una evidencia más a favor del carácter marcado de la unidad expresada por cantaré frente a la expresada por canto. El contexto a que nos referimos es la prótasis condicional con si, donde la norma castellana exige canto y rechaza cantaré cuando la relación temporal expresada es la de ‘futuro’.

Si mañana llueve ... (*lloverá).

Si algún día soy presidente ... (*seré).

Si cuando llegues estoy durmiendo ... (*estaré).

La senalada neutralización tiene lugar paralelamente entre los contenidos expresados por las correspondientes formas compuestas he cantado / habré cantado:

Seguro que mañana ya he terminado (= habré terminado).

Si mañana ya he terminado ... (*habré terminado).

Igualmente, las parejas cantaba / cantaría y había cantado / habría cantado pueden tomar parte en paralelos casos de neutralización.»

[Rojo, Guillermo / Veiga, Alexandre: “El tiempo verbal. Los tiempos simples”. En: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe, 1999, vol. 2, § 44.3.1.1.]