FUTUR II IM SPANISCHEN

Futuro perfecto de indicativo o

futuro compuesto

© Justo Fernández López


 

Bildung der Form

 

Das futuro perfecto  wird gebildet aus dem Futur von haber + participio pasado: 

 

 

 

futuro perfecto

habré

habrás

habrá

habremos

habréis

habrán

 

 

+ participio -ado / ido

   [unveränderlich]

 

 

Futuro perfecto zum Ausdruck der Vornachzeitigkeit

 

„Zum Ausdruck der Vornachzeitigkeit wird das Futur Perfekt verwendet, wenn zwischen vornachzeitigem und nachzeitigem Ereignis ein markierter handlungslogischer Zusammenhang besteht: Cuando vengas, ya habré terminado „Wenn Du kommst [= kommen wirst], bin ich schon fertig [= werde ich fertig geworden sein].“ 

[Berschin, H./Fernández-Sevilla, J./Felixberger, J.: Die spanische Sprache: Verbreitung, Geschichte, Struktur. München: Hueber, 1987, S. 220]

Das futuro perfecto bezeichnet eine künftige Handlung, die in  einer angegebenen Zeit wahrscheinlich abgeschlossen sein wird.

„Wenn ich auf die guten Ratschläge verzichte [Este coche rojo no lo comprarás] und das rote Auto dennoch kaufen möchte, vielleicht in einem Monat oder erst in zwei Jahren, sowerde ich bereits in der Gegenwart die danach eintretende Sachlage gedanklich berücksichtigen müssen.

Dentro de 2 años habré comprado este coche rojo.

Pero entonces no me quedará más dinero para vivir.

In 2 Jahren werde ich das rote Auto gekauft haben.

Aber dann wird mit kein Geld mehr zum Leben bleiben.

Gedanklich ist der Autokauf abgeschlossen, obwohl er in der Zukunft stattfinden wird (habré comprado este coche rojo). Der Sprecher wählt für diesen Sachverhalt das Tempus futuro perfecto. Nach dem Autokauf wird eine neue Sachlage eintreten, doch wann sie eintreten wird spielt keine Rolle, wichtig ist nur, daßsie irgendwann nach dem Autokauf eintreten wird. Die erwartete Sachlage steht im Tempus futuro (no me quedará más dinero).

Auch das Beispiel mit dem Broteinkauf ist als vollendete Handlung in der Zukunft denkbar.

¡No te preocupes!, mañana a las 8 habré comprado pan.

Mach dir keine Sorgen, morgen um 8 Uhr werde ich Brot eingekauft haben.

Knüpfe ich an den Broteinkauf die Erwartung, daß mein Hunger mit dem Brot gestillt würde, so steht der eigentliche Broteinkauf im futuro perfecto, die Konsequenz aus dem Broteinkauf hingegen im futuro: denn erst muß der Broteinkauf erfolgen, danach kann ich mit dem Brot in der Hand meinen Hunger stillen. Die Handlung des Broteinkaufs ist folglich schon gedanklich abgeschlossen und vergangen, wenn die Handlung des Hungerstillens beginnt.

¡No te preocupes!, mañana a las 8 habré comprado pan para ti.

Después no tendrás más hambre.

Mach dir keine Sorgen, morgen um 8 Uhr werde ich Brot für dich eingekauft haben.

Danach wirst du keinen Hunger mehr haben.“

[Hölzel, P. / Kumschier, E., Schamfuß, C.: Der Zeitstrahler. Wegweiser zur Anwendung der spanischen Tempora. Stuttgart: Schmetterling Verlag, 1966, S. 28-29]

Cuando llegue mi marido, ya  habré preparado la cena.

Wenn mein Mann kommt, habe ich schon das Abendessen zubereitet.

Ven mañana a las nueve; a esa hora ya me habré levantado.

Komm morgen um neun; um diese Zeit bin ich schon aufgestanden.

A finales del año habrán ocurrido en esta autopista diez mil accidentes.

Zum Jahresende werden sich auf dieser Straße zehntausend Unfälle ereignet haben.

En los diez días anteriores a la próxima cumbre, el ministro de asuntos exteriores se habrá entrevistado con diez de sus homólogos europeos.

In den zehn Tagen vor dem nächsten Gipfeltreffen wird der Außenminister mit sechs seiner europäischen Kollegen Gespräche geführt haben.

„Das futuro perfecto wird gern durch das perfecto ersetzt, wenn der Bezug auf die Zukunft eindeutig ist; das futuro perfecto darf nicht verwendet werden nach konditionalen und temporalen Konjunktionen.“  [Vera-Morales, S. 352]

Cuando llegues ya habrá terminado la película. /

Cuando llegues ya ha terminado la película.

Wenn du kommst, ist der Film sicher schon zu Ende.

 

Futuro perfecto als Ausdruck der Wahrscheinlichkeit in der Vergangenheit

 

In vielen Fällen drückt das futuro perfecto die Vermutung aus, daß eine Handlung in der unmittelbaren Vergangenheit stattgefunden hat  > ‘vermutlich hat er ...’ 

„Bei vergangenem Referenzereignis mit Gegenwartsbezug wird die Wahrscheinlichkeitsmodalität durch das Futur Perfekt ausgedrückt: Se habrá ido ya „Er wird [vermutlich] schon gegangen sein“, ¿Habrá dicho jamás algo realmente razonable?  „Hat er [denn] jemals etwas wirklich Vernünftiges gesagt?“ [unterstellte Antwort: Nein]. Die wahrscheinlichkeitsmodale Funktion dominiert beim Futur Perfekt (68%), beim Futur macht sie nur 10% des Vorkommens aus (Daten nach Cartagena 1981).“ 

[Berschin, H./Fernández-Sevilla, J./Felixberger, J.: Die spanische Sprache: Verbreitung, Geschichte, Struktur. München: Hueber, 1987, S. 221]

Si no está en casa, se habrá ido a la oficina.

Wenn er nicht hier ist, wird er ins Büro gegangen sein.

A estas horas ya habrán llegado en casa /...ya estarán en casa.

Um diese Zeit werden sie schon angekommen sein.

¿Dices que ya lo sabe?  Lo habrá leído en el periódico.

Er weiß es schon? Er wird es in der Zeitung gelesen haben.

Ya habrá empezado la función.

Die Vorstellung wird schon begonnen haben.

Habrás gastado mucho dinero.

Du wirst viel Geld ausgegeben haben.

Nos habremos equivocado.

Wir werden uns wohl geirrt haben.

El piso les habrá costado una fortuna.

Die Wohnung wird sie ein Vermögen gekostet haben.

¿Habráse visto cosa semejante?

Hat man Worte?  

 

Futuro perfecto als Ausdruck einer (fast sicheren) Annahme

 

> ‘Sie haben sicher (schon) ...’

Ya habrá oído hablar de las nuevas medidas tomadas por el Gobierno para paliar el desempleo.

Sie haben sicher schon von den Maßnahmen der Regierung  zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gehört.

Habrá sufrido mucho, pero no es el caso.

Es mag sein, daß er viel gelitten hat, aber das interessiert jetzt nicht.

 

Futuro perfecto als Ausdruck der Ungewißheit

 

„Das futuro perfecto wird in Fragen verwendet, die der Sprecher häufig an sich selbst richtet und nicht eindeutig beantworten kann; damit bringt er Zweifel, Verwunderung und Argwohn hinsichtlich von Sachverhalten der nicht abgeschlossenen Vergangenheit verstärkt zum Ausdruck.“ [Vera-Morales, S. 352]

¿Habrá llamado ya?

Ob er schon angerufen hat?

¿Nos habremos equivocado?

Haben wir uns etwa geirrt?

¿Cuánto habrán gastado en hacer esta porquería?

Wieviel werden sie für diesen Mist ausgegeben haben?

¿Quién habrá sido?   

Wer mag es gewesen sein?

 

Futuro perfecto als Ausdruck der Einräumung - Futuro concesivo-restrictivo

 

Futuro concesivo als Ausdruck der Einschränkung / Einräumung > ‘es mag so gewesen sein, aber...’

= habré, habrás, habrá, habremos, habréis, habrán + participio de pasado,  pero ...

Habrá dicho eso, pero seguro que sin mala intención.

Er mag das gesagt haben, aber er hat es sicher nicht so gemeint.

Habrá cometido una tontería, pero es una buena persona.

Er mag eine Dummheit begangen haben, aber sonst ist er ein netter Kerl.

Le habrán aprobado, pero porque tenía enchufe.

Er mag die Prüfung bestanden haben, aber nur weil er Beziehungen hatte.

Se habrá casado, pero no tiene con qué vivir.

Er mag geheiratet haben, aber er wird seine Frau nicht ernähren können.

 

Futuro perfecto im direkten oder indirekten Fragesatz

 

Le habrás dicho que no vamos a ir a su fiesta.

¿Habrás caído en la trampa?

Beachte:

Wenn ..., wie wird ... wohl sein / muß gewesen sein?

Ich habe nur den Schluß der Sendung ["Ein Lied für Dublin"] gesehen, aber wenn das das Beste war, war für ein Mist muss dann der Rest gewesen sein?

Yo solamente vi el final de la emisión, pero si esto era lo mejor, ¡qué porquería tiene que haber sido el resto! / ...¡qué porquería habrá sido el resto!

 

Futuro perfecto im Ausrufesatz

 

 ¡La de veces que ...! / ¡Cuántas veces ...! > wie oft ...!   

Wie oft habe ich diesen Film schon gesehen!

¡La de veces que habré visto yo esta película! / ¡Cuántas veces habré visto yo ...!

Wie oft habe ich es dir schon gesagt!

¡Las veces que te lo habré repetido!

¡Cuánto ...! > ich möchte mal wissen, wie viel ...!

Ich möchte mal wissen, wie viel Geld er dafür bezahlt hat.

¡Cuánto dinero habrá pagado por eso!

¡Qué + adjetivo ....! > muss ... gewesen sein!

Diese Frau muss in ihrer Jugend sehr hübsch gewesen sein!

¡Qué guapa habrá sido esta mujer en la juventud!

 

Presente pro futuro

 

«No es cantaré la única forma verbal que puede expresar la relación temporal de futuro en indicativo. La forma verbal canto puede en ciertas circunstancias sustituir a cantaré para la expresión de procesos orientados como posteriores al origen. Es, de entrada, el conocido caso del ‘presente pro futuro’, de aparición característica, aunque no exclusiva, en contextos donde algún elemento lingüístico precisa la localización futura del proceso verbal:

Mañana salimos de viaje.

Le reunión empieza a las cuatro.

En cuanto pueda, te lo devuelvo.

En cualquiera de los tres ejemplos el hablante podría, si así lo desease, utilizar la forma específica para la expresión de la relación ‘futuro’, es decir, cantaré:

Mañana saldremos de viaje.

Le reunión empiezará a las cuatro.

En cuanto pueda, te lo devolveré.

Pero el funcionamiento del sistema permite en este caso prescindir de la forma verbal que en indicativo expresa posterioridad desde el momento en que el contexto precisa ya la existencia de ese enfoque de posterioridad. En consecuencia, el uso de canto para expresar la relación temporal ‘futuro’ comporta la no operatividad de la oposición entre las das unidades temporales de que canto y cantaré son expresión en indicativo.

El empleo de canto por cantaré es especialmente frecuente en la lengua hablada, en la cual se ha señalado reiteradamete, a uno y otro lado del Atlántico, el escaso uso de la forma de ‘futuro’ y el más escaso aún de su correspondiente forma compuesta habré cantado. El desuso de cantaré viene compensado, por otra parte, con la frecuente utilización de la perífrasis voy a cantar, así como, en el dominio temporal del ‘pos-pretérito’, la lengua hablada tiende a preferir el empleo de la perífrasis prospectiva iba a cantar al de la propia expresión de la relación, esto es, la forma cantaría. En términos generales, el empleo coloquial de cantaré como expresión de la relación temporal de futuro en indicativo parece ser más restringido aún en español americano que en el caso de España. Al respecto puede consultarse, entre otras fuentes bibliográficas, Moreno de Alba 1993, donde, con referencia al caso concreto del español de América, se menciona el frecuente uso de voy a cantar o canto en detrimento de cantaré, así como, ya en una proporción menor, el de he de cantar y quiero cantar.

Pero si en secuencias como 

Mañana salimos de viaje.

Le reunión empieza a las cuatro.

En cuanto pueda, te lo devuelvo.

y similares el hablante puede siempre decidir ante la doble posibilidad expresiva canto / cantaré, existe un contexto sintáctico concreto donde la norma exige el uso de la forma canto, lo que supone una evidencia más a favor del carácter marcado de la unidad expresada por cantaré frente a la expresada por canto. El contexto a que nos referimos es la prótasis condicional con si, donde la norma castellana exige canto y rechaza cantaré cuando la relación temporal expresada es la de ‘futuro’.

Si mañana llueve ... (*lloverá).

Si algún día soy presidente ... (*seré).

Si cuando llegues estoy durmiendo ... (*estaré).

La senalada neutralización tiene lugar paralelamente entre los contenidos expresados por las correspondientes formas compuestas he cantado / habré cantado:

Seguro que mañana ya he terminado (= habré terminado).

Si mañana ya he terminado ... (*habré terminado).

Igualmente, las parejas cantaba / cantaría y había cantado / habría cantado pueden tomar parte en paralelos casos de neutralización.»

[Rojo, Guillermo / Veiga, Alexandre: “El tiempo verbal. Los tiempos simples”. En: Bosque, Ignacio / Demonte, Violeta (eds.): Gramática descriptiva de la lengua española. Madrid: Real Academia Española / Espasa Calpe, 1999, vol. 2, § 44.3.1.1.]